Ukraine

Regierungschef Netanjahu besucht Kiew

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu Foto: dpa

Seit 20 Jahren hat kein israelischer Regierungschef die Ukraine besucht – nun kämpft Benjamin Netanjahu mit einer Visite vor der israelischen Parlamentswahl auch um die Stimmen ukrainischstämmiger Israelis.

»Wir haben Hunderttausende israelische Bürger aus der Ukraine, die eine lebendige Brücke zwischen unseren beiden Ländern bilden«, hatte Netanjahu vor seinem Abflug in das Land gesagt. Die Wahl in Israel ist für den 17. September angesetzt.

Krim Am Montag traf sich Netanjahu in Kiew mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. »Wir als Staat können von Israel etwas lernen, besonders bei Fragen der Sicherheit und Verteidigung«, sagte Selenskyj am Montag.

Der 41-Jährige dankte Israel für die Unterstützung im Kampf gegen Separatisten im Osten der Ukraine und für die Nichtanerkennung der russischen Annexion der Schwarzmeerhalbinsel Krim. Im Kriegsgebiet Donbass starben bei Kämpfen zwischen Regierungstruppen und aus Russland unterstützten Separatisten nach UN-Schätzungen bisher rund 13 000 Menschen.

Holocaust Selenskyj und Netanjahu gedachten gemeinsam der ermordeten Kiewer Juden an der Gedenkstätte Babi Jar. Deutsche Truppen ermordeten während der Besatzung der ukrainischen Hauptstadt an dem Ort im September 1941 über 33 000 Menschen. Über zwei Millionen ukrainische Juden wurden während des Holocausts von den Deutschen ermordet.

Vor seiner Abreise hatte Netanjahu noch gesagt, er wolle mit Selenskyj in Kiew auch über die Entwicklung einer bereits vereinbarten Freihandelszone und über ein Pensionsabkommen sprechen.

Die Beziehungen zwischen Israel und der Ukraine gelten aufgrund der unterschiedlichen Bewertung der Geschichte des Zweiten Weltkriegs als belastet. In der Ex-Sowjetrepublik werden ukrainische Nationalisten als Unabhängigkeitskämpfer verehrt. In Israel dagegen gelten sie als Helfer der deutschen Faschisten bei der Ermordung ukrainischer Juden.  dpa

EU-Sanktionen

Israel bietet Hilfe bei Verfolgung von Revolutionsgarden an

Die Europäische Union hat die Elite-Einheit des Mullah-Regimes auf die Terrorliste gesetzt. Nach Ansicht des israelischen Botschafters dient das auch der inneren Sicherheit in Deutschland

 30.01.2026

Gazastreifen

Grenzübergang Rafah soll Sonntag geöffnet werden

Die Öffnung gelte begrenzt für den Personenverkehr, teilte die israelische Armee mit

 30.01.2026

Israel

Möglicherweise bald Primark in Israel

Wegen hoher Versand- und Logistikkosten hat der europäische Kleidungsdiscounter die Region bisher gescheut. Doch nun scheint es Verhandlungen zu geben

 30.01.2026

Wissenschaft

Israelische Studie: Gene beeinflussen Lebenserwartung stärker als gedacht

Das Weizmann-Institut liefert überraschende Erkenntnisse: Demnach bestimmt das Genom deutlich mehr über das erreichbare Lebensalter, als bisher angenommen

 30.01.2026

Tel Aviv

Fast zwei Millionen Israelis leben unter der Armutsgrenze

Besonders besorgniserregend: Fast jedes vierte Kind in Israel wächst in Armut auf

 30.01.2026

7. Oktober

Ex-Geisel Alexander Troufanov: »Erst jetzt können wir wieder atmen«

Nach der Rückkehr der sterblichen Überreste Ran Gvilis fühlt sich Alexander Troufanov endlich frei, wie er in einem Interview erzählt

 30.01.2026

Spannungen in Nahost

Israel bereitet sich auf mögliche Eskalation mit Iran vor

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu berät sich mit führenden Sicherheitsvertretern zu einem offiziell als »geheim« bezeichneten Thema. Steht eine Entscheidung der USA über einen Angriff gegen das Teheraner Regime kurz bevor?

 30.01.2026

Jerusalem

Israels Streitkräfte verzichteten auf Angriffe, um Geiseln zu retten

Die Entscheidung, einzelne Terroristen nicht zu töten, habe während des Krieges ein Dilemma dargestellt: Einerseits sollten Bedrohungen neutralisiert werden, andererseits konnten Terroristen wertvolle Informationen liefern, sagt ein IDF-Offizier

 30.01.2026

Doha/Gaza

Hamas: Komplette Entwaffnung kommt nicht infrage

Moussa Abu Marzouk, Mitglied des Hamas-Politbüros, sagt, die Organisation habe zu keinem Zeitpunkt einer Übergabe aller Waffen zugestimmt

 30.01.2026