Frachter-Explosion

Netanjahu macht Iran verantwortlich

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu Foto: Flash 90

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat den Iran für die Explosion auf dem Frachtschiff einer israelischen Firma im Golf von Oman verantwortlich gemacht. Dies sei eindeutig, sagte Netanjahu in einem am Montagmorgen veröffentlichten Interview dem Sender Kan. Er bekräftigte erneut, Israel werde einen mit Atomwaffen ausgestatteten Iran nicht zulassen. Medienberichten zufolge war das Interview am Sonntagabend aufgezeichnet worden, also bevor Syrien dem israelischen Militär einen Raketenbeschuss vorwarf.

SYRIEN Israel greift regelmäßig Ziele in Syrien an. Diese Angriffe richten sich häufig gegen pro-iranische Milizen. Israel will in dem benachbarten Bürgerkriegsland den militärischen Einfluss des Irans zurückdrängen, der mit der Regierung in Damaskus verbündet ist.

Auf dem Schiff hatte sich am Freitag eine Explosion ereignet. Im Golf von Oman gab es in der Vergangenheit mehrmals Zwischenfälle. So kam es im Sommer 2019 zu mutmaßlichen Angriffen auf zwei Tanker, die beschädigt wurden. Dabei richtete sich der Verdacht gegen den Iran, der die Vorwürfe jedoch zurückwies.

EINSCHÄTZUNG Der israelische Verteidigungsminister Benny Gantz hatte Kan am Samstagabend gesagt: »Es gibt die Einschätzung, dass es die Iraner waren, aber das muss noch weiter geprüft werden.« Der Iran hat sich die Zerstörung Israels auf die Fahnen geschrieben.

Im November war ein iranischer Atomphysiker bei einem Anschlag getötet worden. Die iranische Führung hatte damals USA und Israel beschuldigt. Israel stellte sich danach auf mögliche Racheaktionen Teherans ein. Gantz sagte zu der Explosion auf dem Schiff weiter, man wisse, dass der Iran unter anderem auf israelische Infrastruktur und israelische Bürger abziele. dpa

Atomprogramm

Explosive Botschaft

Der Iran beschuldigt Israel wegen des Angriffs auf die Nuklearanlage in Natanz und droht mit Vergeltung

von Sabine Brandes  15.04.2021

Jerusalem

»Israeliana« damals und heute

Rechtzeitig zum 73. Geburtstag des Landes stellt das Israel-Museum populären Kitsch aus

von Sabine Brandes  15.04.2021

Knesset

Immer noch ohne Regierung

Die Chancen auf eine Koalitionsbildung stehen weiterhin schlecht

von Sabine Brandes  15.04.2021

Nachrichten

Gewalt, Unterricht, Mode

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  15.04.2021

Jom Haazmaut

Mein Israel

Unsere Autorin lebt seit drei Jahren im Land ihrer Träume. Ein ganz persönlicher Glückwunsch

von Sarah Cohen-Fantl  15.04.2021

Jom Haazmaut

Feiern in neuer Freiheit

Der 73. Geburtstag Israels fällt mit weiteren Lockerungen der Corona-Beschränkungen zusammen

von Sabine Brandes  14.04.2021

Kultur

Kaftan, Kiddusch, Kurioses

Das neue Museum ANU, das frühere Diaspora-Museum, eröffnet mit einer Dauerausstellung

von Sabine Brandes  14.04.2021

Jerusalem

Nur Geimpfte dürfen zu Freitagsgebeten

Zum ersten Freitag im Fastenmonat Ramadan werden auf dem Tempelberg 10.000 Palästinenser zugelassen

 14.04.2021

Jom Hasikaron

»Wir sind für die Verzweiflung verantwortlich«

Israel erinnert an Gefallene und Terroropfer – ehemaliger Soldat zündet sich selbst an

von Sabine Brandes  14.04.2021