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Schokolade, Seife, Fauda

Schokolade wird zum Luxus. Foto: Flash 90

Schokolade
Schokolade war in Israel schon immer ein teures Vergnügen – doch in den vergangenen zwei Jahren sind die Preise regelrecht explodiert. Inzwischen summiert sich der Anstieg auf rund 50 Prozent. Nach den vom Lebensmittelhersteller Strauss kurz vor Kriegsbeginn angekündigten Preiserhöhungen, die Anfang Juli in Kraft getreten sind, müssen die Israelis für die Tafel Schokolade mit der gefleckten Kuh nun nochmals 16 Prozent mehr bezahlen. Als Grund für die Teuerung wird vor allem der Preisanstieg bei Rohstoffen genannt. Kakao ist innerhalb von 24 Monaten um 167 Prozent teurer geworden. Im April und Dezember 2024 hatte der Preis für eine Tonne mit 12.646 Dollar seinen Höhepunkt erreicht – fast das Sechsfache des Preises von vor fünf Jahren. Aktuell liegt er bei 9800 Dollar. Das sieht zwar wie ein Rückgang aus, doch zwischen 2016 und 2023 lagen die Kakaopreise noch zwischen 2000 und 3600 Dollar.

Seife
Aus für Sabon? Der in Israel gegründete Produzent natürlicher Körperpflegeprodukte, der zum französischen Kosmetikriesen Yves Rocher gehört, plant bis Juni 2026 die Schließung seiner Produktion in Kiryat Gat, das Vertriebszentrum soll schon im Oktober geschlossen werden. 270 Arbeitsplätze sind gefährdet. Allerdings laufen derzeit Verhandlungen mit potenziellen Käufern. »Die Veränderungen in der Geschäftstätigkeit in Israel ergeben sich daraus, dass Sabon derzeit zwei Produktionszentren betreibt, eines in Israel und eines in Frankreich, die unterschiedlichen Abläufen folgen«, heißt es vonseiten der Geschäftsleitung. Das habe zu Redundanzen und Komplikationen geführt. Sabon befände sich auch in Verhandlungen mit der israelischen Golf-Gruppe, die eventuell das Online- und Einzelhandelsgeschäft übernehmen will.

Fauda
Daniella Gilboa, Agam Berger, Karina Ariev, Liri Albag und Naama Levy, die fünf Späherinnen der israelischen Armee, die am 7. Oktober von Terroristen aus ihrer Militärbasis in Nir Oz nach Gaza verschleppt und Anfang des Jahres freigelassen wurden, haben das Set des Strea­minghits Fauda besucht. Es ist die fünfte Staffel der Serie über eine Undercover-Einheit israelischer Agenten, die nach dem 7. Oktober neu konzipiert werden musste. Co-Creator Avi Issacharoff teilte online ein Foto. »Ein bewegender Besuch von Heldinnen, die aus der Hölle zurückgekehrt sind«, fügte Schauspieler Lior Raz hinzu. »Wir dürfen die restlichen Geiseln, die noch in Gaza gefangen sind, nicht vergessen. Wir müssen alles tun, um sie zu befreien.«

Soldaten
Am Montag sind fünf israelische Soldaten bei einem Bombenanschlag im Norden Gazas getötet worden. Es handelt sich um die Feldwebel Meir Shimon Amar (20), Moshe Nissim Frech (20), Noam Aharon Musgadian (20), Moshe Shmuel Noll (21) und Oberfeldwebel Benyamin Asulin (28). Amar, Frech, Musgadian und Noll dienten im Netzah-Yehuda-Bataillon, Asulin in der Nordbrigade. Netzah Yehuda besteht vor allem aus ultraorthodoxen Soldaten, die 1999 gegründete Einheit war die erste ihrer Art. Terroristen hatten die Bombe am Straßenrand platziert. Beim Versuch, die Verletzten zu bergen, wurden weitere Soldaten beschossen. Von den 14 Verwundeten sind zwei in kritischem Zustand.

Zusammenarbeit
Eine Studie des Konrad-Adenauer-Programms für jüdisch-arabische Zusammenarbeit an der Universität Tel Aviv zeigt, dass die große Mehrheit (73,2 Prozent) der arabischen Bürger anders als früher die Beteiligung einer arabischen Partei an einer neuen Regierung befürwortet. Auch werde mit einer steigenden Wahlbeteiligung arabischer Wähler gerechnet. 41,8 Prozent wären für eine Regierungsbeteiligung. Die Mehrheit der arabischen Bevölkerung (66 Prozent) glaube an die politische Zusammenarbeit zwischen Arabern und Juden in Israel, doch nur 40,2 Prozent sind überzeugt, dass die Mehrheit der jüdischen Bevölkerung dies unterstütze.

Stadt
Verteidigungsminister Israel Katz hat die Planung einer »Humanitären Stadt« für 600.000 Palästinenser in Rafah, im Süden Gazas, angeordnet, um die Macht der Hamas über die Bevölkerung des abgeriegelten Küstengebiets zu schwächen, zitieren Medien den Minister. Die »Stadt« solle während der 60-tägigen Feuerpause entstehen, über die derzeit in Katar verhandelt wird, von »internationalen Partnern« verwaltet und das Umfeld vom Militär gesichert werden. Die Menschen, die sich dorthin begeben, würden einer Sicherheitsüberprüfung unterzogen, um zu verhindern, dass sich Hamas-Kader unter sie mischen. Wer die Einrichtung verlasse, verwirke sein Recht, dort wieder eingelassen zu werden.

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