Internet

Schoa-Archiv digital

Bilder auf der Yad-Vashem-Website Foto: screenshoot

Die größte Sammlung an Dokumenten zum Holocaust wird künftig im Internet zugänglich sein. Um das möglich zu machen, arbeitet die Holocaust-Gedenkstätte in Jerusalem nun mit dem Internetgiganten Google zusammen. Als erste Aktion wurden bereits rund 130.000 Bilder in originaler Auflösung ins weltweite Netz gestellt. Nach und nach sollen weitere Texte und Fotos folgen.

Seinen Anfang nahm das Projekt vor drei Jahren im israelischen Hauptquartier von Google in Tel Aviv. Dort sollen die Angestellten 20 Prozent ihrer Arbeitszeit für Projekte verwenden, die sie für nützlich halten. So kam die Idee auf, ein Team mit Yad Vashem zu bilden. Für die Digitalisierung benutzte Google eine neue Technologie zur optischen Zeichenerkennung, damit Fotos und Texte in den Dokumenten in verschiedenen Sprachen gesucht und auch gefunden werden können.

Dokumente Das Archiv von Yad Vashem hat sich der Dokumentation, Recherche und dem Andenken sowie der Bildung über den Holocaust verschrieben. Obwohl bereits viele Dokumente durch die eigene Webseite für die breite Öffentlichkeit einsehbar sind, bietet das Projekt die wesentliche Vereinfachung der Zugänglichkeit und auch Neues: Ab sofort können Nutzer mit einem Stichwort genauso suchen, wie sie es von Google gewohnt sind. Zudem ist die Einrichtung besonderer Features geplant, die ähnlich denen in sozialen Netzwerken wie Facebook funktionieren. Hier werden die Menschen die Möglichkeit haben, Kommentare, Geschichten oder Dokumente zu ihren eigenen Geschichten oder denen ihrer Familien hinzuzufügen.

»Es mögen dann vielleicht auch antisemitische Kommentare dabei sein«, so der Vorsitzende von Yad Vashem, Avner Shalev, »doch die Vorteile, die dadurch zukünftigen Generationen gegeben werden, die et-was über ihre Vorfahren erfahren wollen, überwiegen das Risiko um ein Mehrfaches«. Es sei Teil der Vision, das Wissen von Yad Vashem mit modernster Technologie zu verbinden und es so an junge Menschen weiterzugeben. Der nächste Schritt soll die Digitalisierung der Zeugenberichte von Schoa-Überlebenden sein.

Wien

Israel zieht ins Finale des ESC ein

Noam Bettan überzeugt mit seinem Lied »Michelle« Jury und Publikum

von Martin Krauß  12.05.2026

Jerusalem

NGO Monitor: Gerald Steinberg gibt Leitung ab

Der amerikanisch-israelische Politikwissenschaftler gründete die Organisation vor einem Vierteljahrhundert. Olga Deutsch übernimmt 2027 die Leitung

 12.05.2026

Jerusalem

Minister Chikli verweigert YouTuber Tyler Oliveira Einreise nach Israel

Das israelische Ministerium für den Kampf gegen Antisemitismus erklärt, der Amerikaner habe »hetzerische Aussagen gegen Juden« verbreitet

 12.05.2026

Massaker vom 7. Oktober

Die Hamas nutzte sexuellen Terror gezielt als Waffe

Tausende unerträgliche Videos, Fotos und Zeugenaussagen: Ein neuer Bericht der Zivilkommission zeigt, wie systematisch die Terroristen Familien erniedrigen und zerstören wollten

von Sabine Brandes  12.05.2026

Hamas-Massaker

Ex-Geisel Rom Braslavski: »Schämt Euch«!

Nachdem Premier Netanjahu seine Schuld erneut relativiert, macht der junge Mann in der Knesset seinem Unmut Luft

von Sabine Brandes  12.05.2026

Jerusalem

Knesset beschließt Sondertribunal für Hamas-Terroristen

Das Sondergericht soll sich mit den Verfahren gegen rund 300 am 7. Oktober festgenommene palästinensische Terroristen befassen

 12.05.2026

Essay

Warum ich Zionist bin

Heute ist Zionismus für viele ein Schimpfwort und gleichbedeutend mit Rassismus. Da muss eine Verwechslung vorliegen. Antizionismus ist Rassismus. Der Zionismus ist die selbstverständlichste Antwort auf zweitausend Jahre Verfolgung, Vertreibung und Völkermord

von Mathias Döpfner  12.05.2026

Israel

Luftfahrtbehörde: US-Militärflugzeuge blockieren Betrieb in Tel Aviv

US-Militärflugzeuge sorgen laut Israels Luftfahrtbehörde für Engpässe am internationalen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv. Welche Folgen das für Reisende und Flugpreise haben könnte

 11.05.2026

Brüssel

EU beschließt Sanktionen gegen Israel

Die Europäische Union hat eine politische Einigung für Strafmaßnahmen gegen israelische Siedler erzielt

von Michael Thaidigsmann  11.05.2026 Aktualisiert