Israel

Purim im Schnee

Teenager in Jerusalem in Purimkostümen (14. März 2022) Foto: Flash 90

Feuerwehrmänner, Elfen, Königinnen, und allerlei Getier tummeln sich in diesen Tagen wieder auf Israels Straßen. Dieses Mal können sie in einigen Gegenden des Landes sogar mit ihren Raschanim, den traditionellen Ratschen, durch den Schnee toben und ordentlich Krach machen. Am Mittwoch beginnt Purim, der jüdische Karneval, mit all seinen bunten Gesellen. Traditionell verkleiden sich israelische Mädchen und Jungen in den Schulen und Kindergärten einen Tag zuvor.

PARADEN Doch die Rückkehr des Winters hätte das Feiern auf den Straßen und Pausenhöfen verhindern können. Um das zu vermeiden, verlegten viele Ortschaften Partys und Paraden prompt um einen Tag nach vorn.

»In diesem Jahr werden wir Purim in den Schulen einen Tag früher feiern«, sagte Jerusalems Bürgermeister Mosche Lion in einer Erklärung. »Dies ist auf das erwartete stürmische Wetter und vielleicht sogar auf Schnee zurückzuführen. Wir werden die Kinder aber nicht enttäuschen und trotzdem mit Kostümen und fröhlichen Festen feiern.«

»Wir werden die Kinder nicht enttäuschen und trotzdem fröhlich feiern.«

Jerusalems Bürgermeister mosche lion

Tatsächlich fielen in Galiläa, Obergaliläa und den Golanhöhen am Dienstagmorgen dicke Schneeflocken. Es ist das erste Mal seit den 80er Jahren, dass rund um Purim Schnee in Israel fällt. Die Stadtverwaltung von Jerusalem aktivierte ihre Notrufzentrale und die kommunalen Notdienste. Sie seien bereit, auf jedes Szenario zu reagieren. Die Behörden werden die Straßen in den entsprechenden Nächten mit Salz bestreuen, gab die Verwaltung an.

GEFRIERPUNKT In einigen Gemeinden, darunter in der Stadt Safed, wurde die Schule gleich ganz abgesagt. Die Temperaturen sind ungewöhnlich niedrig für diese Jahreszeit, in Jerusalem wurden am Montag drei Grad gemessen, in Tel Aviv neun und in Haifa acht. In Obergaliläa wurde sogar der Gefrierpunkt erreicht.

Israel erlebte bereits im Januar ein Schneegestöber, das die Hauptstadt in ein Winterwunderland verwandelte. Die weiße Decke war dick genug, um die Straßen und Wiesen zu Rodelbahnen zu machen. Auf dem Berg Hermon war das Skigebiet wochenlang geöffnet.

Bis zum Mittwochabend, wenn die traditionellen Straßenfeten des jüdischen Karnevals stattfinden, sollen die Niederschläge aber vorübergezogen sein. Kalt soll es bleiben, doch immerhin können sich die Israelis nach zwei Jahren ohne große Feste auf ein Purim (fast) ohne Corona-Beschränkungen freuen.

Gaza

Mehr als 30 Terroristen getötet

In zwei israelischen Ortschaften gab es derweil erneut Raketenalarm

 26.02.2024

Ramallah

Palästinensischer Regierungschef Schtaje reicht Rücktritt ein

Beobachter sehen einen symbolischen Schritt

 26.02.2024

Gaza-Krieg

Israels Armee legt Evakuierungspläne für Süden Gazas vor

Ferner genehmigte das Kriegskabinett laut der Mitteilung einen Plan zur Bereitstellung humanitärer Hilfe

 26.02.2024

Gaza/Israel

Israel sieht Sieg in Gaza »in Reichweite«

Die Lage am Montagmorgen - und ein Ausblick auf den Tag

 26.02.2024

Instagram

Israelfeinde sollen Berlinale-Account gehackt haben

In einem mittlerweile gelöschten Beitrag wurde die Auslöschung Israels gefordert

 25.02.2024

Nahost

Hisbollah-Terroristen in Syrien ausgeschaltet

Seit dem 7. Oktober hat sich die Lage zwischen Israel und der Terror-Miliz weiter zugespitzt

 25.02.2024

Geisel-Deal

Israel will Delegation nach Katar schicken

Bei den Vorhandlungen zuvor in Paris habe es »bedeutende Fortschritte« gegeben

 25.02.2024

Israel

Zusammenstöße zwischen Polizei und Demonstranten in Tel Aviv

Die Lage am Sonntagmorgen

 25.02.2024

Medienbericht

Hamas wohl noch lange nicht besiegt

Israelische Sicherheitsbeamte glauben der »New York Times« zufolge, dass der Sieg über die Hamas in weiter Ferne liegt

 24.02.2024