Bodenoffensive

Sohn und Neffe von Minister sterben in Gaza

General Gadi Eizenkot und seine Familie auf der Beerdigung seines Sohnes. Foto: Flash 90

Es ist das traurigste Chanukka für den ehemaligen Stabschef Gadi Eizenkot, der derzeitig Mitglied des Kriegskabinetts in Jerusalem ist. Am Donnerstag, dem ersten Tag von Chanukka, starb sein Sohn Gal Meir Eizenkot bei Kämpfen im Gaza. Zwei Tage später, als das dritte Licht gezündet wurde, fiel auch sein Neffe, Maor Meir Cohen, der Sohn seiner Schwester Sharon. Maor und Gal wurden beide nach ihrem Großvater Meir benannt.

Gal, der 25-jährige Sohn des Ministers, war bei einer Schlacht in Jabaliya im nördlichen Gazastreifen schwer verletzt worden und erlag seinen Verletzungen im Krankenhaus. Er diente als Reservist im Bataillon 699. Zum Zeitpunkt der Ankündigung befand sich Gadi Eizenkot auf einem Besuch des Südkommandos mit Minister Benny Gantz. Während des Treffens erhielt er die herzzerreißende Nachricht.

Tausende von Trauergästen auf dem Militärfriedhof

Tausende von Trauergästen versammelen sich am Freitag auf dem Militärfriedhof der Stadt Herzliya, um sich von Gal zu verabschieden. Unter den Trauergästen waren neben Familienangehörigen und Freunden auch Eizenkots Parteikollege im Bündnis »Nationale Einheit«, Benny Gantz sowie Präsident Isaac Herzog, Premierminister Benjamin Netanjahu und viele andere politische Wegbegleiter.

In seiner tränenreichen Abschiedsrede sagte sein Vater an seinen Sohn gerichtet: »Unser liebster Galush, Deine Mutter und ich sind mit einer ganzen Schar von Menschen hier, um Dir die letzte Ehre zu erweisen.« Er versprach ihm, dass die Familie »für immer glücklich und geeint bleiben wird«.

»Der Staat Israel wird stark, fortschrittlich und gerecht bleiben, wie Du es Dir immer gewünscht hast.«

minister gadi eizenkot

Eizenkot erinnerte mit seiner Ansprache auch an den schicksalhaften Tag des 7. Oktobers, als Hamas-Terroristen das schlimmste Massaker in der Geschichte des Staates anrichteten, und beschrieb, wie sich sein Sohn auf den Kampf vorbereitete. Der Minister brachte seinen Glauben an die Gerechtigkeit des Gaza-Krieges und die Notwendigkeit zum Ausdruck, die Terrororganisation Hamas zu besiegen.

»Der Staat Israel wird stark, fortschrittlich und gerecht bleiben, wie Du es Dir immer gewünscht hast«, fuhr Eizenkot fort und schwor, Gals Erbe hochzuhalten und sicherzustellen, »dass sein Opfer und das aller anderen Soldaten, dass sie zum Wohle Israels erbracht haben, nicht umsonst sein wird«.

Nur zwei Tage darauf der nächste Schicksalsschlag für die Eizenkot-Familie: Der erst 19-jährige Maor Meir, der in seinem regulären Militärdienst diente, fiel ebenfalls in Gaza. Zusammen mit Eizenkot, der im 12. Bataillon der Golani-Brigade diente und aus Eilat stammte, wurden drei weitere Soldaten in Kämpfen in Khan Younis getötet: Liav Atiya (25) aus Beerschewa, Omri Ben Shachar (25) aus Givatayim und Jonathan Dean Jr. Haim (25) aus Ramat Gan.

Mehr als 2000 Sicherheitskräfte arbeitsunfähig

Außerdem erlag der 20-jährige Soldat Haim Meir Edan aus Rehovot am Samstag seinen Verletzungen, nachdem er am 7. Oktober schwer verwundet worden war. Die Zahl der Todesopfer israelischer Soldaten während der Bodenoperation in Gaza liegt nun bei 97. Darüber hinaus gab die IDF bekannt, dass am Wochenende 13 weitere Soldaten bei Kämpfen im Gazastreifen und zwei weitere durch eine von der Hisbollah auf Nordisrael abgefeuerte Panzerabwehrrakete schwer verletzt wurden.

Täglich verliere die IDF im Durchschnitt etwa 60 Soldaten durch Verletzungen unterschiedlichen Ausmaßes. Seit dem 7. Oktober wurden über 2.000 Soldaten, Polizisten und andere Sicherheitskräfte aufgrund ihres Dienstes für arbeitsunfähig erklärt. »So etwas haben wir noch nie erlebt«, erklärte Limor Luria, die Leiterin der Rehabilitierungs-Abteilung im Verteidigungsministerium, in einem Interview.

»Mehr als 50 Prozent der Verwundeten, die wir aufnehmen, haben schwere Verletzungen an Händen und Füßen, darunter solche, die Amputationen erfordern. Zwölf Prozent der Soldaten kommen mit inneren Verletzungen sowie Verwundungen an Kopf und Augen aus den Kämpfen in Gaza. Etwa sieben Prozent seien darüber hinaus schwer traumatisiert.

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