Israel-Jordanien

Säule der Stabilität

Bewiesen Mut: König Hussein (l.) und Yitzhak Rabin Foto: GPO

Es war vor genau 20 Jahren, als Tausende bunter Luftballons in die Höhe schwebten und die karge Wüste Arawa in ein farbenfrohes Licht tauchten. Und es gab jeden Grund zur Freude. An jenem 26. Oktober im Jahr 1994 schlossen Israel und Jordanien Frieden.

Der damalige Ministerpräsident Yitzhak Rabin und König Hussein schrieben Geschichte und bewiesen den Mut, das Kriegsbeil zu begraben. Das Abkommen umfasste wichtige Vereinbarungen zwischen den Ländern in den Bereichen Sicherheit, Diplomatie, Handel, Tourismus und Wasser. Beide Länder haben heute eine Botschaft im jeweils anderen Land.

In den zwei Jahrzehnten musste die Vereinbarung schwere Herausforderungen bestehen, doch auch heute noch ist sie »eine Säule der Sicherheit und Stabilität«, wie US-Botschafter Dan Schapiro bei der Veranstaltung zum 20. Jahrestag in Tel Aviv betonte.

Status quo
Der Vertreter des Haschemitischen Königreiches in Israel, Walid Obeidat, warnte jedoch auch, dass der Frieden durch den ständigen Ausbau von jüdischen Siedlungen im Westjordanland und eine Änderung des fragilen Status quo auf dem Tempelberg in Gefahr geraten könnte. Jordaniens spezielle Rolle in der Verwaltung der heiligen Stätten in Jerusalem ist im Friedensvertrag festgeschrieben. Doch Premier Benjamin Netanjahu versicherte, er wolle nichts am Status quo der muslimischen Heiligtümer ändern.

Auch Verteidigungsminister Mosche Yaalon (Likud) betonte die Bedeutung des Abkommens: »Vor allem jetzt, in einer Zeit, in der wir mit immer mehr Änderungen und Revolutionen konfrontiert werden, bringt uns dieser Vertrag Stabilität und ruhige Grenzen.«

Und obwohl es auch nach zwei Jahrzehnten nicht der warme Frieden ist, den man sich zwischen zwei Nachbarländern wünschen würde, so ist er dennoch nicht minder bedeutsam. »Schließen Sie einfach die Augen und stellen sich vor, wie unsere Region heute ohne den Vertag aussähe«, forderte Schapiro die Gäste auf. »Erst dann wird klar, was für ein großes Geschenk uns die beiden Staatsmänner damit gemacht haben.«

Washington/Tel Aviv/Gaza

US-Ermittler untersuchen Spendenkampagnen mit möglichen Verbindungen zu Terrorgruppen

Hunderttausende Euro sollen an die Hamas und den Palästinensischen Islamischen Dschihad weitergegeben worden sein

 14.08.2026

Österreich

Vermisste Israelinnen in Wien: Polizei stellt Suche ein

Europol hat die Ermittlungen im Fall der in Wien vermissten Israelinnen übernommen. Auch der Mossad soll vor Ort sein. Es wird davon ausgegangen, dass Mutter und Tochter nicht mehr in der Stadt sind

 14.08.2026

Nahost

Benjamin Netanjahu auf Gegenkurs

Israels Premier weist Donald Trumps Gaza-Plan zurück

von Sophie Albers Ben Chamo  14.08.2026

Israel

Die Stimme, der man traut: Oren Nahari ist tot

Mit nur 70 Jahren ist der beliebte Journalist Oren Nahari gestorben. Wenige Tage nach seiner letzten Radiosendung

 13.08.2026

Wien

Vermisste Israelinnen: Gerüchte sorgen für Aktiensturz

Im Fall der vermissten Mutter und Tochter in Österreich haben Gerüchte in den sozialen Medien zu einem Kurssturz bei der israelischen Bank geführt, bei der eine der Frauen arbeitet

 13.08.2026

Nahost

Ex-Botschafter Seibert fordert »klare europäische Position« zu Israel

Bis vor kurzem war er das Gesicht deutscher Diplomatie in Israel: Steffen Seibert. In einem Interview äußert er sich zu Grenzen der Staatsräson, Siedlungen, dem Terror der Hamas und gegen Boykotte

 13.08.2026

Militär

Gefährlicher Schwarm

Experte Danny Orbach über neue Technologie in der Kriegsführung, Herausforderungen beim Zivilschutz und den Drohnenfund in Leipzig

von Sabine Brandes  13.08.2026

Nachrichten

Warnung, Netzwerke, Jahrzeit

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  13.08.2026

Washington D.C./Jerusalem

USA weisen Katz wegen Aussagen zu israelischer Präsenz im Südlibanon zurecht

Der israelische Verteidigungsminister hatte angekündigt, die Armee werde auf absehbare Zeit im Südlibanon bleiben

 13.08.2026