Nachrichten

Spieler, Wolf, Festnahmen

Gefragtes Talent: Oscar Gloukh (M.) Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Nachrichten

Spieler, Wolf, Festnahmen

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  21.01.2023 17:40 Uhr

Spieler
Medienberichten zufolge ist der Fußballklub Borussia Dortmund an einem israelischen Spieler interessiert: Oscar Gloukh von Maccabi Tel Aviv. Der erst 18-Jährige ist bereits zweifacher israelischer Nationalspieler. In der laufenden Saison trug der Maccabi-Stammspieler in 21 Pflichtbegegnungen zu zwölf Toren bei (sechs Tore, sechs Vorlagen). Angeblich ist Gloukh dafür bekannt, mit erstaunlicher Gelassenheit auf dem Spielfeld zu agieren. Auch technisch sei der 1,70-Meter-Mann hervorragend ausgebildet. Neben Dortmund, so heißt es, hätten allerdings noch andere Klubs ihr Interesse angemeldet. Vor allem bemühe sich auch der FC Barcelona um das israelische Ausnahmetalent.

Raten
Die Verbraucherpreise in Israel sind 2022 um 5,3 Prozent gestiegen. Im Jahr davor waren es lediglich 2,8 Prozent. Vor allem die Kosten für Wohnen, Transport, Kommunikation und Lebensmittel schnellten in die Höhe. Die jährliche Inflationsrate lag im vergangenen Dezember bei 5,3 Prozent und blieb damit den zweiten Monat in Folge auf einem 14-Jahres-Hoch. Das übt weiteren Druck auf die Bank of Israel aus, die Zinsen im Folgemonat erneut anzuheben, um die Preise zu zähmen. Dennoch ist die Inflation in Israel immer noch niedriger als in den meisten anderen Industrieländern. Die Zentralbank hatte Anfang Januar die Zinssätze zum siebten Mal in Folge angehoben, um das Tempo der Inflation zu verlangsamen. Die Zentralbank versucht, sie wieder in den Zielbereich der Regierung von einem bis drei Prozent zu bringen.

Wolf
Ein extrem seltenes Tier ist von einer Bodenkamera in der Wüste Negev aufgenommen worden: ein Wolf mit schneeweißem Fell. Noch außergewöhnlicher ist, dass das Tier kein Albino ist, wie es viele Wölfe mit weißem Fell sind. Doch dieser Vierbeiner hat einen anderen Verlust der Pigmentierung, genannt Leuzismus. Albino-Tiere haben rosa Augen, während die Iris-Pigmentierung von leukistischen Tieren dunkel bleibt. Die Natur- und Parkbehörde gab den genauen Ort, an dem der Wolf abgebildet wurde, nicht bekannt. Sie befürchtet, dass neugierige Zivilisten die Fauna stören könnten.

Festnahmen
Die israelische Polizei hat sechs mutmaßliche Betrüger festgenommen. Die Männer waren im Rahmen eines Auslieferungsverfahrens an die Vereinigten Staaten von Amerika verhaftet worden. Alle waren Manager oder Handelsvertreter bei Yukom Communications in Caesarea, einem Callcenter, das die betrügerischen Websites Bigoption.com und Binarybook.com betrieb. Sie wurden im Februar 2019 von einer US-Grand-Jury angeklagt, weil sie 2014 bis 2017 Tausende von Kleinanlegern durch den betrügerischen Verkauf von binären Optionen um ihr Geld gebracht und dabei 148 Millionen Dollar erbeutet haben sollen. Der einstige Geschäftsführer von Yukom, Lee Elbaz, wurde bereits 2019 von einem Gericht in Maryland zu 22 Jahren Gefängnis verurteilt. Staatsanwalt Avi Kronenberg sagte bezüglich der Festnahmen, es bestehe Fluchtgefahr.

