Knesset

Neuwahlen bestätigt

Neuwahlen: Im Januar wird ausgezählt. Foto: Flash 90

Das Parlament ist aufgelöst – es braucht ein neues Parlament. So oder ähnlich tönt es wohl in den nächsten Tagen auf den Fluren der Knesset in Jerusalem. Das Kabinett stimmte jetzt vorgezogenen Neuwahlen zu und bestätigte damit, was Premierminister Benjamin Netanjahu bereits vor einigen Tagen angekündigt hatte.

Auch der Termin steht fest. Am 22. Januar wird die israelische Bevölkerung aufgefordert, sich an die Urnen zu begeben, um ihre Stimme für die 19. Knesset abzugeben. Als Grund hatte Netanjahu auf einer Pressekonferenz angegeben, den Haushalt in der jetzigen Koalition nicht durchzubekommen. Dies könnte großen Schaden für die Wirtschaft darstellen, was er nicht zulassen wolle. »Es geht um nationale Interessen – und die kommen vor allen anderen.«

Mitte-links Viele führende Politiker hatten den Schritt begrüßt, darunter Innenminister Eli Yishai, Israel-Beiteinu-Chef und Außenminister Avigdor Lieberman sowie die Vorsitzende der Arbeitspartei (Awoda), Scheli Jachimowitsch.

In Umfragen steht Netanjahu weit vor allen anderen Kandidaten, keiner scheint das Ansehen des Likud-Mannes in der Öffentlichkeit derzeit ankratzen zu können. Die Opposition könnte sich allerdings zu einem großen Mitte-Links-Bündnis zusammenschließen, meinen Politexperten, welches durchaus eine ernsthafte Gefahr für den jetzigen Premier darstellen würde. Dazu könnten Awoda, Kadima sowie die neue Partei des charismatischen Ex-Journalisten Yair Lapid, Atid, zählen.

Lesen Sie mehr dazu in der Printausgabe.

Coronavirus

Das Schlimmste könnte nächste Woche vorbei sein

Regierung in Jerusalem verteilt kostenlos bis zu 30 Millionen Antigen-Heimtests

von Sabine Brandes  18.01.2022

Nahost

»Iran ist eine Krake des Terrors«

Gespräche zum internationalen Atomabkommen: Israels Premier kritisiert Einfluss Teherans in der Region

 18.01.2022

Israelische Studie

Zwischenergebnis: Vierte Impfung nicht ausreichend gegen Omikron

Professor Gili Regev vom Schiba-Krankenhaus spricht von einem »Dilemma«

 17.01.2022

Pandemie

Quarantäne in Israel auf fünf Tage verkürzt

Durchschnittlich 40.000 Neuinfizierungen am Tag / Mehr als die Hälfte der Schüler fehlen im Unterricht

von Sabine Brandes  17.01.2022

Feiertag

Ein erstes Gesetz für die Bäume

Zu Ehren Tu Bischwats wird die erste umfassende Forstgesetzgebung Israels eingebracht

von Sabine Brandes  17.01.2022

Jerusalem

Millionen-Plan für die Kotel

Israelische Regierung will in Infrastruktur und Bildung investieren

von Sabine Brandes  17.01.2022 Aktualisiert

Bäume

Die Top Fünf zu Tu Bischwat

Ein inoffizielles Ranking zum Fest der Bäume

von Katrin Richter  16.01.2022

Tu Bischwat

Blühende Landschaften

Alpenveilchen, Mandelblüte, Kermes-Eiche – im Januar trägt Israel alle möglichen Farben

von Tal Leder  16.01.2022

Covid-19

Der Booster nach dem Booster

Boostern lassen und die Pandemie ist endlich vorbei? Weitere Impfungen könnten folgen. Die Frage ist, wie oft und wie lange

von Marc Fleischmann  15.01.2022