Terror

Raketenangriff aus Gaza unterbricht Wahlkampf-Auftritt Netanjahus

»Iron Dome« fängt über Israel Raketen ab (Symbolbild). Foto: Flash 90

Palästinensische Terroristen im Gazastreifen haben am Mittwochabend erneut eine Rakete auf Israel abgefeuert. Das Geschoss ist von der Raketenabwehr abgefangen worden, teilte Israels Armee mit. In israelischen Grenzorten sowie der Küstenstadt Aschkelon heulten Warnsirenen.

In Aschkelon unterbrach der Angriff eine Wahlkampfveranstaltung des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, wie das Fernsehen berichtete. Der 70-Jährige musste vorübergehend in einen Schutzraum flüchten. Dies ist bereits der zweite Vorfall dieser Art seit September.

LIKUD Netanjahus rechtskonservative Likud-Partei wählt an diesem Donnerstag einen neuen Parteivorsitzenden. Dieser soll den Likud dann auch in die Parlamentswahl am 2. März führen. Netanjahus Wiederwahl gilt als wahrscheinlich.

Seinem einzigen Gegenkandidaten, dem ehemaligen Innen- und Erziehungsminister Gideon Saar, wird jedoch ein Achtungserfolg zugetraut. Damit könnte der 53-Jährige sich für eine Ära nach Netanjahu positionieren. Netanjahu ist wegen einer Korruptionsanklage und zweifachem Scheitern bei der Regierungsbildung angeschlagen.

RUSSLAND Einen Tag vor der Wahl sagte Netanjahu dem israelischen Armeesender, seine guten Beziehungen mit Russlands Staatschef Wladimir Putin hätten einen Konflikt beider Länder verhindert. »Putin hat mir gesagt, dass es ohne unsere Verbindung vielleicht schon eine militärische Konfrontation zwischen uns gegeben hätte«, sagte Netanjahu nach Angaben des Senders. »Wir waren schon vier Mal nahe an einem Konflikt, unsere Flugzeuge sind im engen syrischen Luftraum fast mit russischen Flugzeugen zusammengestoßen.«

Israel greift nach eigenen Angaben regelmäßig Ziele in Syrien an, um den militärischen Einfluss des Irans - samt Angriffen von Verbündeten der Mullahs auf den jüdischen Staat - in dem Bürgerkriegsland zurückdrängen. Russland, ein Verbündeter Syriens, hat das israelische Vorgehen kritisiert.  dpa/ja

Kritik

Möglicher Yad-Vashem-Direktor wäre Ruck nach rechts

Rabbiner Andreas Nachama bemängelt »jegliche Expertise in der fachlichen Auseinandersetzung«

 25.11.2020

Musik

»Ich bin jetzt ganz woanders«

Das Multitalent »Kutiman« Ophir Kutiel über sein neues Album »Wachaga« und Kunst in Corona-Zeiten

von Sabine Brandes  25.11.2020

COVID-19

Corona-Neuinfektionen in Israel auf Vier-Wochen-Hoch

Nach den schrittweisen Lockerungen steigt nun wieder die Anzahl der Virus-Übertragungen

 24.11.2020

Nahost

Premier Netanjahu will in Kürze Bahrain besuchen

Bis zum Jahresende sollen Botschaften in dem jeweils anderen Land eröffnet werden

 24.11.2020

Medizin

Israelische Forscher erzielen Durchbruch bei Krebs-Behandlung

Mit der neuen Methode kann die DNA von Karzinomzellen gezielt zerstört werden

 24.11.2020

Israel

Kommission soll U-Boot-Käufe in Deutschland beleuchten

Binnen vier Monaten könnten die ersten Ergebnisse vorliegen

 23.11.2020

Seegrenze

Israel schlägt Libanon Gespräche vor

Energieminister Yuval Steinitz denkt an offene Verhandlungen in einem europäischen Staat

 23.11.2020

Friedensprozess

Netanjahu-Geheimtreffen mit Saudi-Kronprinz?

Laut Medienberichten hielt sich Israels Ministerpräsident am Sonntag fünf Stunden lang in Saudi-Arabien auf

 23.11.2020

Covid-19

Plan zur Verteilung von Impfstoff

Die ersten Lieferungen sollen laut israelischem Gesundheitsministerium bereits im Dezember eintreffen

von Sabine Brandes  20.11.2020