Anschlag

Terror in Israel

Beisetzung von Tomer Morad am Sonntag in Kfar Saba Foto: Flash90

Bei einem Anschlag im Zentrum der israelischen Küstenmetropole Tel Aviv wurden am Donnerstagabend zwei Menschen getötet. 13 weitere Personen erlitten den Angaben zufolge Schussverletzungen, sieben von ihnen wurden im Krankenhaus behandelt. Der 35-jährige Barak Lufan erlag am Freitag seinen schweren Verletzungen. Der Vater von drei Kindern sei trotz der Bemühungen der Ärzte gestorben, teilte das Ichilov-Krankenhaus mit. 

Bei den anderen beiden Getöteten handelt es sich um Eytam Magini und Tomer Morad, zwei 27-Jährige aus Kfar Saba. Die drei Opfer wurden am Sonntag beerdigt.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

EINZELTÄTER Der Attentäter, Polizeiangaben zufolge ein 28-jähriger Palästinenser aus dem Westjordanland, konnte zunächst fliehen, wurde aber am frühen Freitagmorgen von Sicherheitskräften bei einem Feuergefecht in Jaffa erschossen. Kurz nach 21 Uhr Ortszeit hatte er auf Besucher einer Kneipe in der belebten Dizengoff-Straße geschossen.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Behördenangaben zufolge hatte der Attentäter keine klaren Verbindungen zu terroristischen Organisationen. Er sei in der Vergangenheit nicht verhaftet worden, habe sich jedoch ohne Genehmigung in Israel aufgehalten. 

In den vergangenen zwei Wochen waren in Israel bei einer Anschlagsserie elf Menschen getötet worden. Bei zwei der drei Attentate waren die Angreifer israelische Araber mit Verbindungen zum IS. Bei dem vorerst letzten Anschlag vor gut einer Woche war der Attentäter ein Palästinenser.

RAMADAN Das Land befürchtet weitere Gewaltakte während des muslimischen Fastenmonats Ramadan, der am vergangenen Samstag begonnen hat. Während in Israel die Trauer um die Opfer des neuerlichen Terroranschlages groß ist, feierten in Dschenin im Westjordanland, wo der Attentäter herkam, viele Menschen den Anschlag.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Auch der Vater des mutmaßlichen Terroristen, der gestern Abend in Tel Aviv zwei Menschen tötete und zahlreiche weitere verletzte, lobte die Tat seines Sohnes. Laut israelischen Medien rief er vor seinem Haus in Dschenin: »Du wirst den Sieg bald sehen … Gott, befreie die Al-Aksa-Moschee von den Besatzern«. Laut »Times of Israel« hat Ministerpräsident Naftali Bennett die Sicherheitskräfte angewiesen, zu überprüfen, ob auch Verwandte des Attentäters in den Anschlag verwickelt waren.

MILITÄREINSATZ Bei einem israelischen Militäreinsatz in Dschenin und Umgebung ist nach palästinensischen Angaben am Samstag ein Mann getötet worden. Laut israelischer Armee hatten bei dem Einsatz bewaffnete Angreifer auf Sicherheitskräfte geschossen. Als Reaktion darauf hätten die Sicherheitskräfte auf die Angreifer geschossen, hieß es. Eine der bewaffneten Personen, die »neutralisiert« worden seien, sei als Mitglied der Terrororganisation Islamischer Dschihad bekannt. Ein zweites bewaffnetes Mitglied des Islamischen Dschihad sei verletzt festgenommen worden.

Der Militäreinsatz diente laut Armee dazu, das Haus des mutmaßlichen Attentäters für eine mögliche spätere Zerstörung zu untersuchen. Darüber hinaus wollten die Sicherheitskräfte demnach zwei Terrorverdächtige festnehmen. Nach Medienberichten richtete sich der Einsatz auch gegen den Vater des Attentäters.

Sowohl die islamistische Hamas im Gazastreifen als auch Mitglieder der palästinensischen Al-Aksa-Brigaden in Dschenin lobten den Anschlag in Tel Aviv. Die Al-Aksa-Brigaden sind der militärische Arm der Fatah-Bewegung von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas. Es handelt sich jedoch um ein lockeres Netzwerk ohne klare Hierarchie, örtliche Gruppierungen agieren oft auf eigene Faust.

In Tel Aviv kam es bereits in der Vergangenheit zu Anschlägen. So erschoss im Januar 2016 ebenfalls auf der Dizengoff-Straße ein israelischer Araber zwei Menschen. ja/dpa

Abkommen

Von diesen Geiseln gibt es Lebenszeichen

Zehn Familien teilen die Informationen mit der Öffentlichkeit, zwei entscheiden sich dagegen

von Sabine Brandes  13.02.2025

Nahost

Geisel-Freilassungen sollen weitergehen

Das hat die Hamas offiziell bestätigt

 13.02.2025

Nahost

Israel rudert bei Forderungen an die Hamas zurück

Einem Bericht zufolge will sich die Regierung mit einer Freilassung von drei Geiseln am Samstag zufriedengeben

 13.02.2025

Satire

So lacht Israel über das Internationale Rote Kreuz

Ein Sketch von Israels beliebtester Satire-Show führt die ausbleibende Hilfe durch die berühmte Hilfsorganisation ad absurdum

 12.02.2025

Israel

Yosef-Haim Ohana soll am Leben sein

Unklar ist der gesundheitliche Zustand des Barkeepers aus Kiryat Malachi

 12.02.2025

Jerusalem/Gaza

Netanjahu stellt Hamas ein Ultimatum: Geiselfreilassung oder Krieg

Die fragile Waffenruhe in Gaza steht auf der Kippe. Nach US-Präsident Trump droht auch die israelische Regierung der Hamas: Werden keine weiteren Geiseln freigelassen, sprechen wieder die Waffen

 12.02.2025

Madrid

Der Likud bandelt mit den »Patrioten für Europa« an

Die Netanjahu-Partei erhält bei der rechten europäischen Sammlungsbewegung Beobachterstatus, FPÖ-Chef Kickl jubelt über das Ende der »internationalen Isolation«

von Michael Thaidigsmann  11.02.2025

Vor 70 Jahren

El-Al-Flug 402: Abschuss über Petrich

Die Luftwaffe im damals kommunistischen Bulgarien holte den Passagierflug vom Himmel. 51 Passagiere und 7 Crewmitglieder starben

von Imanuel Marcus  11.02.2025

Israel/Gaza

Gali und Ziv Berman offenbar am Leben, Shlomo Mansour wurde ermordet

Die Kibbuzim dieser Geiseln erhielten Informationen über das Schicksal ihrer Bewohner auf unbekannten Wegen. In einem Fall ist es eine gute Nachricht, im anderen Fall ist sie traurig

von Imanuel Marcus  11.02.2025