Nahost

Planer eines Anschlags im Westjordanland getötet

Israelische Sicherheitskräfte am Montag bei einem Anti-Terror-Einsatz in Balata Foto: copyright (c) Flash90 2024

Israelische Einsatzkräfte haben eigenen Angaben zufolge im Westjordanland einen Terroristen, der einen Anschlag plante, getötet. Bei dem Einsatz in der Nacht in der Stadt Kalkilia seien zwei weitere Terroristen erschossen worden, hieß es in einer Erklärung der Polizei, der Armee sowie des Inlandsgeheimdienstes Schin Bet.

Eine Spezialeinheit der Polizei und Soldaten seien in die Stadt im Nordwesten des Gebiets auf der Suche nach der Person eingerückt, die den Angaben nach einen Anschlag auf israelische Bürger plante. Der Verdächtige habe auf die Einsatzkräfte geschossen. Diese hätten das Feuer erwidert und unter anderem schultergestützte Raketen, eine Drohne mit Sprengstoff sowie scharfe Munition eingesetzt. Dabei sei der Palästinenser getötet worden.

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Die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa meldete, ein junger Mann sei bei dem Einsatz ums Leben gekommen und zwei weitere verletzt worden. Israelische Kräfte hätten zunächst ein Geschäft, in dem sich der Palästinenser aufgehalten habe, umstellt, hieß es. Der Mann, ein ehemaliger Häftling, sei zunächst aufgefordert worden, sich zu ergeben. Israels Einsatzkräfte hätten schließlich den Laden unter anderem mit Raketen beschossen.

Die ohnehin gespannte Lage im Westjordanland hat sich seit dem Hamas-Massaker am 7. Oktober 2023 und dem dadurch ausgelösten Krieg in Gaza und Israel noch einmal deutlich verschärft. Bei Terroranschlägen und Anti-Terror-Operationen gab es immer wieder Tote. Zugleich hat die Gewalt radikaler israelischer Siedler gegen Palästinenser zugenommen. In Dschenin ging vor einigen Wochen auch die Palästinensische Autonomiebehörde gegen Terroristen der Hamas vor.

Der größte Teil des Westjordanlandes war den Palästinensern in den Jahren 2000 und 2008 zusammen mit Gaza und einem autonomen Ost-Jerusalem für einen eigenen Staat angeboten worden. Sie lehnten ab und überzogen stattdessen Israel mit Kriegen und Terrorwellen. dpa/ja

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