Besuch

Tel Aviv und Berlin unterzeichnen bald Städtepartnerschaft

Israelische Fahne vor dem Roten Rathaus in Berlin (Archivbild von September 2024) Foto: Imanuel Marcus

Berlin und Tel Aviv wollen am Montag eine Städtepartnerschaft unterzeichnen. Dazu wird an dem Tag der Bürgermeister der israelischen Mittelmeer-Metropole, Ron Huldai, im Roten Rathaus erwartet, wie die Berliner Senatskanzlei am Donnerstag mitteilte. »Mit unserer Partnerschaft setzen Berlin und Tel Aviv in ihrem ganz unterschiedlichen historischen Herkommen ein Zeichen für Toleranz, Vielfalt, Zusammenhalt und Menschlichkeit«, erklärte der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU).

Berlin sei die Stadt, in der die Schoa geplant und verwirklicht wurde. Die Bundeshauptstadt bekenne sich zu ihrer Verantwortung und Verpflichtung gegenüber dem Staat Israel und zum Schutz jüdischen Lebens in Berlin und Deutschland.

Beide Metropolen verbinde zudem gesellschaftlich, historisch, kulturell und wirtschaftlich sehr viel. Berlin und Tel Aviv zeichneten sich durch eine dynamische Entwicklung aus und seien Anziehungsorte für junge Menschen, Künstlerinnen und Künstler oder Start-up-Gründer aus aller Welt.

Tel Aviv wird die 19. Partnerstadt Berlins. Partnerschaften gibt es bereits mit Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Istanbul, Jakarta, Kiew, London, Los Angeles, Madrid, Mexiko-Stadt, Moskau, Paris, Peking, Prag, Taschkent, Tokio, Warschau und Windhuk. Die Städtepartnerschaft mit Moskau ruht derzeit wegen des Angriffskriegs auf die Ukraine. epd

Essay

Erinnerungen an Schawuot in Be’eri

Unsere Autorin ist in dem Kibbuz aufgewachsen, der durch das Massaker traurige Bekanntheit erlangte. Eines der prägendsten Feste ihrer Kindheit war das Wochenfest – wird jene Freude je wieder zurückkehren?

von Eshkar Eldan Cohen  21.05.2026

Wahlen

Arabisch-israelisches Zünglein an der Waage?

Der Aktivist Yoseph Haddad will den Sprung in die Politik wagen und könnte im festgefahrenen Rennen um die Knesset entscheidend sein

von Sabine Brandes  21.05.2026

Aschkelon

Israel schiebt Hunderte Flottillen-Aktivisten ab

Während die ausländischen Flottillenaktivisten vom Flughafen Ramon aus ausgeflogen werden, steht die israelische Teilnehmerin Zohar Regev in Aschkelon vor Gericht

 21.05.2026

Jerusalem

»Nicht das Gesicht Israels«: Sturm der Entrüstung gegen Ben-Gvir

Der rechtsextreme Politiker steht in der Kritik, weil er ein Video veröffentlichte, in dem Aktivisten der Gaza-Flotille gedemütigt werden. Auch Regierungschef Benjamin Netanjahu distanzierte sich von seinem Minister

von Sabine Brandes  21.05.2026

Tacheles-Preis

»Ihr prägt den Journalismus. Ihr prägt unser Land«

WELT-Chefredakteur Helge Fuhst hielt die Laudatio auf die Jüdische Allgemeine. Eine Dokumentation

von Helge Fuhst  21.05.2026

Dokumentation

»Mehr Mut zu unbequemen Wahrheiten!«

Die Jüdische Allgemeine ist mit dem Tacheles-Preis ausgezeichnet worden. Hier dokumentieren wir die Dankesrede von JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel

von Philipp Peyman Engel  21.05.2026

Meinung

Das entspricht nicht der Essenz unseres Landes!

Man muss keine Sympathie für die Aktivisten der Gaza-Flotille haben, um die Art abzulehnen, wie Itamar Ben-Gvir mit ihnen umgegangen ist. Der Minister hat dem Ansehen Israels geschadet

von Sarah Cohen-Fantl  21.05.2026

Herzliya

Israelische Studie: Sexy Profilbilder können Dating-Erfolg mindern

Eine Untersuchung der Reichman University zeigt: Stark sexualisierte Fotos in Dating-Profilen erzeugen zwar Aufmerksamkeit, schmälern aber die Chancen auf eine ernsthafte Beziehung

 21.05.2026

Würdigung

»Wo andere laut schweigen, lässt sie sich nicht unterkriegen«

Der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland würdigt in seiner Laudatio auf die Jüdische Allgemeine die Verdienste der Redaktion - und ihren Mut

von Abraham Lehrer  21.05.2026