Terror

Raketenalarm in Tel Aviv: Bundeskanzler Scholz muss mehrmals in Schutzraum flüchten

Im Anschluss an ihr Gespräch traten Bundeskanzler Scholz und Premier Netanjahu vor die Presse. Foto: picture alliance/dpa

Wegen wiederholten Raketenalarms hat Bundeskanzler Olaf Scholz am Dienstag während seines Besuchs in Tel Aviv mehrmals einen Schutzraum der deutschen Botschaft aufsuchen müssen. Er habe sich dort jeweils wenige Minuten aufhalten müssen, hieß es aus seinem Umfeld. Im Zentrum der Stadt waren mehrere dumpfe Explosionen des Raketenabwehrsystems Iron Dome (Eisenkuppel) zu hören.

Scholz war am Nachmittag zu einem Solidaritätsbesuch in Israel gelandet. Neben Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kam er mit Präsident Issac Herzog zusammen. Ein Treffen mit Benny Gantz, Minister im Kriegskabinett, war wegen des zweiten Raketenalarms unterbrochen worden.

Terroristen hatten am 7. Oktober im Auftrag der im Gazastreifen herrschenden Terrororganisation Hamas ein Massaker an israelischen Zivilisten in Grenzorten und auf einem Musikfestival angerichtet. Es war das schlimmste Blutbad der israelischen Staatsgeschichte.

Mehr als 1400 Menschen starben dabei und in den folgenden Tagen. Palästinensische Terroristen verschleppten an dem Tag mindestens 199 Menschen, darunter auch deutsche Staatsbürger. Israel reagierte mit Luftangriffen im Gazastreifen.

Tel Aviv gilt als verhältnismäßig sicher. Es kommt jedoch auch dort täglich mehrmals zu Raketenalarm. Auch während des Besuchs von Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) sowie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in der vergangenen Woche heulten die Sirenen.

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