Tempelberg

Metalldetektoren werden abgebaut

Werden abgebaut: Metalldetektoren vor dem Eingang zum Tempelberg am Löwentor Foto: Flash 90

Es scheint, als sei eine vorläufige Lösung für die Krise um den Tempelberg in Jerusalems Altstadt gefunden: Das israelische Sicherheitskabinett entschied in der Nacht zum Dienstag, dass die Metalldetektoren an den Eingängen zu der heiligen Stätte wieder abgebaut werden.

Die neuen Sicherheitsvorkehrungen hatten zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und der israelischen Polizei geführt.

Bereits in der Nacht wurde mit dem Abbau begonnen. Einige der Kameras sollen ebenfalls abgenommen werden. Zur gleichen Zeit war der Nahost‐Vermittler aus dem Weißen Haus, Jason Greenblatt, in Israel angekommen.

»Smarte Checks« Statt der Metalldetektoren soll nun hochentwickelte Sicherheitstechnologie in der gesamten Altstadt eingesetzt werden, die sogenannte smarte Checks ermöglicht. »Dadurch wird die Sicherheit der Besucher auf dem Areal des Tempelberges gewährleistet«, hieß es nach der Sitzung, die vier Stunden dauerte.

»Das Kabinett akzeptiert die Empfehlungen des Sicherheits‐Establishments, die Detektoren durch smarte Technologie zu ersetzen«, so die anschließende Erklärung der Regierung. Mitarbeiter der Geheimdienste hatten davor gewarnt, dass die Metalldetektoren zu gewalttätigen Protesten führen könnten.

Das Kabinett kündigte zudem an, der israelischen Polizei und dem Ministerium für öffentliche Sicherheit für die neue Technologie 100 Millionen Schekel (umgerechnet etwa 25 Millionen Euro) zur Verfügung zu stellen.

Literatur

»Erinnerung ist nicht statisch«

Der Schriftsteller Yishai Sarid über Auschwitz-Reisen junger Israelis, seinen Familiennamen und sein neues Buch

von Ayala Goldmann  19.02.2019

Wissenschaft

Israel will auf den Mond

Der jüdische Staat wäre das vierte Land, das mit einem Raumschiff auf dem Mond landet

 18.02.2019

Israel

Zipi Livni zieht sich aus Politik zurück

Die ehemalige Außenministerin kündigt an, mit ihrer Partei nicht bei den Neuwahlen am 9. April anzutreten

 18.02.2019