Westjordanland

Medienberichte: Abbas stoppt Terror-Renten

Mahmud Abbas ist seit 2005 Chef der palästinensischen Autonomiebehörde Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat per Dekret die Zahlung von Terror-Renten abgeschafft, wie mehrere Medien (darunter Walla, Axios und Times of Israel) unter Berufung auf palästinensische Regierungsvertreter berichten. Stattdessen sollen künftig Bedürftigkeit und wirtschaftliche Notlage als einzige Kriterien für Sozialhilfe gelten.

Seit 1964 zahlten die Fatah und später die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) den Familien von Attentätern und in Israel inhaftierten palästinensischen Gewalttätern aus einem »Märtyrer-Fond« monatliche Renten aus.

Das Dekret sei das Ergebnis eines seit über einem Jahr andauernden Reformprozesses und bereits unter der Biden-Regierung weitgehend finalisiert worden. Allerdings habe die PA mit der offiziellen Ankündigung gewartet, um diesen Schritt als Geste des guten Willen gegenüber der neuen Trump-Regierung zu präsentieren, so die Times of Israel.

Zwei mit der Angelegenheit vertraute Quellen sagten dem Medium, dass hochrangige PA-Vertreter während der Übergangsphase Gespräche mit Trumps Team geführt und über den Plan informiert hätten. Allerdings sei die offizielle Bekanntgabe zunächst zurückgestellt worden, nachdem Trump vergangene Woche angekündigt hatte, Gaza unter seine Kontrolle bringen zu wollen.

Lesen Sie auch

Die Palästinensische Autonomiebehörde versucht seit geraumer Zeit, ihre Beziehungen zu den USA zu verbessern. Ramallah habe Lehren aus dem Umgang mit Trump in seiner ersten Amtszeit gezogen, berichtet die Times of Israel. Damals brach Abbas die Beziehungen zu den USA ab, nachdem Trump Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt hatte.

Die Streichung der Gefangenen-Zahlungen wird als wichtiger diplomatischer Schritt gewertet – sowohl in Richtung Washington als auch im Kontext der arabischen Welt. Insbesondere Saudi-Arabien wird als Schlüsselakteur in möglichen weiteren Friedensabkommen mit Israel betrachtet. Die PA hofft, dass Riad eine künftige Normalisierung von einem klaren Weg zu einem palästinensischen Staat abhängig macht. ja

Tourismus

Haifa eröffnet neuen Kreuzfahrtterminal

Israel verbindet damit die Hoffnung auf eine schrittweise Erholung des Tourismussektors nach Jahren der Sicherheitskrisen

 15.05.2026

Ness Ziona

Israelisches Unternehmen will Erde mit Partikel-Technologie abkühlen

Im Mittelpunkt stehen mikroskopisch kleine Partikel aus amorpher Kieselsäure und Kalziumkarbonat. Die Stoffe sollen in die Atmosphäre eingebracht werden, wo sie einen Teil der Sonneneinstrahlung reflektieren würden

 15.05.2026

Washington D.C.

Israel und Libanon starten neue Gespräche

Eine Entwaffnung der Terrororganisation Hisbollah ist einer der Schwerpunkte. Auf beiden Seiten bestehen offenbar nur begrenzte Erwartungen an schnelle Ergebnisse

 15.05.2026

Jerusalem

Angebliche sexuelle Übergriffe: Israel kündigt Klage gegen »New York Times« an

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu: »Wir werden diese Lügen vor dem Gericht der öffentlichen Meinung und vor Gericht bekämpfen. Die Wahrheit wird siegen.«

 15.05.2026

Jerusalem

Ben-Gvir präsentiert israelische Fahne auf dem Tempelberg

Ausschreitungen und anti-arabische Gesänge während israelischen »Flaggenmarsches« – Polizei nimmt 13 Randalierer fest

 14.05.2026

Mittelmeer

Gaza-Hilfsflotte sticht von Türkei aus erneut in See

Israel wirft einigen Aktivisten Verbindungen mit der islamistischen Terrororganisation Hamas im Gazastreifen vor

 14.05.2026

Israel

Netanjahus Gesundheit vor Gericht

Der Premier erklärt sich in Verleumdungsprozess für »topfit« – doch Widersprüche bei Angaben zu seiner Krebsbehandlung werfen neue Fragen auf

von Sabine Brandes  14.05.2026

Nahost

Drei israelische Zivilisten durch Hisbollah-Sprengstoffdrohne verletzt

In der Mitteilung der israelischen Armee war die Rede von einem schweren Verstoß der Hisbollah gegen die Waffenruhe

 14.05.2026

Westjordanland

»Peace Now«: Friedensaktivist von Siedlern im Gesicht verletzt

Der Leiter von »Peace Now«, Lior Amichai, wurde nach Angaben der Organisation von gewalttätigen Siedlern geschlagen

 14.05.2026