Israel

Merkel pocht auf Zweistaatenlösung

Seite an Seite: Angela Merkel und Benjamin Netanjahu Foto: dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ein Telefonat mit Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zu dessen Wahlerfolg genutzt, um auf eine Zweistaatenlösung im Nahost-Konflikt zu pochen.

Merkel habe Netanjahu am Montag telefonisch zum erfolgreichen Abschneiden seiner Partei bei der Knessetwahl vom 9. April gratuliert, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert mit. Die Kanzlerin habe ihre Bereitschaft bekräftigt, eng und vertrauensvoll mit der neu zu bildenden israelischen Regierung zusammenzuarbeiten.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Konflikt Mit Blick auf den Nahost-Friedensprozess habe die Kanzlerin die fortgesetzte Bedeutung einer von beiden Parteien zu verhandelnden Zweistaatenlösung betont. Diese Lösung bleibe das Ziel der internationalen Bemühungen zur Beilegung des Konflikts zwischen Israel und den Palästinensern.

Netanjahus Büro erklärte, Merkel habe den Ministerpräsidenten zu einem Treffen in Berlin nach der Regierungsbildung eingeladen. Der Regierungschef habe in dem Telefonat die Beziehungen zwischen beiden Staaten gelobt.

Knesset Israel hatte am Dienstag vor einer Woche ein neues Parlament gewählt. Das Zentrale Wahlkomitee hat mitgeteilt, Netanjahus Likud habe 36 von 120 Sitzen in der Knesset erhalten, das oppositionelle Mitte-Bündnis Blau-Weiß 35 Sitze.

Insgesamt hat das Lager rechter und religiöser Parteien eine Mehrheit. Es wird damit gerechnet, dass Netanjahu erneut an der Spitze einer rechts-religiösen Koalition stehen wird.  dpa

Prognosen

Wende, Patt oder Weiter so?

Die Knessetwahl stellt dem Land eine neue Regierung in Aussicht - doch die Koalitionsbildung könnte erneut zum Machtpoker werden

von Sabine Brandes  24.10.2026

Analyse

Israel hat die Wahl

Der jüdische Staat stimmt kommende Woche über eine neue Knesset ab. Alles deutet auf eine Richtungsentscheidung hin

von Guy Katz  24.10.2026

Westjordanland

Zwei israelische Soldaten sterben bei Terroranschlag

Ron Yonatan Roytman (23) und Yuval Shai Svilem (20) erlagen ihren Verletzungen. Drei weitere IDF-Soldaten wurden in dem Feuergefecht verletzt

 23.10.2026

Terroranschlag bei Hebron

Netanjahu kündigt größte Militäraktion im Westjordanland seit 1967 an

»Die gesamte terroristische Infrastruktur wird aufgespürt und zerstört«, erklärt der Ministerpräsident am Anschlagsort im Westjordanland

 23.10.2026 Aktualisiert

Westjordanland

Terroranschlag nahe Hebron: Was bislang bekannt ist

Bei dem Angriff starben zwei israelische Soldaten, drei wurden verletzt. Die Angreifer konnten getötet werden

 23.10.2026 Aktualisiert

Demokratie

Auf der Zielgeraden

Am 27. Oktober werden die Parteien anhand von Buchstaben auf den Wahlzetteln gewählt. Politische Notizen und Personalien

von Sabine Brandes  23.10.2026

Zeitungsinterview

Ronald Lauder rechnet mit Netanjahu ab: »Er hat Politik über Frieden gestellt«

»Eines der Dinge, die Israel im Vergleich zu anderen Ländern so besonders gemacht haben, war seine echte Demokratie«, so der WJC-Präsident. »Was wir jetzt erleben, erinnert eher an eine Bananenrepublik«

 23.10.2026

Westjordanland

Israel macht Hamas für Anschlag bei Hebron verantwortlich

Drei Menschen wurden bei dem Angriff auf einen Kontrollposten im Westjordanland verletzt, zwei getötet. Die Terroristen sollen der Hamas angehört haben

 23.10.2026 Aktualisiert

Tel Aviv

Angehörige der Opfer des 7. Oktober wollen Wähler an Schicksale erinnern

Zu den Teilnehmern gehört Jochewed Lifschitz, die zusammen mit ihrem Mann Oded nach Gaza verschleppt worden war. Die Hamas ermordete ihn in Geiselhaft

 23.10.2026