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Masken, Impfung, Nashorn

Mazal tov: Ab 15. Juni fallen die Masken. Foto: Flash 90

Masken
Ab 15. Juni muss man in Israel auch in Innenräumen keine Masken mehr tragen. »Die Infektionszahlen mit dem Coronavirus sind so niedrig, dass dies nicht mehr nötig ist«, erklärte Gesundheitsminister Yuli Edelstein zu Wochenbeginn. Die einzigen Ausnahmen sind Schulen, wo die Kinder in den Klassenräumen nach wie vor Mund- und Nasenschutz tragen müssen, und der Ben-Gurion-Flughafen. Es war eine der letzten Corona-Beschränkungen, die in Israel noch bestand. »Während des Höhepunktes der Pandemie hatten wir mehr als 10.000 Fälle am Tag, gestern waren es nur vier«, so Edelstein. »Und alle vier waren Reisende, die aus dem Ausland zurückgekehrt sind.«

Impfung
Fast ein Drittel der jungen Israelis hat sich laut einer neuen Studie des Gesundheitsministeriums bereits mit dem Coronavirus infiziert. Dies würde die dringende Notwendigkeit einer Impfung für die Zwölf- bis 15-Jährigen infrage stellen, meinen einige israelische Experten. Bei etwas mehr als 30 Prozent der untersuchten Kinder in dieser Altersgruppe fand man Antikörper im Blut. Professor Mordechai Gerlic vom Zentrum für die Bekämpfung von Pandemien an der Tel Aviver Universität ist der Ansicht, dies impliziere eine Art Herdenimmunität unter jungen Leuten und erkläre, warum es seit Langem keinen Ausbruch mehr in Schulen gegeben hat. Gerlic findet, die Regierung solle die Impfaktion für Kinder überdenken: »Ich meine, wir sollten es nicht übereilen.« Am Sonntag hat Israel begonnen, Zwölf- bis 15-Jährige mit dem Vakzin von BioNTech/Pfizer zu impfen.

Nashorn
Rihanna, das Nashorn aus dem Safaripark in Ramat Gan, hat vor einigen Tagen ihr drittes Baby bekommen. Und fast hätte es niemand bemerkt. Erst als ihr größeres Kind Rainy Rafiki eine Schnute zog, nachdem ihre Mama es unsanft wegschob, wurden die Pfleger aufmerksam. Die elfjährige Rihanna hatte sich zuvor in eine Gegend der Savanne des Parks zurückgezogen, die von dichtem Gebüsch umgeben ist. Als sich ihre Tochter näherte, wies Rihanna sie ab. Etwas später dann kam sie aus dem Busch, an ihrer Seite ein tapsiges Neugeborenes. Die Freude im Safaripark ist groß. Oft werden die Sprösslinge ins Ausland geschickt, um die Erhaltung der Art zu sichern. Die israelischen Tiere gehören zur Gattung der Breitmaulnashörner. Sie sind zwar nicht vom Aussterben bedroht, aber durch Wilderer gefährdet.

Tod
Der Israel-Preisträger Avi Har-Even ist tot. Der 84-Jährige erlag seinen Verletzungen, die er bei dem Angriff auf das Efendi-Hotel in Akko erlitten hatte, als ein arabischer Mob das Gebäude bei Ausschreitungen vor wenigen Wochen anzündete. Der Raketenwissenschaftler und ehemalige Leiter der israelischen Weltraumbehörde wurde dabei lebensgefährlich verletzt. Ein 17-jähriger Junge und eine 67-jährige Frau erlitten ebenfalls Verletzungen. Aufgrund der laufenden Ermittlungen verhängte der Geheimdienst eine Nachrichtensperre in dem Fall.

Ermittlungen
Sowohl ehemalige als auch jetzige Mitarbeiter von Minister Yaakov Litzman von der ultraorthodoxen Partei Vereinigtes Tora-Judentum sind wegen Korruptionsverdacht festgenommen worden. Die Sondereinheit Lahav 433 der Polizei gab an, insgesamt neun Personen verhaftet zu haben. Die Ermittlungen hätten bereits 2017 begonnen. Zu den Verdächtigen gehören unter anderem Menachem Gesheid, Litzmans Berater während seiner Zeit als Gesundheitsminister, und Moti Babchick, derzeitiger Berater. Auch ein hoher Angestellter des Lebensmittelkonzerns Tnuva sei in Untersuchungshaft. Die Polizei nimmt an, Tnuva könnte lebensmittelrechtliche Vorteile im Austausch für Spenden an Organisationen erhalten haben, mit denen Babchick in Verbindung stehe. Die Anwälte von Babchick und Gesheid weisen die Vorwürfe gegen ihre Klienten zurück.

Mauer
Der Architekturstudent Raz Sror suchte nach einem Projekt für seine Hausarbeit. Fündig wurde er in Ramat Gan in einem Gebäude, das kürzlich durch den Raketenbeschuss der Hamas aus dem Gazastreifen beschädigt worden war. Der 24-Jährige verschloss die Löcher im Mauerwerk mit bunten Legosteinen. »Ich hatte eine nette Idee für die Kinder in diesem Gebäude«, so Sror, der am Shenkar College für Ingenieurwesen, Design und Kunst eingeschrieben ist. »Ich dachte, wir könnten gemeinsam die Löcher mit Legos füllen und den Menschen so ein Lächeln ins Gesicht zaubern.« Er lud andere ein, bei der Aktion zu helfen. Zwar kam niemand zum Bauen, doch einige Menschen stifteten ihre Legosteine und schauten zu.

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