Washington D.C.

»Israel ist ein kleines Land«

Präsident Donald Trump Foto: picture alliance / abaca

Vor seinem für heute geplanten Treffen mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wurde Donald Trump am Montag (Ortszeit) gefragt, ob die Vereinigten Staaten eine Annexion des Westjordanlandes durch Israel unterstützen würden. Die Antwort des amerikanischen Präsidenten: »Darüber werde ich nicht sprechen. Israel ist ein kleines Land, was seine Fläche angeht.«

Die »Times of Israel« berichteten, Trump habe dann einen Stift in die Hand genommen und an seinen Schreibtisch gehalten. »Sehen Sie diesen Stift?«, fragte er demnach Reporter. »Mein Schreibtisch ist der Nahe Osten und die Spitze des Stiftes ist Israel.« Diese Analogie sei »ziemlich genau«, fügte der Präsident hinzu.

»Es ist ein ziemlich kleines Stück Land. Es ist erstaunlich, was sie erreicht haben, wenn man darüber nachdenkt. Es gibt eine Menge guter, intelligenter Köpfe, aber es ist ein sehr kleines Stück Land, keine Frage«, sagte Trump.

Eroberung im Sechstagekrieg

Das Westjordanland wurde nach der Kontrolle durch das Osmanische Reich und des Britischen Mandats zunächst von Jordanien besetzt gehalten. Im Jahr 1967 versuchten Ägypten, der Irak, Jordanien und Syrien, Israel zu vernichten. Der jüdische Staat eroberte das Gebiet im Sechstagekrieg, den er gewann.

Lesen Sie auch

Seither wurden der Palästinenserführung zweimal 91 Prozent des Westjordanlandes, ganz Gaza sowie ein autonomes Ost-Jerusalem für einen eigenen Staat angeboten. Sie lehnten ab und überzogen Israel stattdessen mit Terrorwellen und Kriegen.

Trump legte in seiner ersten Amtszeit einen Friedensplan vor, in dem eine Annexion von einem Drittel des Westjordanlandes die Rede war. Aufgrund der Abraham Accords, einer Serie von Abkommen zur Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel und bisher vier arabischen Ländern, wurde dieser Plan fallengelassen.

Weitere Terrorhochburg

Inzwischen hat sich in der Ortschaft Dschenin im Westjordanland eine weitere Terrorhochburg der Hamas entwickelt. Sowohl die Palästinensische Autonomiebehörde als auch Israel gehen dort gegen die Terrorgruppe vor. Immer wieder kommt es zu Anschlägen, bei denen Israelis ermordet werden.

Auch wurde in jüngster Zeit mehrfach über Selbstjustiz militanter israelischer Sieder berichtet, die in palästinensischen Ortschaften Gebäude beschädigen und Fahrzeuge anzünden. Diese Taten werden in Israel geahndet. im

Tel Aviv

Sorge vor weiteren Anschlägen auf jüdische Ziele weltweit

Laut »Chadschot 13« warnt der Mossad vor »vor einem beispiellosen Anstieg von Zusammenschlüssen zur Durchführung von Terroranschlägen gegen Juden und Israelis im Ausland durch Iraner und Palästinenser«

 16.12.2025

Tel Aviv

Nach Anschlag von Bondi Beach: IDF verschärfen Sicherheitsregeln für Soldaten im Ausland

Unter anderem rät die Einsatzführung der Streitkräfte Soldaten davon ab, ihre Zugehörigkeit zur Armee offenzulegen

 16.12.2025

Diplomatie

US-Gesandter Barrack führt Gespräche in Jerusalem

Vor dem Fristende zur Entwaffnung der Hisbollah besucht der US-Gesandte Barrack die israelische Hauptstadt

 15.12.2025

Sydney

Australiens Premierminister widerspricht Netanjahu

Nach dem Anschlag in Sydney betont Premierminister Albanese: Die Anerkennung Palästinas durch Australien steht nicht im Zusammenhang mit der Tat

 15.12.2025

Jerusalem

Israels Regierungschef wirft Australien Tatenlosigkeit vor

Nach einem Anschlag in Sydney fordert Netanjahu von Australien entschlosseneres Handeln gegen Judenhass. Er macht der Regierung einen schweren Vorwurf

 14.12.2025

Australien

15 Tote bei antisemitischem Massaker in Sydney

Zwei Attentäter schießen auf Juden, die sich am Bondi Beach in Sydney zu einer Chanukka-Feier versammelt hatten

von Michael Thaidigsmann  15.12.2025 Aktualisiert

Jerusalem

Israels Außenminister kritisiert Australien nach Schüssen

Israels Außenminister Sa’ar sieht nach tödlichen Schüssen beim Chanukka-Fest in Sydney die australische Regierung mit in der Verantwortung – und fordert Konsequenzen

 14.12.2025

Terror

Herzog: »Grausamer Angriff auf Juden« in Sydney

Der israelische Staatspräsident Izchak Herzog äußerte sich zu dem Angriff auf eine Chanukka-Feier in Australien mit vielen Toten und Verletzten

 14.12.2025

Nachruf

Trauer um Hollywood-Legende Arthur Cohn

Arthur Cohn war immer auf der Suche nach künstlerischer Perfektion. Der Schweizer Filmproduzent gehörte zu den erfolgreichsten der Welt, wie seine Oscar-Ausbeute zeigt

von Christiane Oelrich  12.12.2025