Israel

Tel Aviv erinnert an Rabin-Mord

Foto: Flash 90

Tausende Israelis haben in Tel Aviv an die Ermordung des früheren Ministerpräsidenten Izchak Rabin erinnert. Unter dem Motto »Ja zu Frieden, Nein zu Gewalt« versammelten sich die Menschen am Samstagabend auf dem zentralen Rabin-Platz.

Ein jüdischer Fanatiker hatte Rabin auf dem heutigen Rabin-Platz am 4. November 1995 nach einer Friedenskundgebung erschossen. Die Veranstaltung damals fand unter dem gleichen Leitspruch »Ja zu Frieden, Nein zu Gewalt« statt.

APPELL »Die Hetze erhebt wieder ihr hässliches Haupt«, sagte Ex-Militärchef Benny Gantz vom oppositionellen Mitte-Links-Bündnis laut dem israelischen Militärradio. Er versprach: »Die Kinder Israels werden nicht mehr in einem Land aufwachsen, dessen Anführer sich dem Hass widmen.«

Dem Mord an Rabin war damals massive Hetze gegen den Regierungschef vorangegangen. Auch dem heutigen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu wird vorgeworfen, damals zu dem politischen Klima beigetragen zu haben, in dem der Mord erst möglich wurde.

Israel befindet sich zurzeit in einer schweren politischen Krise. Im September hatten die Bürger ein neues Parlament gewählt, es war bereits die zweite Wahl innerhalb von rund fünf Monaten. Gantz hat nun den Auftrag zur Regierungsbildung. Zuvor war Premier Netanjahu bei dem Versuch gescheitert, eine Koalition zu formen.  dpa/ja

Deutschland

Behörden verstärken Schutz von jüdischen und israelischen Einrichtungen

Nach dem gemeinsamen Angriff Israels und der USA auf den Iran reagieren die Behörden auf die erhöhte Sicherheitslage

 28.02.2026 Aktualisiert

Türkei

Ehemalige israelische Soldatin in Istanbul festgenommen

Die Frau konnte erst nach diplomatischem Druck nach Hause zurückkehren

 27.02.2026

Spannungen in Nahost

USA raten Teil des Jerusalemer Botschaftspersonals und Angehörigen, Israel zu verlassen

Die amerikanische Botschaft empfiehlt US-Bürgern, die Möglichkeit einer Ausreise zu prüfen und warnt vor weiteren Maßnahmen

 27.02.2026 Aktualisiert

Kommentar

Die Kotel ist für alle da

Die Klagemauer könnte in Zukunft einzig vom orthodoxen Rabbinat verwaltet werden. Was als Schutz der Heiligkeit verkauft wird, wäre ein Angriff auf religiöse Vielfalt

von Sophie Goldblum  27.02.2026

Israel

Neue Pizza-Regeln für die Luftwaffe

Soldaten sollen künftig darauf verzichten, sich Speisen direkt ins Hauptquarter liefern zu lassen. Warum?

 27.02.2026

Verstrickungen

Geschäfte mit einem Mörderregime

Wie ein iranischer Banker ein europäisches Immobilienimperium aufbaute – inklusive Hilton-Hotels in Deutschland

von Philip Plickert  27.02.2026

Tel Aviv

Ex-Geisel Matan Angrest berichtet von Verhören und Folter durch die Hamas

Zum ersten Mal seit seiner Freilassung hat Angrest über seine Zeit in der Gewalt der Hamas gesprochen

 27.02.2026

Debatte

»Sie war mehr als froh, als alles zu Ende war«: Berlinale-Kreise: Tuttle überfordert und resigniert

Wie geht es nach Debatten um die Berlinale weiter? Eine Krisensitzung bringt nach Angaben des Kulturstaatsministers keine Entscheidung - zumindest vorerst

 26.02.2026

Politik

US-Konsulate erstmals in jüdischen Siedlungen

Die Angebote stehen im Kontext wachsender Spannungen und anhaltender Gewalt im Westjordanland

von Sabine Brandes  26.02.2026