Jerusalem

Offizier und Gentleman

Amnon Lipkin-Shahak sel. A. Foto: Flash 90

Der ehemalige Zahal-Generalstabschef Amnon Lipkin-Shahak ist tot. Er starb nach langer Krankheit am Mittwochmorgen mit 68 Jahren in Jerusalem.

Lipkin-Shahak wurde 1944 in Tel Aviv geboren und ging mit 18 Jahren zu den Fallschirmjägern. Während seines Militärdienstes wurde er zwei Mal mit der Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Außerdem studierte er Geschichte. Nach 36 Jahren schied Lipkin-Shahak aus der Zahal aus und ging in die Politik. Unter Ehud Barak war er Tourismus- und Transportminister.

Held Premierminister Benjamin Netanjahu sagte dem Nachrichtenportal ynet: »Lipkin-Shahak war ein geliebter Held, der sein Leben der Sicherheit Israels widmete.« Staatspräsident Shimon Peres betonte, Lipkin-Shahak habe das Licht des Friedens getragen. »Er war ein außergewöhnlicher Mentor für viele Soldaten. Ganz Israel trauert um ihn.« Auch Shelly Jachimowitsch von der Arbeitspartei zeigte sich erschüttert: »Amnon war ein Offizier und ein Gentlemen«, sagte sie ynet.

Lipkin-Shahak hinterlässt seine Frau und sechs Kinder. Er soll am Donnerstag auf dem Kiryat-Shaul-Militärfriedhof in Tel Aviv beigesetzt werden. ja

Luftfahrt

Wer kontrolliert die Flüge nach Israel?

Nach dem vereitelten Anschlag auf einen Flydubai-Flug gerät das israelische Sicherheitssystem für ausländische Airlines unter Druck

von Sabine Brandes  08.10.2026

Hintergrund

Terror über den Wolken

Wie Pilot und Passagiere im Flug von Dubai nach Tel Aviv eine Katastrophe verhinderten

von Sabine Brandes  08.10.2026

Diplomatische Beziehungen

Britisches Konsulat in Jerusalem bleibt als Mission bestehen

Israel reagiert auf britische Sanktionen gegen israelische Siedlungspolitik, mehrere Diplomaten verlassen das Land. Gänzlich geschlossen wird das britische Konsulat in Ost-Jerusalem aber doch nicht

 08.10.2026

Meinung

Wenn Journalisten Terroristen sind – 170 Namen und eine unbequeme Wahrheit

Unser Autor reflektiert über die grundsätzliche Frage, was »Journalismus« in einem Gebiet bedeutet, das seit Jahren von einer totalitären Terrororganisation beherrscht wird

von Daniel Neumann  08.10.2026

7. Oktober

»Erinnern heißt auch, nach der Wahrheit zu suchen«

Bei der großen Gedenkveranstaltung im Hayarkon-Park standen die Opfer im Mittelpunkt – und die Forderung nach einer unabhängigen Untersuchungskommission

von Sabine Brandes  08.10.2026

Mentale Gesundheit

Die Einsamkeit wiegt am Schwersten

Fast eine Million Israelis suchten seit Kriegsbeginn Hilfe bei der psychischen Notfall-Hotline Eran

von Sabine Brandes  07.10.2026

Porträt

Nach der Musik das Essen

Der Norden war von Terror und Krieg besonders geschunden. Aber auch Absagen aus dem Ausland beendeten Shachar Bers Karriere als Drummer. Mit einer eigenen Aufstrich-Marke wagt er den Neuanfang

von Sabine Brandes  07.10.2026

Nachrichten

Massage, Kibbuz, Opposition

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  07.10.2026

Kommentar

Wenn Chuzpe Leben rettet

Die bemerkenswerte Abwesenheit von Scham, Vorsicht und Selbstzweifel ist eine israelische Eigenart. Im Fall des Flydubai-Fluges half sie, eine Katastrophe zu verhindern

von Sabine Brandes  07.10.2026