Tel Aviv

Tausende Israelis demonstrieren wieder für Geisel-Deal

Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

In Israel haben wieder Tausende für ein Abkommen mit der palästinensischen Terrororganisation Hamas protestiert, das die Freilassung der noch immer im Gazastreifen festgehaltenen Geiseln vorsieht. »Schließt den Deal ab«, hieß es auf Plakaten bei einer Kundgebung im Zentrum der Küstenmetropole Tel Aviv. Demonstranten zündeten dort auch Feuer an.

Israelischen Medien und Augenzeugen zufolge durchbrachen Hunderte Menschen in Tel Aviv eine Polizeiabsperrung. Die Polizei hatte eine der Kundgebungen im Zentrum der Stadt zuvor untersagt. Trotzdem kamen Tausende zu dem Protest. Die Einsatzkräfte stellten Berichten zufolge Barrikaden auf und setzten eine Reiterstaffel ein, um die Demonstranten zurückzudrängen. Berichte über Verletzte gab es zunächst nicht.

Lesen Sie auch

Viele Demonstranten werfen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu vor, ein Abkommen mit der Hamas zu hintertreiben. Netanjahu ist für sein politisches Überleben auf seine rechtsextremen und ultra-religiösen Koalitionspartner angewiesen, die gegen einen Deal mit der Hamas sind. »Hört auf zu sabotieren - bringt ein Abkommen zustande«, hieß es auf einem Banner in Tel Aviv.

Auch in anderen Städten des Landes gab es erneut Kundgebungen, um die Freilassung der Geiseln zu fordern.

Nahost

Darüber sprachen Merz und Netanjahu heute

Kurz vor direkten Gesprächen von israelischen und libanesischen Vertretern greifen zwei deutsche Regierungsmitglieder zum Telefonhörer. Wer mit wem spricht und wie Berlin auf die Gespräche blickt

 13.04.2026

Ungarn

Netanjahu gratuliert Wahlsieger Magyar – und lobt Orban

Israels Premier: »Orban ist ein wahrer Freund Israels, der fest an der Seite Israels stand angesichts ungerechter internationaler Verleumdungen«

 13.04.2026

Diplomatie

Israel und Libanon verhandeln in Washington

Streben nach einem Friedensabkommen, Waffenruhe und Normalisierung: In Washington treffen sich Israel und Libanon zu direkten Gesprächen. Aber wie realistisch sind die Ziele?

 13.04.2026

Waffenruhe

Mangel an Flügen könnte für teuren Sommer sorgen

Reisexperten warnen, dass die Rückkehr der ausländischen Airlines ein langsamer Prozess sein könnte

von Sabine Brandes  13.04.2026

Budapest

Nach Wahlsieg: Magyar äußert sich erstmals zu Israel

Ungarns designerter Ministerpräsident will künftig wieder mit dem Internationalen Strafgerichtshof kooperieren. Auch zu möglichen EU-Sanktionen gegen Israel bezog Péter Magyar Stellung

 13.04.2026

Nahost

US-Militär will ab sofort Straße von Hormus blockieren

Donald Trump möchte verhindern, dass der Iran Gebühren von Schiffen durch die Meerenge verlangt. Jetzt will das US-Militär die Kontrolle der Straße von Hormus übernehmen

 13.04.2026

Nahost

Hinrichtungen im Iran auf 35-Jahres-Rekordhoch

Im Iran wurden 2025 laut Iran Human Rights mindestens 1.639 Menschen hingerichtet – ein Höchststand seit 35 Jahren. Menschenrechtsorganisationen fordern Konsequenzen

 13.04.2026

Libanon

Israels Armee umstellt Hisbollah-Hochburg

In dem Ort in der Nähe der israelischen Grenze sollen Dutzende Kämpfer der Terror-Miliz eingeschlossen sein

 13.04.2026

Israel

Zeit, Zionist zu sein!

Fünf Gründe, den jüdischen Staat zu lieben – mit all seinen Stärken und Schwächen

von Daniel Neumann  13.04.2026