Im Süden Israels ist es am Montagnachmittag zu einem schweren Raketeneinschlag gekommen. Nach Angaben von Rettungskräften wurden 15 Menschen verletzt, einer davon schwer. Eine ballistische Rakete aus dem Iran traf ein Wohngebiet im Raum Beerscheba direkt und richtete erhebliche Zerstörungen an.
Die Stadtverwaltung teilte mit, mehrere Häuser seien beschädigt oder vollständig zerstört worden. Einsatzkräfte durchsuchten die Trümmer nach möglichen weiteren Opfern. Bilder vom Ort des Geschehens zeigen eingestürzte Fassaden, ausgebrannte Fahrzeuge und großflächige Verwüstungen.
Bereits in den frühen Morgenstunden hatten in weiten Teilen des Landes die Warnsirenen geheult. Es war der dritte Tag der Militäroperation »Roaring Lion«. Zunächst wurden keine Einschläge gemeldet. Der Rettungsdienst Magen David Adom sprach von einer angespannten, aber ruhigen Lage nach der ersten Alarmwelle.
Verändertes Muster
Am Nachmittag änderte sich die Situation dramatisch. Der Einschlag im Süden markierte die bislang schwerste direkte Trefferwirkung seit Beginn der aktuellen Angriffswelle. Auch Beschuss aus dem Libanon
Parallel dazu feuerten Kämpfer der Hisbollah mehrere Geschosse auf israelisches Gebiet ab. Die israelische Armee reagierte mit Gegenangriffen im Süden des Libanon sowie nach eigenen Angaben auch im Raum Beirut. Die Gefechte verdeutlichen, dass sich die Auseinandersetzung nicht auf die direkte Konfrontation mit Teheran beschränkt. Veränderte Angriffstaktik aus Teheran
Nach Informationen des öffentlich-rechtlichen Senders KAN hat sich das Muster der iranischen Raketenangriffe in den vergangenen drei Tagen deutlich verändert. Während zu Beginn vereinzelte Geschosse abgefeuert worden seien, registriere das Militär inzwischen koordinierte Salven mit deutlich höherer Schlagkraft.
Systematisch abgestimmt
Dem Bericht zufolge umfassen einzelne Angriffswellen mittlerweile zwischen neun und 30 Raketen. Beobachter sprechen von einem Übergang von vereinzeltem Beschuss zu systematisch abgestimmten Angriffen. Das Vorgehen erinnere an die Intensität der Gefechte während des zwölftägigen Krieges im Juni 2025. Lage bleibt angespannt
Die Sicherheitslage in Israel bleibt damit hochgradig volatil. Militär und Zivilschutz stehen landesweit in erhöhter Bereitschaft. Besonders in den südlichen Landesteilen bereiten sich Behörden auf weitere mögliche Angriffe vor, während Rettungskräfte in Beerscheba weiter nach Verschütteten suchen. ja