Naher Osten

Syrische Regierung fängt Hisbollah-Waffen ab

Syriens Übergangs-Regierungschef Ahmed al-Schaara Foto: picture alliance / Anadolu

Behörden der Übergangsregierung in Syrien haben nach eigenen Angaben eine Lieferung von Waffen abgefangen, die für die Terror-Miliz Hisbollah im benachbarten Libanon bestimmt war. Die syrische Behörde für Grenzsicherheit veröffentlichte ein Foto, auf dem unter anderem Sturmgewehre, Raketenwerfer und Munition zu sehen sind. Die Waffen seien für die Hisbollah bestimmt gewesen und hätten auf »Schmuggelrouten« über die syrisch-libanesische Grenze gelangen sollen, hieß es.

Die Hisbollah galt vor dem jüngsten Krieg mit Israel als die am stärksten bewaffnete Miliz im Nahen Osten. Sie erhielt Waffen aus dem Iran unter anderem auf dem Landweg über Syrien. Durch den Sturz der dortigen Regierung von Machthaber Baschar al-Assad, der ebenfalls mit dem Iran verbündet war, wurde die wichtige Versorgungsroute der Hisbollah schwer getroffen. Israel hatte zudem massiv Ziele in Syrien, dem Libanon und im Grenzgebiet beider Länder angegriffen und Lieferungen über diese Routen ebenfalls gestört.

In Syrien hat eine Rebellenallianz unter Führung von Islamisten die Macht übernommen. Der Chef der sunnitisch-islamistischen Organisation HTS, Ahmed al-Scharaa, hat angekündigt, dem Waffenschmuggel ein Ende zu bereiten. dpa

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