Geiseln der Hamas

Hamas will Leichen von Kfir, Ariel und Shiri Bibas und Oded Lifshitz übergeben

Die Hamas will am Donnerstag die Leichname von Kfir und Ariel Bibas, ihrer Mutter Shiri und von Oded Lifshitz an Israel übergeben. Das bestätigte das Büro des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu am Mittwochabend.

Oded Lifshitz war 83 Jahre alt, als die Terroristen der Hamas ihn und seine Frau Jocheved aus dem Kibbuz Nir Oz entführten. Während Jocheved Lifshitz am 23. Oktober 2023 im Rahmen des ersten Geisel-Deals freikam, musste die Familie bis zuletzt um ihren lungenkranken Ehemann, Vater und Großvater bangen. Oded Lifshitz war Journalist der Arbeiterzeitung »Al-Hamishar« und als Menschenrechtsaktivist in der Welt unterwegs, fuhr unter anderem Kranke aus dem Gazastreifen nach Israel. Das Ehepaar Lifshitz gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Kibbuzim Nir Oz.

Kfir Bibas war gerade einmal neun Monate alt, als Hamas-Terroristen am 7. Oktober 2023 seinen Kibbuz Nir Oz überfielen, ihn, seinen vier Jahre alten Bruder Ariel und die Eltern Shiri (damals 32 Jahre alt) und Yarden entführten. Der heute 35-Jährige ist das einzige Mitglied der Bibas-Familie, das freigelassen wurde. Die Hamas hatte schon im November 2023 behauptet, dass Kfir, Ariel und Shiri Bibas bei einem Luftangriff der israelischen Armee getötet wurden. Eine Bestätigung dafür gab es aber nicht.

Kfir wurde zu einem Symbol für die Bewegung zur Freilassung der GeiselnFoto: Bring Them Home Now

Lesen Sie auch

Außerdem benutzen die Terroristen Desinformation als Mittel ihrer psychologischen Kriegsführung. Die Mutter von Daniella Gilboa gab etwa an, ihre Tochter sei von ihren Geiselnehmern gezwungen worden, sich für ein Terrorpropaganda-Video tot zu stellen. Deshalb verbreiteten sich vor einigen Wochen Gerüchte, wonach sie nicht mehr am Leben sei. Die Terroristen schütteten Staub und Schutt über sie, da sie der Welt glaubhaft machen wollten, sie sei bei einem Angriff der israelischen Luftwaffe umgekommen. Stattdessen wurde sie am 25. Januar 2025 freigelassen. ja

Jerusalem

Deutschland verfünffacht Beitrag für Yad Vashem

Die Gedenkstätte Yad Vashem in Israel erinnert an die von den Nationalsozialisten ermordeten Juden. Die Bundesrepublik will sich künftig verstärkt an der Finanzierung beteiligen

 07.07.2026

Humantitäre Hilfe

IDF arbeitet mit an Venezuelas Wiederaufbau

Nach den verheerenden Erdbeben entwickelt eine IDF-Delegation mit der Übergangsregierung einen Plan für die zerstörten Regionen. Oberrabbiner Cohen hofft, dass die humanitäre Operation ein erster Schritt zur Wiederaufnahme der Beziehungen zwischen Caracas und Jerusalem sein könnten

von Sabine Brandes  07.07.2026

Jerusalem

Deutschland verfünffacht Unterstützung für Yad Vashem

Außenminister Wadephul und sein israelischer Amtskollege Sa’ar haben auf einer gemeinsamen Pressekonferenz einen Ausbau der Förderung für die israelische Holocaust-Gedenkstätte angekündigt. In den Fragen zu Iran und Libanon herrschte Einigkeit, beim Westjordanland nicht

von Sabine Brandes  07.07.2026

Türkei

Netanjahu warnt die USA vor einem Kampfjet-Deal mit der Türkei

Israel sieht das Gleichgewicht im Nahen Osten gefährdet, sollte es zu einem Deal zwischen der Türkei und den USA kommen

 07.07.2026

Interview

»Ich würde gerne mit Benjamin Netanjahu sprechen«

Der umstrittene Podcaster Ben Berndt schreibt Mediengeschichte. Sein YouTube-Format »Ungeskriptet« erreicht Millionen. Ein Gespräch

von Sven Gösmann, Stella Venohr  07.07.2026

Jerusalem

»Antisemitische Hetze« und »Aufruf zum Völkermord«: Streit zwischen Israel und Türkei eskaliert

Türkeis Außenminister hatte Israel als Problem für die Menschheit bezeichnet, das nicht länger ertragen werden könne

 07.07.2026

USA

Wie Ägyptens Nationaltrainer bei der Fußball-WM Lügen über Israel verbreitet

Politische Botschaften sind während des Turniers eigentlich verboten. Ägyptens Trainer lässt sich davon nicht beeindrucken

 07.07.2026 Aktualisiert

Hintergrund

UNRWA: Die Rosa-Luxemburg-Stiftung und die Israel-Lobby

Eine neue Studie der linksparteinahen Stiftung präsentiert jüdische und pro-israelische Organisationen in Deutschland pauschal als Sprachrohre der Regierung in Jerusalem

von Michael Thaidigsmann  06.07.2026

Jerusalem

Erleichterte Zulassung eingewanderter Psychologen

Im Ausland ausgebildete Psychologen sollen künftig schneller in Israel praktizieren können. Hintergrund ist auch die Krise der mentalen Gesundheit seit dem 7. Oktober

 06.07.2026