Israel

Streit um F-35-Jets

F-35- Kampfflugzeug der israelischen Armee
F-35- Kampfflugzeug der israelischen Armee Foto: Flash 90

Premierminister Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Benny Gantz streiten sich über den geplanten Verkauf von hochentwickelten F-35-Kampfflugzeugen der USA an die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Dies war von der Regierung in Washington angekündigt worden, nachdem das Abkommen zur Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel und VAE unterzeichnet war.

VERKAUF Netanjahu wies Vorwürfe von Gantz zurück, der Regierungschef habe dem Verteidigungsministerium die Verhandlungen über den Verkauf verheimlicht habe. Gantz jedoch beharrte darauf, dass Netanjahu nicht darüber informiert habe. Damit sei es dem Militär nicht möglich, »den Prozess korrekt und verantwortlich zu managen«.

Die ungewöhnliche Auseinandersetzung zwischen den beiden Top-Offiziellen der Regierung Israels kommt inmitten einer Verschlechterung der Beziehungen zwischen den Regierungsparteien Likud und Blau-Weiß in der Frage des Umgangs mit der Corona-Pandemie.

»Infolge der Unterzeichnung des Friedensabkommens mit den Vereinigten Arabischen Emiraten fand der Verteidigungsminister heraus, dass es – parallel – Verhandlungen über den Verkauf von hochentwickelten Waffen gab«, heißt es in einer Erklärung von Gantz.

POSITION Er unterstrich seine Vorwürfe, nachdem er in Washington ein Abkommen mit Vertretern aus dem Weißen Haus unterzeichnet hatte, das Israels militärische Überlegenheit in der Region garantiert. Diese Position war bereits 1973 nach dem Jom-Kippur-Krieg vom US-Kongress beschlossen worden. Der Vorsprung Israels muss demzufolge gewährleistet werden. Vor dem Verkauf von Waffensystemen an Nachbarn des jüdischen Staates muss dessen Position als vorrangig betrachten werden.

Jahrelang hatten die USA Anfragen von arabischen Nationen, hochentwickelte Waffensysteme zu erhalten, abgelehnt. Israel wandte sich stets vor allem gegen Waffengeschäfte mit Flugzeugen oder Drohnen, um zu verhindern, dass andere Länder in der Region eine gleich starke Luftwaffe aufbauen.

In einer Fernsehansprache an die Nation am Samstagabend, in der er die geplante Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel und dem Sudan ankündigte, ging der Ministerpräsident auch auf die Auseinandersetzung mit Gantz ein. Netanjahu beteuerte, dass es keinen geheimen Zusatz zum Deal mit den Emiraten gegeben habe, dem er zustimmte.

Jerusalem

Isaac Herzog: Wir verändern die gesamte Konfiguration des Nahen Ostens

»Es ist eine Lektion für die Welt, dass man Grausamkeit mit viel Anstrengung und Stärke begegnen muss, ohne mit der Wimper zu zucken«, sagt Israels Präsident

 11.03.2026

Nahost

Nächtliche Angriffe und neue Spannungen in der Region: Iran feuert Raketen auf Israel

Die Lage im Überblick

 11.03.2026

Krieg

Netanjahu ruft Iraner zum Sturz der Führung auf

In den kommenden Tagen wolle man Bedingungen schaffen, die es den Menschen im Iran ermöglichen sollen, »ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen«, kündigte der israelische Regierungschef an

 10.03.2026

Jerusalem

Israels Außenminister: Wir wollen keinen endlosen Krieg

Wann die Ziele im Krieg mit dem Iran erfüllt sind, wolle Israel mit den US-Partnern abstimmen, sagte Gideon Saar

 10.03.2026

Cyberkrieg

Vom Iran im Netz für tot erklärt

Hackerangriffe gegen Israel nehmen zu und Teheran verbreitet gezielt Falschmeldungen – auch über einzelne Personen

von Sabine Brandes  10.03.2026

Jerusalem

Wadephul macht Solidaritätsbesuch in Israel

Knapp eineinhalb Wochen nach Beginn der Angriffe auf den Iran reist der deutsche Außenminister nach Israel. Während eines Raketenalarms muss er Schutz in einem Bunker suchen

 10.03.2026 Aktualisiert

Nahost

Iran: Neue Raketen auf Israel gefeuert - Sirenen heulen

Die 34. Angriffswelle erfolgt laut Angaben des Mullah-Regimes in Teheran mit präzisionsgelenkten ballistische Raketen

 10.03.2026

Tel Aviv

Zwischen Alltag und Angriffen: So erleben Israelis den Krieg

Mal Espresso, dann wieder Sirenengeheul: Die Menschen versuchen, sich ein Stück Normalität zu bewahren. Eindrücke aus einer Stadt zwischen Alltag und Ausnahmezustand

von Cindy Riechau  10.03.2026

Rettungskräfte am Einschlagsort in Yehud

Nahost

Zweiter Todesfall nach iranischem Streubombenangriff in Yehud

Bürgermeister Greenberg spricht den Familien der Opfer sein Beileid aus

 10.03.2026