Jerusalem

»Seltene Gelegenheit für Frieden«

Mit einem Konvoi aus neun Helikoptern wurde der amerikanische Präsident Donald Trump vom Ben-Gurion-Flughafen am Nachmittag nach Jerusalem geflogen, wo er seinen offiziellen Besuch in Israel begann. Zuvor sprach er, ohne konkret zu werden, von einer seltenen Gelegenheit für Sicherheit und Frieden in der Region.

In der Residenz von Präsident Reuven Rivlin lobte Trump Israel in den höchsten Tönen: »Es ist ein faszinierendes Land. Was Sie erreicht haben, hat praktisch vorher noch nie jemand erreicht.« Er fuhr fort: »Es gibt ein starkes Verlangen nach Frieden in Nahost, die Menschen haben einfach genug vom Blutvergießen und vom Töten.«

gewalt Trump beschuldigte den Iran, Gewalt zu fördern, und erläuterte, dies habe andere Teile des Nahen Ostens näher an Israel gerückt. Der israelische Staatspräsident Reuven Rivlin machte in seiner Ansprache deutlich: »Wir haben auf Frieden gewartet und dafür gebetet. Und hoffen, dass jemand ihn bringt.«

Trump hat am späteren Nachmittag – als erster amtierender US-Präsident – gemeinsam mit Tochter Ivanka und Schwiegersohn Jared Kushner die Kotel besucht.

sicherheit Der Präsident wird im King David Hotel in Jerusalem übernachten, das derzeit eher einer Festung denn einer Luxusherberge gleicht. Überall patrouillieren Sicherheitskräfte.

Micky Rosenfeld, Sprecher der israelischen Polizei, erklärt zu den Sicherheitsvorkehrungen in Jerusalem: »Es gilt die höchste Sicherheitsstufe für einen Besuch. Jeden Tag sind 5000 Polizisten im Einsatz. Hinzu kommen Anti-Terroreinheiten und Undercover-Agenten. Besonders der Besuch in der Altstadt, der Kotel und der Grabeskirche wird gesichert, denn das ist natürlich eine höchst sensible Gegend.«

Israel

Jesus-Statue beschädigt: 30 Tage Haft für israelische Soldaten

Mit einem Hammer attackierte ein Soldat die christliche Heilsfigur im Libanon. Jetzt hat ein Militärgericht den Mann und seinen Kameraden verurteilt

 21.04.2026

Nachrichten

Schule, Posten, Verschwörung

Meldungen aus Israel

von Sabine Brandes  21.04.2026

Landwirtschaft

Von Staub zu Öl

Im Kibbuz Sde Boker wird Bio-Olivenöl produziert. Das Projekt interpretiert die alte zionistische Idee neu, die Wüste zum Blühen zu bringen

von Sabine Brandes  21.04.2026

Gesellschaft

»Ich lasse das nicht in mein Leben«

Yuval Amshalem zieht der Liebe wegen nach Berlin. Bei der Online-Wohnungssuche sah der 24-Jährige sich mit einem antisemitischen Shitstorm konfrontiert, auf den der AI-Experte entspannt reagiert. Ein Gespräch über Ziele im Leben

von Sophie Albers Ben Chamo  21.04.2026

Musik

Vom Kinderzimmer in Cholon in die US-Charts

Die israelische Band Temper City nimmt mit ihrem Song »Self Aware« einen weltweiten Hit auf

von Sabine Brandes  21.04.2026

Warschau/Jerusalem

Polen und Israel streiten über Vorwürfe von Kriegsverbrechen

Der Warschauer Außenminister Sikorski sagt, IDF-Soldaten räumten selbst Kriegsverbrechen ein. Sein israelischer Kollege Sa’ar spricht von »haltlosen und verleumderischen Aussagen«

von Admin  21.04.2026

Jom Hasikaron

Israel begeht Gedenktag für Gefallene – Appelle an Einheit und Hoffnung

»Diese Kriegsgeneration verdient es, vom Tag danach zu träumen. Sie verdient ein Lied der Hoffnung«, sagt Präsident Isaac Herzog

 21.04.2026

Jom Hasikaron

So viele Verluste

Mein Vater floh vor der Schoa, wurde beinahe in seinem Kibbuz ermordet und starb als Flüchtling im eigenen Land. Der Gedenktag wird dieses Jahr für mich besonders schmerzhaft sein

von Eshkar Eldan Cohen  20.04.2026

Jom Hasikaron

Wenn Hunde heilen

Ein Projekt in Israel bringt Soldaten und traumatisierte Überlebende mit jungen Hunden zusammen – und schafft stille Rettungsräume im Alltag. Eine Begegnung im Yarkon-Park in Tel Aviv

von Sabine Brandes  20.04.2026