Israel

Ministerin soll vor Infektion Corona-Regeln gebrochen haben

Gila Gamliel Foto: Flash9

Israels Umweltschutzministerin Gila Gamliel hat einem Medienbericht zufolge vor ihrer Corona-Infektion gegen Lockdown-Vorschriften verstoßen.

Wie die Zeitung »Haaretz« am Montag unter Berufung auf ungenannte Quellen berichtete, soll die Politikerin vor einer Woche am Feiertag Jom Kippur in einer Synagoge etwa 150 Kilometer von ihrem Tel Aviver Wohnort gewesen sein.

Lockdown Während des derzeit geltenden Lockdowns darf jedoch nur in Synagogen gebetet werden, die im Umkreis von einem Kilometer des Zuhauses liegen. Gamliel soll dem Bericht zufolge vor Behördenmitarbeitern versucht haben, den Synagogenbesuch zu verheimlichen.

Wie »Haaretz« berichtete, äußerte sich die Ministerin vorerst nicht zu dem Bericht. Aus ihrem Büro hieß es demnach, der Bericht sei ein erneuter Versuch, Likud-Mitglieder durch Lügen zu schädigen. Ein Sprecher Gamliels antwortete zunächst nicht auf eine Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Tweet Gamliel hatte ihre Infektion in der Nacht auf Sonntag publik gemacht. Sie gehört der Likud-Partei von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu an.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Israel mit seinen rund neun Millionen Einwohnern steckt inmitten einer zweiten Corona-Welle. Nach einer massiven Zunahme der Fallzahlen gilt ein landesweiter Lockdown mit strengen Regeln.

Experten gilt die Akzeptanz der Bestimmungen als entscheidend für deren Erfolg. Das Vertrauen der Bevölkerung in den Kurs der Regierung hat jedoch im Zuge der Pandemie abgenommen. Ein Grund dafür ist, dass Spitzenpolitiker und einige ihrer Mitarbeiter bereits mehrfach schlechte Vorbilder abgaben. dpa

Nahost

Israels Armee würde »mit Macht« auf iranischen Angriff reagieren

Im Iran gehen Tausende gegen die Führung des Landes auf die Straße. US-Präsident Trump erwägt laut Berichten Militärschläge. Der Iran warnte deshalb auch Israel

 11.01.2026

Iran

Iranisches Regime droht mit Angriff auf US-Stützpunkte

Seit rund zwei Wochen gehen Menschen im Iran auf die Straße. US-Präsident Trump warnte Teheran vor Gewalt gegen die Protestierenden. Laut Berichten erwägt er Militärschläge. Das Mullah-Regime warnt

 11.01.2026

Waffenruhe

Israelische Armee bereitet Offensive auf Gaza-Stadt vor

Sollte sich die Hamas nicht freiwillig entwaffnen, will die Armee den Angriff noch im März beginnen

 11.01.2026

Be'eri

Nach dem 7. Oktober

Daniel Neumann hat den Kibbuz Be’eri besucht und fragt sich, wie es nach all dem Hass und Horror weitergehen kann. Er weiß, wenn überhaupt, dann nur in Israel

von Daniel Neumann  10.01.2026

Knesset

In den Startlöchern

Israels Parteien bereiten sich auf die Wahl vor

von Sabine Brandes  10.01.2026

Nachrichten

Wetter, Katargate, Bevölkerung

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  10.01.2026

Kommentar

Ärzte mit Grenzen

Die Waffen schweigen weitgehend in Gaza, der Informationskrieg tobt weiter. Ein besonders niederträchtiges Beispiel liefert »Ärzte ohne Grenzen«

von Wolf J. Reuter  10.01.2026 Aktualisiert

Kommentar

Die Proteste im Iran und die blamable Berichterstattung von ARD und ZDF

Die Mullahs sollen weg, der Schah soll kommen: Dafür hat die Linke gerade keine Erklärung parat - und mit ihr auch nicht die links geprägten Redaktionen des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks

von Christoph Lemmer  10.01.2026

Gesellschaft

»Habaita« – das Wort des Jahres in Israel

Ein simpler hebräischer Ausdruck aus drei Silben bezeichnet das Gefühl eines ganzen Landes

von Sabine Brandes  10.01.2026