Weltfrauentag

Pilotinnen über Teheran

Eine Pilotin der israelischen Armee auf dem Weg zu ihrem Kampfjet Foto: IDF-Spokesperson

Die israelischen Streitkräfte (IDF) haben erstmals Aufnahmen veröffentlicht, die Soldatinnen der israelischen Luftwaffe bei Angriffen auf Ziele im Iran zeigen. Videos und Fotos aus dem Cockpit sowie von den Vorbereitungen auf einem Luftwaffenstützpunkt sollen verdeutlichen, welche Rolle Frauen in der laufenden Militäraktion mit dem Codenamen »Brüllender Löwe« spielen.

Nach Angaben der IDF nehmen rund 30 weibliche Besatzungsmitglieder an den Einsätzen teil. Dazu gehören sowohl Pilotinnen als auch Kampfnavigatorinnen, die an der Planung und Durchführung der Angriffe beteiligt sind.

Eine der Navigatorinnen, die vom Militär nur als Major »S.« bezeichnet wurde, beschrieb die intensive Präparation auf die Mission. »Wir haben uns lange auf diese Operation vorbereitet – mit stundenlangem Training und Briefings«, sagte sie in einer vom Militär verbreiteten Erklärung. Sobald das Flugzeug abhebe, konzentriere sich alles auf ein einziges Ziel: »die Verteidigung unseres Landes«.

Das Verantwortungsgefühl sei während des gesamten Einsatzes präsent. »Ich weiß, dass hinter mir Hunderte Menschen stehen – Planer, Führungspersonal, Techniker, Nachrichtendienstmitarbeiter und Flugbesatzungsmitglieder«, sagte S. Alle arbeiteten mit hoher Präzision zusammen, um die Mission so professionell und so sicher wie möglich durchzuführen.

In einem weiteren Video ist eine Pilotin im Cockpit eines Kampfjets zu sehen, der einen Angriff auf ein Ziel im Iran fliegt. Während des Funkverkehrs meldet sie die Identifizierung und den Treffer des Ziels.

Religiöse Aktivisten und mehrere Rabbiner kritisieren die Pläne der Armee, Frauen stärker in Kampfeinheiten zu integrieren

Die Veröffentlichung des Materials fällt in eine innenpolitisch aufgeladene Debatte. Seit Monaten kritisieren religiöse Aktivisten und mehrere einflussreiche Rabbiner die Pläne der Armee, Frauen stärker in Kampfeinheiten zu integrieren. Auch aus der Regierung kam Widerstand. Der rechtsextreme Finanzminister Bezalel Smotrich erklärte kurz vor Beginn der Operation gegen den Iran: »Sollte meine Tochter mich nach dem Militärdienst fragen, würde ich versuchen, ihr davon abzuraten.«

Eine Position, die von Frauenorganisationen und vielen Militärangehörigen – Frauen wie Männern – scharf kritisiert wurde. Die Armeeführung hält währenddessen nicht nur an ihrer Linie fest, sondern betont, dass Frauen bereits seit Jahren in verschiedenen Kampffunktionen dienen und ihre Rollen weiter ausgebaut werden.

Außenminister Gideon Sa’ar würdigte die beteiligten Soldatinnen

Unterstützung kam am Montag aus dem Außenministerium. Anlässlich des Internationalen Frauentags würdigte Außenminister Gideon Sa’ar die beteiligten Soldatinnen öffentlich. »Anlässlich des Internationalen Frauentags möchte ich den Pilotinnen und Navigatorinnen der israelischen Luftwaffe danken, die derzeit über Teheran im Einsatz sind, um die existenzielle Bedrohung durch das iranische Terrorregime zu beseitigen«, schrieb er auf Instagram.

»Angesichts des Extremismus dieses brutalen Regimes handeln mutige Frauen, um die Sicherheit ihres Volkes, die Sicherheit ihrer Kinder und die Sicherheit der Welt zu gewährleisten«, schrieb Saar weiter. »Wir verneigen uns vor Ihnen.«

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