Washington D.C.

Netanjahu berät über Verhandlungen mit der Hamas

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu Foto: Copyright (c) Flash 90 2024

Bei Gesprächen in Washington hat der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu Beratungen über die zweite Phase einer Waffenruhe-Vereinbarung mit der islamistischen Terrororganisation Hamas im Gazastreifen aufgenommen. Die Hamas teilte ihrerseits mit, sie habe in Doha Gespräche mit Vermittlern in dem Konflikt aufgenommen, bevor israelische Unterhändler dazustoßen würden. Israel habe dem Beginn der indirekten Verhandlungen über die zweite Phase zugestimmt. 

Die israelische Regierung hatte zuvor angekündigt, sie werde gegen Ende der Woche eine Delegation nach Katar entsenden, »um technische Details in Verbindung mit der fortwährenden Umsetzung der Vereinbarung zu besprechen«. Die Verhandlungen sollten 16 Tage nach dem Beginn der ersten Phase der Waffenruhe beginnen, was am Montag gewesen wäre. 

Für den späteren Abend europäischer Zeit war ein Treffen Netanjahus mit US-Präsident Donald Trump und eine anschließende gemeinsame Pressekonferenz geplant. Nach seiner Rückkehr aus den USA werde Netanjahu dann das Sicherheitskabinett einberufen, »um über Israels allgemeine Positionen mit Blick auf die zweite Phase des Deals« zu beraten, teilte sein Büro in Jerusalem mit.

Lesen Sie auch

Unter Vermittlung der USA, Katars und Ägyptens hatten sich Israel und die Hamas nach mehr als einem Jahr des verheerenden Krieges auf eine zunächst sechswöchige Waffenruhe geeinigt. In der Zeit werden israelische Geiseln gegen palästinensische Häftlinge ausgetauscht. Angehörige von Geiseln, die erst in der zweiten Phase freikommen sollten, haben aber die Sorge, dass diese gar nicht erst zustande kommen könnte. dpa/ja

Kommentar

UNRWA: Fakten statt Tabus

Warum Kritik am Palästinenserhilfswerk auf Schweigen und Ablehnung stößt

von Duki Dror  12.08.2026

Medien

Geglaubt und geteilt

»Antisemitismus«, definierte Adorno, sei »das Gerücht über Juden«. Was ist dann dessen Verbreitung? Die ARD muss sich einer längst fälligen Debatte stellen

von Esther Schapira  11.08.2026

Social Media

Shirin David, Bill Kaulitz und die Wassermelonen-Jünger

Bei der Rapperin reicht ein »Free Palestine« für die Verbündeten, bei dem Sänger ein »Tel Aviv! Love!« für die Gegner. Ein Kommentar

von Pola Sarah Nathusius  11.08.2026

Nahost

Israels Armee zerstört Haus im Westjordanland

Hintergrund ist eine tödliche Auseinandersetzung mit Siedlern und Soldaten im vergangenen Monat

 11.08.2026

Jerusalem

Netanjahu setzt umstrittenen Unternehmer auf Likud-Liste

Der neue Kandidat hatte US-Präsident Trump unlängst als »ein moralisch korrumpiertes Stück Scheiße« bezeichnet, revidierte seine Meinung jedoch nun. Derweil deutet sich im Likud ein Streit über Listenplätze an

 11.08.2026

Nahost

Israel erwartet Täuschung durch zwei arabische Staaten

Medienberichten zufolge soll der jüdische Staat mit scheinbaren diplomatischen Annäherungen in Sicherheit gewogen und dann angegriffen werden

 11.08.2026

Nordrhein-Westfalen

Medienminister übt scharfe Kritik an Georg Restle und dem WDR

Nathaniel Liminski (CDU): »Israel und das Judentum sind kein Freiwild für jeden Vorwurf, auch nicht für Journalisten«

 11.08.2026 Aktualisiert

Archäologie

Die Fingerabdrücke von Qumran

Wie Wissenschaftler mithilfe von Künstlicher Intelligenz den Schriftrollen vom Toten Meer ihre letzten Geheimnisse entlocken wollen

von Sabine Brandes  11.08.2026

Diplomatie

Kolumbien erkennt Israels Souveränität über den Golan an

Die neue Regierung in Bogotá will auch die kolumbianische Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegen. Unterdessen hat Israel Soforthilfe für die Opfer des schweren Erdbebens in Kolumbien zugesagt

 10.08.2026