Die italienische Fluggesellschaft ITA Airways hat am Wochenende angekündigt, ihre Nachtflüge nach Israel bis einschließlich Dienstag auszusetzen. Als Begründung nannte die Airline die gestiegenen Sicherheitsrisiken im Nahen Osten. Damit reihen sich die ITA Airways in eine Reihe europäischer Fluglinien ein, die in den vergangenen Tagen ihre Verbindungen zum Ben-Gurion-Flughafen reduziert oder temporär eingestellt haben.
Zuvor hatte bereits die niederländische KLM angekündigt, ihre Flüge nach Tel Aviv zeitweilig zu streichen. Die Linie betreibt eine tägliche Strecke zwischen Tel Aviv und Amsterdam.
Auch die Lufthansa Group hatte vor rund anderthalb Wochen reagiert und nur noch Tagesflüge angeboten. Passagiere der Nachtflüge wurden entsprechend umgebucht. Diese Maßnahme wurde nun bis zum 31. Januar verlängert, wie Lufthansa-Pressesprecher Michael Lamberty gegenüber der Jüdischen Allgemeinen bestätigte. Dies hat ihm zufolge mit der »allgemeinen Sicherheitslage« zu tun.
Größere Einschränkungen betreffen das Flugziel Teheran. Die Lufthansa Group bietet generell lediglich mit den Marken Lufthansa und Austrian entsprechende Flüge an. Während die Teheran-Flüge von Lufthansa bis zum 28. März entfallen, ist dies bei Austrian zunächst nur bis zum 16. Februar der Fall.
Die israelischen Flughäfen arbeiten nach Angaben der zuständigen Behörde Israel Airports Authority weiterhin normal, wie israelische Medien berichteten. Sollte sich die Lage verändern, werde die Behörde eine entsprechende öffentliche Mitteilung veröffentlichen, hieß es.
Ein Angriff der USA auf den Iran wird weiterhin nicht ausgeschlossen. In dem Konflikt geht es um das iranische Atomprogramm sowie das Vorgehen der sogenannten Sicherheitskräfte im Iran gegen Bürger, die gegen das Regime demonstrieren. Berichten zufolge sollen über 30.000 Menschen getötet worden sein. Ein Flugzeugträger und weitere Kriegsschiffe der Amerikaner sind auf dem Weg in die Region. Es wird befürchtet, dass ein solcher Krieg Implikationen für Israel hätte. im