Alija

Muss die Jewish Agency ihre Arbeit in Russland einstellen?

Ankunft neuer Olim in Israel (Symbolbild) Foto: Copyright (c) Flash90 2019

Die russische Regierung hat einem Bericht der »Jerusalem Post« zufolge die Vertreter der Jewish Agency for Israel (JAFI) angewiesen, ihre Arbeit innerhalb Russlands einzustellen. Die JAFI-Vertreter bestätigten den Eingang eines Schreibens Anfang der Woche, erklärten allerdings, es liefen aktuell noch Gespräche mit den russischen Behörden sowie der israelischen Regierung.

Eine Anordnung, die die Organisation zwingen würde, ihre Arbeit in Russland einzustellen, hätte möglicherweise dramatische Auswirkungen auf die Möglichkeiten für russische Juden, nach Israel auszuwandern. Zehntausende russischer Juden haben seit Beginn der russischen Militäroffensive gegen die Ukraine im Februar das Land bereits verlassen.

Da viele internationale Fluggesellschaften mittlerweile Russland nicht mehr anfliegen, könnten die Auswanderer im Falle einer Verschlechterung der Beziehungen zwischen Jerusalem und Moskau möglicherweise auch nicht mehr auf einfachem Wege das Land verlassen.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Laut Jerusalem Post haben Vertreter der jüdischen Gemeinde in Russland die Sorge, dass sich eine neuer »Eiserner Vorhang« auf sie zubewege. Einige Juden fürchteten sogar um ihr Leben, berichtete die Tageszeitung unter Verweis auf namentlich nicht genannte Quellen.

Die Jewish Agency for Israel (hebräisch: Sochnut) ist für die Förderung und Durchführung der jüdischen Einwanderung aus aller Welt nach Israel zuständig. Sollte die seit Kurzem von Doron Almog geführte Organisation in Russland nicht mehr aktiv sein kann, wäre dies das erste Mal seit 30 Jahren. mth

Jerusalem

Israels Wahlkommission fordert Untersuchung möglicher ausländischer Einflussnahme

»Es wurden ernsthafte Verdachtsmomente an mich herangetragen«, sagt der Vorsitzende der Zentralen Wahlkommission, Noam Sohlberg

 29.10.2026

Jerusalem

Herzog will Neuwahlen vermeiden

Angesichts der unklaren Mehrheitsverhältnisse appelliert der israelische Präsident an die politischen Lager, sich bei den anstehenden Koalitionsverhandlungen kompromissbereit zu zeigen

 29.10.2026

Jerusalem

Auszählung der »Sonderstimmen« in Israel hat begonnen

Die Stimmen von Soldaten, medizinischem Personal, Patienten sowie israelischen Diplomaten im Ausland könnten die Sitzverteilung in der Knesset noch verändern

 29.10.2026

Jerusalem

Wahl-Patt in Israel: Netanjahu und Eisenkot suchen Partner

Kein Lager hat eine Mehrheit, die Regierungsbildung dürfte schwierig werden. Während erste Gespräche laufen, erhebt Netanjahus Partei schwere Wahlbetrugsvorwürfe

 29.10.2026

Essay

Der neue Jude

Warum ich Mitleid mit den Deutschen habe, die bis heute nicht begreifen wollen, dass wir keine wehrlosen Opfer mehr sind, sondern starke, selbstbestimmte Menschen, die hart zurückschlagen, wenn man uns angreift

von Zeev Avrahami  28.10.2026

Nachrichten

Auszählung, Expats, Einmischung

Kurzmeldungen aus Israel

von Sophie Albers Ben Chamo  28.10.2026

Knesset-Wahl

Die arabische Antwort auf Ben-Gvir

Die israelischen Araber könnten zum Königsmacher der nächsten Knesset werden

von Sabine Brandes  28.10.2026

Meinung

In der Sackgasse?

Sabine Brandes wünscht sich nach den Wahlen für Israel neue Bündnisse – trotz aller Hindernisse

von Sabine Brandes  28.10.2026

Analyse

Israel im Patt

Der rechte Block gewinnt bei der Auszählung an Boden. Doch weder Regierungslager noch Opposition haben eine klare Mehrheit – und die arabischen Parteien werden zum entscheidenden Faktor

von Sabine Brandes  28.10.2026