Covid-19-Impfstoff

Medienberichte: Pfizer setzt Lieferung an Israel wegen offener Rechnungen aus

Foto: picture alliance / Jochen Eckel

Der Pharmakonzern Pfizer hat angeblich die Lieferungen seines Covid-19-Impfstoffs nach Israel vorübergehend gestoppt. Grund sei eine bislang von der israelischen Seite nicht beglichene Rechnung für 2,5 Millionen bereits gelieferter Dosen. Das berichtete die »Jerusalem Post« unter Verweis auf Firmenmitarbeiter.

VERTRAGSVERHANDLUNGEN Demnach sollten ursprünglich 700.000 Dosen des Vakzins am vergangenen Sonntag in Israel eintreffen. Namentlich nicht genannte Vertreter des US-Pharmariesen, das den Impfstoff gemeinsam mit der Mainzer Firma BioNTech produziert und weltweit vermarktet, wurden mit den Worten zitiert, sie könnten nicht verstehen, wie eine solche Situation in einem organisierten Land zustande kommen könne. Laut israelischem Armeeradio bezeichneten sie Israel sogar als »Bananenrepublik«.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Offiziell erklärte Pfizer am Montag, man habe die Impfstofflieferungen an Israel im Rahmen der im November 2020 unterzeichneten Vereinbarung abgeschlossen und erwäge nun einen neuen Vertrag, um weitere Dosen zu liefern.

»Das Unternehmen arbeitet derzeit mit der israelischen Regierung zusammen, um die Vereinbarung zu aktualisieren, um so zusätzliche Impfstoffe für das Land zu liefern«, sagte ein Sprecher des Konzerns der Nachrichtenagentur Reuters. »Während diese Arbeiten andauern, können die Sendungen angepasst werden.«

KINDER Diese erste Bestellung hatte Berichten zufolge ein Volumen von rund 665 Millionen Euro. Zehn Millionen Dosen daraus seien bereits von israelischer Seite bezahlt worden, so die »Jerusalem Post«. Israel wollte im Februar weitere 36 Millionen Dosen für Kinder und Jugendliche ordern. Doch Meinungsverschiedenheiten in der Regierungsspitze haben das offenbar bislang verhindert.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Bereits mehr als die Hälfte der israelischen Bevölkerung sind bereits gegen das Coronavirus immunisiert, die meisten von ihnen wurden mit dem Pfizer/BioNTech-Vakzin geimpft. Auch der Impfstoff von Moderna kommt in Israel zum Einsatz. mth

Avi Gil (in Uniform), links von Benjamin Netanjahu

Explosives Interview

»Die Geiseln hätten früher zurückkehren können«

Der ehemalige Militärsekretär des Premiers, Avi Gil, erhebt schwere Vorwürfe: Warnungen vor dem 7. Oktober seien ignoriert, Abkommen aus politischen Gründen verhindert und Protokolle manipuliert worden. Netanjahu weist die Anschuldigungen zurück

von Sabine Brandes  11.10.2026

Nahost

IDF: Terrorinfrastruktur in Gaza zerstört

Israelische Armee und Sicherheitsbehörden haben nach eigenen Angaben im Gazastreifen Waffenlager, eine Raketenabschussrampe und eine Kommandozentrale zerstört. Verteidigungsminister Katz droht dem neuen Hamas-Chef

 11.10.2026

Passagiere am Flydubai-Schalter am Ben-Gurion-Flughafen Tel Aviv, 30. September

Vereitelter Terroranschlag

Flydubai-Passagiere wollen auf Hunderte Millionen klagen

Nach dem versuchten Anschlag an Bord des Fluges nach Tel Aviv bereiten Israelis Klagen gegen die Airline und möglicherweise mehrere Staaten vor

von Sabine Brandes  11.10.2026

Gesellschaft

Hamas-Massaker überschattet Israels Wahlkampf

Die meisten Israelis sehen den 7. Oktober als wichtigen Faktor für ihre Wahlentscheidung. Umfragen zeigen, dass weder Netanjahus Lager noch die Opposition die Mehrheit erhält

von Sabine Brandes  11.10.2026

Frachtschiffe vor Anker in der Straße von Hormus bei Bandar Abbas (Iran)

Nahost

Bericht: Iran kann noch immer Raketen und Drohnen produzieren

Teheran soll demnach weiterhin gut ausgestattet mit Raketen sein und schnell nachproduzieren können. Die USA sollen zudem Israel gedrängt haben, Iran erneut anzugreifen – alleine

 11.10.2026

Nahost

Der Lieberman-Plan

Soll das Westjordanland neu verwaltet werden?

von Sabine Brandes  10.10.2026

Kino

Ich habe »Naza« gesehen, und es ist ein übles Stück Propaganda

Es ist erschreckend zu sehen, wie große Teile der Filmwelt sich gerade selbst zu nützlichen Idioten der Hamas degradieren, indem sie ihr von Lügen und Blut getränktes Narrativ übernehmen

von Philipp Peyman Engel  10.10.2026

Essay

Drei Jahre nach dem 7. Oktober: Die Grenzen universitärer Selbstgewissheit

Antisemitismus ist an Universitäten längst kein Ausnahmeproblem mehr. Drei Jahre nach dem 7. Oktober stellt sich deshalb eine unangenehmere Frage: Was haben Universitäten über sich selbst gelernt?

von Frederek Musall  09.10.2026

Luftfahrt

Wer kontrolliert die Flüge nach Israel?

Nach dem vereitelten Anschlag auf einen Flydubai-Flug gerät das israelische Sicherheitssystem für ausländische Airlines unter Druck

von Sabine Brandes  08.10.2026