Israel

Soldat im Westjordanland erstochen

Israelische Sicherheitskräfte in der Nähe von Gusch Etzion, wo die Leiche des Soldaten gefunden wurde Foto: dpa

Israelische Sicherheitskräfte haben am Donnerstag im Westjordanland die Leiche eines israelischen Soldaten gefunden. Die Leiche des 19-Jährigen habe mehrere Stichverletzungen aufgewiesen, teilte das Militär mit. Der Vorfall habe sich im Bereich Gusch Etzion südlich von Jerusalem ereignet.

In der Nacht habe die Familie den jungen Mann als vermisst gemeldet, berichtete das israelische Fernsehen. Laut Medienberichten gehen die Sicherheitskräfte davon aus, dass es sich um den Anschlag eines Palästinensers handelt. Einsatzkräfte suchten mit Hochdruck nach dem Täter. Möglicherweise habe es mehr als einen Beteiligten gegeben.

Diverse Palästinenserorganisationen lobten den Anschlag, bekannten sich aber nicht dazu. Die im Gazastreifen herrschende Terrororganisation Hamas sprach von »unseren heldenhaften Widerstandskämpfern«. Die Terrororganisation Islamischer Dschihad bezeichnete die Attacke als »heldenhaft« und »kühn«.

opfer Eine Armeesprecherin sagte, bei dem Opfer handele es sich um einen Jeschiwastudenten. Er sei noch am Anfang seines Militärdienstes gewesen und habe zur Tatzeit zivile Kleidung getragen. Medienberichten zufolge war der Großvater des Soldaten im Jahr 2000 bei einem Anschlag getötet worden.

Regierungschef Benjamin Netanjahu sprach nach Angaben seines Büros von einer »brutalen Messerattacke«. Netanjahu sagte: »Die Sicherheitskräfte verfolgen gegenwärtig den verabscheuenswerten Terroristen, um ihn zur Rechenschaft zu ziehen.«  dpa/ja

Nahost

Sa’ar: Israel hat »keine territorialen Ambitionen im Libanon«

Israels rechtsextremer Finanzminister Smotrich hat kürzlich gefordert, Israels neue Grenze im Norden müsse ein Fluss im Libanon sein. Israels Außenminister widerspricht.

 28.04.2026

Diplomatischer Konflikt

Streit um russisches Schiff in Haifa: Ukraine bestellt Israels Botschafter ein

Der ukrainische Außenminister Sybiha beschwert sich über »illegalen Handel mit gestohlenem ukrainischem Getreide«. Sein israelischer Kollege Sa’ar weist dies zurück, kündigt aber eine Prüfung an

 28.04.2026

Jerusalem

Neue Allianz von Lapid und Bennett knapp vor Likud

Trotz des Vorsprungs würde sich an den politischen Machtverhältnissen insgesamt kaum etwas ändern

 28.04.2026

Tel Aviv

Generalstabschef warnt vor Disziplinverlust in der Armee

Eyal Zamir spricht in Zusammenhang mit dem Fehlverhalten einiger Soldaten von einem »offenen Widerspruch zu den Grundsätzen der Streitkräfte«

 28.04.2026

Krieg

IDF greift Hisbollah-Ziele im Libanon an

Die Terror-Miliz hatte zuvor israelische Soldaten angegriffen

 27.04.2026

Berlin

»Ich will mich nicht verstecken«

Ron Dekel wurde angepöbelt, weil er eine Kippa trug. Ein Video davon ging viral, er wurde im Netz beleidigt, man lauerte ihm vor der Synagoge auf. Hier spricht der Präsident der Studierendenunion darüber, was ihm passiert, seitdem er sich sichtbar als Jude zeigt

von Mascha Malburg  27.04.2026

Jerusalem

Israel ernennt ersten Botschafter für Somaliland nach Anerkennung der Region

Einen Botschafter Somalilands in Israel gibt es bereits. Im Januar wurde Mohamed Hagi für den posten ernannt

 27.04.2026

Nord-Israel

Wegen Hisbollah-Angriffen: Beschränkungen im Norden wieder eingeführt

Das Lag-BaOmer-Fest auf dem Berg Meron kann in diesem Jahr nicht in gewohnter Form stattfinden

 27.04.2026

Nahost

Verdrehte Moral

Es ist geradezu atemraubend, mit welcher Inbrunst das Opfer-Täter-Verhältnis hierzulande verkehrt wird, wenn es um Israels Reaktion auf islamistische Terrororganisationen geht

von Jacques Schuster  27.04.2026 Aktualisiert