Israel

Schin Bet verhaftet drei mutmaßliche Iran-Spione

Foto: picture alliance / Bildagentur-online

Drei Israelis sind vom Schin Bet verhaftet worden, weil sie im Auftrag iranischer Geheimdienste sicherheitsgefährdende Aktionen in Israel durchgeführt haben sollen. Das berichtet die »Times of Israel«.

Einer der Verdächtigen, Elimelech Stern, ein 21-jähriger aus Beit Shemesh, soll über die Telegram-App mit einem Nutzerprofil namens »Anna Elena« in Kontakt gestanden haben. Über dieses Profil erhielt Stern Anweisungen, verschiedene Aufgaben auszuführen, wie etwa das Anbringen von Schildern in Tel Aviv, das Verstecken von Geld an verschiedenen Orten in Jerusalem und Tel Aviv sowie das Abliefern von Paketen, die den abgetrennten Kopf eines Tieres oder eine Puppe mit einem Messer und einer Drohbotschaft enthielten, vor den Haustüren israelischer Bürger. Weitere Aufträge umfassten das Anzünden eines Waldes und mehr.

Den Ermittlern zufolge stimmte Stern zu, die meisten dieser Aktivitäten auszuführen, lehnte jedoch Mord und Brandstiftung ab. Der Schin Bet teilte mit, dass Stern in Kryptowährung bezahlt wurde und zwei weitere Israelis rekrutierte, um ihm bei den Aufgaben zu helfen.

»Der Kontakt zu israelischen Bürgern über soziale Netzwerke unter falscher Identität ist eine bekannte Methode der iranischen Geheimdienste«, erklärte der Schin Bet.

Im letzten Jahr wurden zwei Israelis von Spionagevorwürfen für den Iran freigesprochen, während ein dritter in einem damit zusammenhängenden Fall verurteilt wurde. Diese Fälle betrafen Personen mit persönlichen oder familiären Verbindungen zur Islamischen Republik. ja

Kommentar

Wenn Chuzpe Leben rettet

Die bemerkenswerte Abwesenheit von Scham, Vorsicht und Selbstzweifel ist eine israelische Eigenart. Im Fall des Flydubai-Fluges half sie, eine Katastrophe zu verhindern

von Sabine Brandes  07.10.2026

Kfar Aza

»Die Angst steckt noch immer im Rucksack«

Shachar Tzuk überlebte das Hamas-Massaker. Drei Jahre später hat sie ein Zuhause, eine Verlobte und ein neues Leben – aber noch immer eine gepackte Fluchttasche

von Sabine Brandes  07.10.2026

Terror

Flydubai-Copilot wollte offenbar Tel Aviver Flughafen treffen

Was war das Ziel des mutmaßlichen Angreifers beim Flydubai-Flug nach Tel Aviv? Die Ermittlungen dazu laufen noch, doch immer mehr Informationen sickern an die Öffentlichkeit

 07.10.2026

Libanon

Hisbollah bezeichnet Hamas-Massaker als »Akt des Widerstandes«

Die Hisbollah hält am dritten Jahrestag an ihrer Rechtfertigung des Angriffs vom 7. Oktober 2023 fest. Seitdem haben die Kämpfe auch im Libanon Tausende Menschen das Leben gekostet

 07.10.2026

Krieg

Israels Armee hat seit Hamas-Massakern 100.000 Ziele angegriffen

Vor drei Jahren ermordeten Hamas-Terroristen rund 1.200 Menschen in Israel. Der Überfall löste den Gaza-Krieg aus. Israel hat seither Zehntausende Ziele in der Region angegriffen

 07.10.2026

Jahrestag der Massaker

Israel gedenkt der Opfer des 7. Oktober

Drei Jahre nach den blutigen Massakern im Süden Israels gedenkt das Land der Opfer. Präsident Herzog findet berührende Worte. Am Abend sollen Zehntausende in Tel Aviv zusammenkommen

 07.10.2026 Aktualisiert

TV-Tipp

Zwischen Terror und Trauma

Eine Reportage von Jan Philipp Burgard auf WELT TV zeigt Israel und seine Menschen drei Jahre nach dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023

von Detlef David Kauschke  07.10.2026

Westjordanland

Schin-Bet-Chef streitet mit Rechtsradikalen

David Zini fordert von Ministerin Orit Strock eine klare Verurteilung jüdischer Siedlergewalt – und droht mit der Rückkehr zur Verwaltungshaft

von Sabine Brandes  06.10.2026

Jahrestag

Israel warnt vor Angriffen auf Juden am 7. Oktober

Am 7. Oktober jährt sich das Massaker von Hamas-Terroristen in Israel. Bei dem Überfall 2023 wurden rund 1.200 Menschen getötet. Israel warnt nun Israelis im Ausland und Juden weltweit vor Angriffen

 06.10.2026