Konzerte

Rückkehr ausländischer Künstler auf israelische Bühnen

Der französische Pianist Richard Clayderman Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com

Seit den Massakern der Hamas am 7. Oktober 2023 sind nur wenige internationale Stars in Israel aufgetreten. Dies hatte mit den durch den Terrorangriff ausgelösten Kriegen in Gaza, dem Libanon sowie mit dem Terrorsponsor Iran zu tun, die zu einer problematischen Sicherheitslage führten. Auch Sekundärfolgen der Kriege, vor allem beim Flugverkehr, führten dazu, dass Israel gerade auch von Musikern aus dem Ausland gemieden wurde.

Nun ändert sich dies. Drei Konzerte, die im Oktober, November und Januar vorgesehen sind, läuten offenbar die Trendwende ein. Allen drei ausländischen Stars, die bald in Israel auftreten, wird von Kritikern Kitsch vorgeworfen. Ihre große Fangemeinde stört dies offensichtlich nicht.

Am 28. Oktober 2026 tritt der russische Popsänger Waleri Schotajewitsch Meladse in Caesarea auf. Da er die russische Führung öffentlich aufforderte, ihren Eroberungskrieg gegen die Ukraine zu beenden, wurde Meladse in seiner Heimat mit einem Auftrittsverbot belegt. Gerade Israelis russischer Herkunft könnten das Amphitheater von Caesarea bevölkern, wenn der 61-jährige Musiker dort auftritt.

Lesen Sie auch

Am 21. und 22. November soll der Pianist Richard Clayderman Konzerte in Tel Aviv und Kiryat Haim geben. Der 72-jährige Franzose ist unter anderem für instrumentale Interpretationen von Pop-Songs und Filmmusik bekannt. Auch spielt er in die Sparte Easy Listening gehörende Versionen von Werken der Klassischen Musik. Die »Ballade pour Adeline« dürfte der größte Hit Claydermans sein. Im Laufe seiner bisherigen Karriere verkaufte er 70 Millionen Alben.

Der 90-jährige Engelbert Humperdinck, der mit bürgerlichem Namen Arnold George Dorsey heißt, kommt auf seiner Abschiedstour mit dem Titel »The Last Waltz« in Israel vorbei. Vorgesehen sind zwei Konzerte in der Charles Bronfman Hall of Culture in Tel Aviv, am 25. und 26. Januar 2027.

Dorseys Karriere begann in den 50ern. Im Jahr 1965 nahm er den Namen des deutschen Komponisten Humperdinck als Künstlernamen an. Mit »After the Lovin’« und »This Moment in Time« lieferte er in den 70er Jahren große Hits.

Welche ausländischen Musiker als nächstes nach Israel zurückkommen, bleibt abzuwarten. im

Tickets für alle fünf Konzerte dieser drei ausländischen Stars sind hier verfügbar.

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  10.09.2026

Deutschland

Schoa-Überlebende und Antisemitismusbeauftragte rechnen mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels und Maha El Hissy ab

Die Hintergründe

 09.09.2026 Aktualisiert

Kommentar

Warum der Börsenverein des Deutschen Buchhandels nie wieder »Nie wieder!« sagen sollte

Wer Antisemitismus nur dort bekämpft, wo es bequem ist, bekämpft ihn nicht – und wer wie im Fall Maha El Hissy konkrete Vorwürfe nicht ernsthaft prüfen will, sollte aufhören, zu erklären, wie ernst er diesen Kampf nimmt

von Andreas Büttner  09.09.2026 Aktualisiert

Verteidigung

Nach Deal über VW-Werk: Israelische Rüstungsunternehmen wollen noch mehr in Deutschland investieren

Rafael und Elbit wollen die deutsch-israelische Zusammenarbeit bei der Produktion von Abwehrraketen und anderem Militärgerät erheblich ausweiten. Covenant will in Sachsen Marschflugkörper produzieren

 09.09.2026

Nachrichten

Basketball, Ärzte, Straßenbahn

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  09.09.2026

Mascha Malburg und Joshua Schultheis

In eigener Sache

Mascha Malburg und Joshua Schultheis werden mit dem Georg-Stefan-Troller-Preis ausgezeichnet

Die Redakteurin der Jüdischen Allgemeinen und der freie Mitarbeiter erhalten die Auszeichnung für ihre Interviewreihe mit Juden aus Deutschland

 09.09.2026

Tourismus

Chinesische Influencer für Israel

Vor dem Krieg reisten jährlich rund 150.000 Besucher aus dem Reich der Mitte in den jüdischen Staat. Die Regierung versucht nun, diese Zielgruppe zurückzugewinnen

von Sabine Brandes  09.09.2026

26. Knesset

Die Unentschiedenen könnten die Wahl entscheiden

38 Parteien treten zur Knesset-Wahl an. Umfragen zufolge herrscht zwischen den Blöcken um Premier Netanjahu und der Opposition ein enges Patt

von Sabine Brandes  09.09.2026

Taglit

Emotionales Bootcamp mit Lior Raz

Israels Superstar kam kurz vor dem Start der fünften »Fauda«-Staffel nach Berlin, um sich für »Birthright« starkzumachen. Und für einen optimistischeren jüdischen Staat

von Sophie Albers Ben Chamo  09.09.2026