Gaza

Raketen in der Nacht

Raketenabwehrsystem »Iron Dome« Foto: Flash 90

Wieder schrillten nachts die Sirenen in den Gemeinden an der Grenze zum Gazastreifen. Mehr als ein Dutzend Raketen wurden aus dem von der Hamas kontrollierten Palästinensergebiet nach Israel abgefeuert. Zuvor hatte das israelische Militär ein Fahrzeug der Hamas und andere Infrastruktur der Terrorgruppe beschossen.

Mehrmals mussten die Bewohner in die Sicherheitsräume laufen, als die Geschosse zwischen ein und vier Uhr morgens durch die Nacht flogen. Mindestens drei wurden vom Abwehrsystem »Iron Dome« abgefangen. Verletzte gab es nicht, es wurde auch kein Sachschaden festgestellt, meldeten die Sicherheitskräfte. Die Palästinenser erklärten, auch bei den Luftangriffen der IDF in Gaza habe es keine Verletzten gegeben. Doch die Hamas sagte: »Bomben werden mit Bomben beantwortet.«

Brände Am Tag zuvor schickten Palästinenser wieder brennende Drachen und Ballons gen Israel, die mehrere Brände auf den Feldern auslösten. Besonders in der heißen, trockenen Jahreszeit verursacht oft jeder kleinste Funke ein Feuer, das in einen Flächenbrand übergehen kann. Die Feuerwehr ist praktisch pausenlos im Einsatz.

Viele Politikexperten meinen, dass eine kriegerische Auseinandersetzung zwischen Israel und Gaza kurz bevorsteht. Zur selben Zeit erklärte der Chef der Streitkräfte, Gadi Eizenkot, die IDF sei gut vorbereitet. Einen Tag zuvor hatte der Ombudsmann innerhalb der Armee allerdings gewarnt, dass die Streitkräfte im Falle eines Krieges keineswegs ausreichend vorbereitet seien.

Eizenkot betonte, er besuche Trainingsstunden, und die Operationsfähigkeit dort zeige, dass man hochgradig fähig und gut präpariert sei. Außerdem sei man in der Lage, Schwächen zu entdecken und sie zu beheben. »Ich bin sehr stolz darauf«, fasste er zusammen.

Jerusalem

Benjamin Netanjahu bei Wahl vorn - aber ohne Mehrheit

Bleibt der heutige Ministerpräsident an der Macht? Oder kommt es zum Regierungswechsel? Der Politikveteran gibt sich in der Wahlnacht trotz unklarem Ausgang siegesgewiss

 28.10.2026

Analyse

Die Wahl bringt keinen klaren Sieger hervor - was nun?

Die Wahlbeteiligung war mit 77,7 Prozent die höchste seit mehr als einem Vierteljahrhundert. Doch die richtungsweisende Wahl in Israel ergab zunächst kein klares Ergebnis. Wie geht es jetzt weiter?

von Sara Lemel  27.10.2026

Israel

Wahltag in Blau-Weiß

Bis zuletzt warben die Parteien vor den Wahllokalen um Stimmen - und von denen gab es viele zu holen: Die Wahlbeteiligung war so hoch wie seit 1988 nicht mehr. Ein 94-Jähriger gab seine Stimme mit letzter Kraft ab und starb kurz darauf

von Sabine Brandes  27.10.2026

Knesset-Wahl

Eisenkot will Netanjahu ablösen

Netanjahus Likud liegt zwar laut ersten Prognosen vorn, doch seinem Lager fehlen viele Sitze zur Mehrheit. Ex-Militärchef Eisenkot will die Regierung ablösen – doch gelingt ihm das?

 27.10.2026

Knesset-Wahl

Lapid: Öffentlichkeit hat Netanjahu-Lager »nach Hause geschickt«

Netanjahus Likud-Partei wurde zwar laut Prognosen stärkste Kraft im Parlament, kommt aber mit ihren Partnern nicht auf eine Mehrheit. Die Opposition sagt, seine Regierung sei damit »gefeuert«.

 27.10.2026

Israel

Eisenkot-Lager liegt vor Netanjahu-Lager

Die Likud-Partei des Premiers wurde allerdings ersten Prognosen zufolge stärkste Kraft. Der Wahlausgang ist alles andere als eindeutig

 27.10.2026 Aktualisiert

Entscheidung

Keine längeren Öffnungszeiten trotz hoher Wahlbeteiligung

15 Stunden haben die Israelis Zeit, ihre Stimme abzugeben. Ein Antrag, die Abstimmung zu verlängern, scheiterte

von Sabine Brandes  27.10.2026

Knesset-Wahl

Überschwemmungen behindern Wahl im Süden Israels

Überflutete Zufahrtsstraßen, abgeschnittene Orte: Im Süden Israels kamen manche Einwohner nicht zu ihrem Wahllokal. Reicht die Zeit noch, bevor die kleinen Wahllokale schließen?

 27.10.2026

Israel

Wer wählt wen und warum?

Von unerschütterlicher Bibi-Treue bis zur Sehnsucht nach einem Neuanfang: Wir haben Israelis gefragt, wem sie ihre Stimme gegeben haben

von Sabine Brandes  27.10.2026