Iran

Sportwettbewerbe gegen israelische Gegner bleiben verboten

Der iranische Judo-Weltmeister Saeid Mollaei, der sich bei der WM in Tokio den ideologischen Anweisungen des Regimes widersetzte Foto: imago images/Sportfoto Rudel

Der Iran will nun per Gesetz seinen Sportlern internationale Wettbewerbe gegen israelische Gegner verbieten.

Ein dementsprechender Gesetzentwurf wurde vom iranischen Parlament bewilligt, sagte der Leiter des parlamentarischen Sportausschusses laut der Tageszeitung »Etemad« am Donnerstag.

»Wir haben ideologische Grundsätze und demnach wird das zionistische Regime (Israel) nicht als souveräner Staat anerkannt und dementsprechend wird es gegen die auch keinen sportlichen Wettbewerbe geben«, sagte Mohammed Asisi. Falls dies zu einer Disqualifikationen oder Sperre von iranischen Sportlern und Mannschaften führen sollte, »dann werden wir halt disqualifiziert«, meinte der Abgeordnete.

»PRINZIPIEN« Die ideologischen Prinzipien des Landes seien laut Asisi wichtiger als sportliche Wettbewerbe. Es sei nun die Aufgabe der jeweiligen Sportverbände, dafür zu sorgen, dass es keine Sperren gibt.      

Im Iran hat das Thema in den letzten Jahren immer wieder für heftige Diskussionen und auch Kritik gesorgt. Hintergrund ist das Verbot für iranische Sportler, wegen der politischen Feindschaft mit Israel und aus Solidarität mit Palästina gegen israelische Athleten oder Mannschaften anzutreten.

Deswegen kommt es auch immer wieder zu internationalen Sperren gegen iranische Sportler. Das Sportministerium hatte versucht, einen Ausweg zu finden, der nach dem Beschluss des Parlaments nun wohl vom Tisch ist. dpa

Innovation

Tel Aviv ist Pionier bei Elektrostraßen

Israel startet ein weltweit einzigartiges Pilotprojekt

von Sabine Brandes  22.09.2020

Wirtschaft

Israels Kabinett beschließt Milliardenhilfen

In der Corona-Krise will Jerusalem Unternehmen und Angestellten helfen

 22.09.2020

Israel

Gericht in Israel erlaubt Auslieferung in Fall von Kindesmissbrauch

Australien hatte die Auslieferung der Ex-Schulleiterin gefordert, weil ihr in 74 Fällen sexueller Missbrauch von Mädchen vorgeworfen wird

 21.09.2020

Israel

Krankenhäuser überfüllt

Hospitäler in Jerusalem und Aschdod nehmen keine Corona-Patienten mehr auf

von Sabine Brandes  22.09.2020 Aktualisiert

Terror

Sprengstoff-Anschlag auf Israelis: Lebenslange Haft für Komplizen

Die Urteile können in zweiter Instanz angefochten werden

 21.09.2020

Israel

Neujahr der leisen Töne

Bevölkerung hält sich größtenteils an Bestimmungen während des zweiten Lockdowns

von Sabine Brandes  21.09.2020

Diplomatie

Botschaft von Honduras soll nach Jerusalem

Lateinamerikanisches Land will seine Vertretung von Rischon Lezion in Israels Hauptstadt verlegen

 21.09.2020

Covid-19

Ein bitteres Rosch Haschana

Der zweite nationale Lockdown in Israel beginnt. Präsident Reuven Rivlin ruft die Bevölkerung zu Einigkeit auf

von Sabine Brandes  18.09.2020

Fußball

Alaba-Berater Pini Zahavi: Fordern deutlich weniger Geld als für Lewandowski

Uli Hoeneß: »David Alaba hat einen geldgierigen Piranha als Berater«

 18.09.2020