Wasser
Ein israelisches Unternehmen soll in Mexiko eine 5,5 Milliarden Dollar teure Entsalzungsanlage bauen, um den US-Bundesstaat Arizona mit Trinkwasser zu versorgen. Das Unternehmen IDE Technologies stellte den Plan vor, wonach die Anlage im nordmexikanischen Bundesstaat Sonora gebaut und das Wasser dann an Arizona verkauft werden soll. Auch Sonora könne dergestalt mit frischem Nass versorgt werden. Die Firma in Israel steht hinter rund 400 Entsalzungsanlagen in mehr als 40 Ländern, darunter die heimischen Anlagen in Hadera, Aschkelon und Sorek. IDE erhielt zudem kürzlich einen Auftrag zum Bau der ersten Entsalzungsanlage im Norden Israels, die jährlich 100 Millionen Kubikmeter entsalztes Wasser produzieren wird. 2020 erhielt das Unternehmen auch den Zuschlag für die Anlage Sorek 2, die noch in diesem Jahr in Betrieb gehen soll.

Shop
7-Eleven ist in Israel. Die Kette amerikanischer Nachbarschaftsläden hat ihre erste Filiale in Tel Aviv eröffnet. Nach den Vereinigten Arabischen Emiraten ist Israel erst das zweite Land im Nahen Osten, in dem ein 7-Eleven öffnet. Bis Ende 2023 sollen acht Geschäfte in Tel Aviv und bis 2024 landesweit 30 weitere Läden eröffnet werden. Die Eröffnung neben dem Dizengoff Center war von einer langen Kundenschlange geprägt. Der neue Laden ist nicht als koscher zertifiziert, es soll aber auch koschere Filialen geben.

Medien

Berichte: Haaretz-Kolumnist hat mehrere hunderttausend Dollar von Katar erhalten

Die Hintergründe

von Sabine Brandes  14.01.2026

Wirtschaft

Israel hofft auf mehr Touristen

Kriege und Konflikte in der Region haben den Israel-Tourismus einbrechen lassen. Nun hofft das staatliche Tourismusbüro auf steigende Nachfrage. Es wertet aktuelle Zahlen als positiven Trend

 13.01.2026

Verkehr

Eine Stadt tritt auf die Bremse

Im Kampf gegen Staus führt Tel Aviv die 30er-Zone fast im gesamten Stadtgebiet ein

von Sabine Brandes  13.01.2026

Ehemalige Geiseln

»Es war ganz und gar unmenschlich«

David Cunio wusste zwei Jahre lang nicht, ob seine Brüder noch leben. In einem Interview erzählt er jetzt ausführlich über den Horror in Gaza

von Sabine Brandes  13.01.2026

Meinung

Die Hamas muss sich entscheiden: Deal or no deal?

Die Terrororganisation hält sich nicht an das Waffenstillstandsabkommen mit Israel und verzögert so dessen Umsetzung. Der Druck auf die Hamas muss nun unbedingt erhöht werden

von Sarah Cohen-Fantl  13.01.2026

Jerusalem

Ehemalige Geisel warnt: Die Hamas gibt nicht auf

»Sie sind regelrecht besessen von uns – das ist der Sinn ihres Lebens«, sagt Eitan Mor

 13.01.2026

Hintergrund

Hamas will angeblich Verwaltung in Gaza abgeben

Die Terrorgruppe signalisiert Bereitschaft zur Übergabe von zivilen Einrichtungen – doch weigert sich nach wie vor, die Waffen niederzulegen

von Sabine Brandes  12.01.2026

Beerscheba

Plünderer vom Nova-Festival zu Haftstrafen verurteilt

Nach dem Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 gab es viele Beispiele von Mut und Solidarität. Drei Männer dagegen plünderten am Schauplatz des Massakers. Nun gibt es ein Urteil

 12.01.2026

Kommentar

Wir müssen unsere Kinder schützen

In Israel wurde ein 14-jähriger Junge bei Protesten gegen die Wehrpflicht von einem Bus erfasst und getötet. Hier reflektiert ein orthodoxer Rabbiner aus Jerusalem, was sich ändern muss

von Rabbiner Raphael Evers  12.01.2026