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Entziffert: die Qumran-Schriften Foto: Getty Images

Rollen
Zwei Wissenschaftler der Abteilung für Bibelstudien der Universität Haifa haben eine der letzten noch nicht veröffentlichten Qumran-Rollen restauriert und entziffert. Eshbal Ratson und Jonathan Ben-Dov haben über ein Jahr lang mehr als 60 winzige Teile zusammengefügt, die in einem Code verfasst waren. Der Inhalt gibt weitere Einblicke in das Leben der Sekte, die in den Höhlen der Judäischen Wüste oberhalb des Toten Meeres lebte. Die Mitglieder benutzten offenbar einen Jahreskalender, der 364 Tage umfasste. Es waren auch Namen aufgeführt, die die Sekte den Tagen gab, die den Wechsel der Jahreszeiten beschrieben. Jetzt gibt es nur noch eine Rolle, die nicht übersetzt ist. Doch die Wissenschaftler wollen auch dieses Rätsel lösen.

Thema
Sie sind ein Wahrzeichen Israels. Jetzt haben die farbenfrohen Werke des Künstlers Yaacov Agam ihr eigenes Museum bekommen. In seiner Geburtsstadt Rischon LeZion wurde das »Yaacov Agam Museum of Art« (YAMA) auf 3200 Quadratmetern eröffnet. Der 89-jährige Künstler war sogar persönlich anwesend. »In meiner Arbeit sieht der Betrachter niemals alles, wenn er nur davor steht. Ich will, dass die Menschen in das Museum kommen und die Dinge aus allen Blickwinkeln anschauen. Das verändert den Ansatz, wie man Kunst sieht«, sagte er bei der feierlichen Eröffnung. Agams berühmteste Werke umfassen die kinetische Feuer-Wasser-Skulptur am Dizengoff-Platz und sein »Agamogram« im Eingang des Tel Aviver Kunstmuseums. Das YAMA, von dem Architekten David Nofar entworfen, ist von einem Skulpturengarten umgeben.

Farbe
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um Hitze in Kälte umzuwandeln. Doch eine Farbe, die dies kann, war bis jetzt nicht bekannt. Die Start-up-Firma SolCold aus Herzlija hat einen Belag entwickelt, der nach dem Aufstreichen die Sonnenenergie für einen Kühlmechanismus nutzt. Praktisch wird also eine Klimaanlage aktiviert, ohne dafür Strom zu verbrauchen. Die Farbe soll es möglich machen, dass die heißen Strahlen absorbiert und anschließend die Energie als Kühle wieder abgegeben werden. Das Produkt ist vor allem für extrem heiße Regionen wie Afrika, Zentral- und Südamerika gedacht. In den nächsten Monaten werden die ersten Testversuche in Israel und Zypern gestartet. Schon jetzt werde die Firma mit Anfragen überschüttet, wo man die Farbe erwerben kann, so die Geschäftsleitung.

Geld
Israel und Jordanien haben sich offenbar geeinigt. Nach dem Vorfall im Juli 2017, bei dem ein Angestellter der israelischen Botschaft als Reaktion auf einen Angriff zwei Jordanier erschoss, hatte es eine dip­lomatische Krise gegeben. Ein Regierungssprecher in Jordanien erklärte, dass sich Israel wegen diesem und einem anderen Vorfall, bei dem ein Richter aus Amman an der Grenze zu Israel getötet wurde, offiziell entschuldigt habe und die Geschehnisse untersuchen wolle. Die Tätigkeit der Botschaft soll sofort wieder aufgenommen werden. Jerusalem betonte, man sehe die Verbindungen zum Nachbarn als sehr bedeutend an und wolle die Kooperationen und den Friedensvertrag weiter voranbringen. Außerdem erklärte sich die israelische Regierung bereit, fünf Millionen Dollar Kompensation an die Familien der Getöteten zu zahlen.

Drohne
Alle Flüge von und nach Ben Gurion sind am Montagabend kurzzeitig ausgesetzt worden, nachdem eine Drohne in den Luftraum des Flughafens eingedrungen war. Das private Flugobjekt habe ein Sicherheitsrisiko dargestellt, hieß es von der Flughafenbehörde. Vorfälle, in denen Drohnen den Flugverkehr bedrohen, ereignen sich in Israel immer häufiger. Dieser letzte geschah nur etwa zwei Stunden, nachdem der amerikanische Vizepräsident Mike Pence in Israel gelandet war. Die Polizei versucht derzeit, den Eigentümer ausfindig zu machen.

Tod
Ein Israeli, der der israelischen Mafia angehört haben soll, kam jetzt in Thailand ums Leben. Maor Malul fuhr gemeinsam mit seiner Frau auf dem Motorrad über die Insel Koh Samui, als ein Fahrzeug von hinten in sie hineinraste. Anschließend stach ein Unbekannter mehrfach auf die beiden ein. Malul starb im Krankenhaus. Wie schwer die Verletzungen seiner Frau sind, ist nicht bekannt. Auch hat die Polizei nicht angegeben, ob es sich bei dem Mord um eine Vergeltungstat einer rivalisierenden Bande handeln könnte. Der 33-Jährige war erst vor Kurzem aus dem Gefängnis freigekommen, nachdem er wegen versuchtem Mord zu 20 Monaten verurteilt worden war. Er soll zu der Zuaretz-Gang gehört haben, die sich mit anderen Gruppierungen regelmäßig Kämpfe um die Vormacht in der Küstenstadt Netanja liefert.

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