Corona

Omikron-Welle geht zurück

Or Jehuda: Corona-Testungen in einem Labor
Or Jehuda: Corona-Testungen in einem Labor Foto: Flash90

Israel könnte schon bald die Omikron-Welle hinter sich haben. Grund zur Hoffnung gaben die jüngsten Aussagen von Gesundheitsminister Nitzan Horowitz. Während er warnte, dass die Zahl schwer an Covid-19 erkrankter Patienten voraussichtlich weiter steigen werde, sagte er zugleich, die Zahl der Neuinfektionen mit der hochansteckenden Variante gehe zurück.

Noch immer hätten die Krankenhäuser mit Überfüllung zu kämpfen, aber man erwarte, »dass es sich stabilisiert«. Nach Angaben des Ministeriums befanden sich am Dienstag 1085 Patienten in ernstem Zustand, 260 Patienten seien an Beatmungsgeräte angeschlossen.

Optimismus »Es gibt Raum für Optimismus, aber wir können jetzt nicht nachlassen und müssen auch in den kommenden Tagen, insbesondere am Ende dieser Welle, weiterhin darauf achten, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen«, so Horowitz. Der stetige Rückgang des R-Wertes, der anzeigt, wie viele Menschen ein Infizierter ansteckt, auf derzeit 0,91 deute ebenfalls auf das Ende dieses Ausbruchs hin.

»Wir sind in den zwei Jahren der Pandemie nie zusammengebrochen.«

Professor Yaakov Jerris

Am Dienstag beschloss das Kabinett, die Vorlage des grünen Gesundheitspasses für die meisten Unterhaltungsorte, einschließlich Hotels, Restaurants, Fitnessstudios und Kinos, abzuschaffen. Die neue Richtlinie tritt am Sonntag in Kraft und lässt den Impfnachweis für Veranstaltungen »mit deutlich erhöhtem Ansteckungsrisiko« wie Hochzeiten und Partys bestehen. Außerdem wurde das Ablaufdatum des Impfzertifikats für Personen gestrichen, die eine dritte oder vierte Dosis des Vakzins erhalten haben.

krankenhäuser Die Vertreter von Krankenhäusern, die bei der Sitzung anwesend waren, betonten, dass die Politik der Regierung, keine Sperren und strengen Bewegungsbeschränkungen zu verhängen, »richtig ist«. Außerdem wiesen sie Berichte zurück, dass »Krankenhäuser unter der Last der Corona-Patienten zusammenbrechen«.

»Wir sind in den zwei Jahren der Pandemie nie zusammengebrochen. Der Kollaps war eher psychisch als physisch. Sind wir in Bezug auf die Patientenüberlastung zusammengebrochen?«, fragte der Leiter der Covid-Station im Tel Aviver Ichilow-Krankenhaus, Professor Yaakov Jerris, in die Runde. »Nein, ich kann mich nicht erinnern, dass das passiert ist.«

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