Schoa

Luftwaffe fliegt Zeitzeugen nach Deutschland

Naftali Fürst mit seiner Tochter Ronit (2.v.r.) und seinen Enkeln Mika (l.) und Tom Foto: kat

Die Luftwaffe fliegt den Holocaust-Überlebenden Naftali Fürst zur Eröffnung einer zentralen Foto-Ausstellung aus Israel nach Deutschland. Die Regierungsmaschine mit Fürst und seinen Angehörigen startete am Dienstagmorgen auf dem Flughafen von Tel Aviv.

Der Flug in einem Flugzeug der Luftwaffe soll 75 Jahre nach der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau ein starkes Zeichen setzen für das mahnende Erinnern und die besondere Verantwortung Deutschlands für Israel.

Die Ausstellung »Survivors - Faces of Life after the Holocaust« gehört zum mahnenden Gedenken und wird von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) heute in Essen eröffnet. Zu sehen sind Porträtfotografien des Künstlers Martin Schoeller, der 75 Holocaust-Überlebende in Israel porträtiert hat.

Naftali FürstFoto: Martin Schoeller

Die Arbeiten werden erstmalig präsentiert. Die Ausstellung ist ein gemeinsames Projekt der Stiftung für Kunst und Kultur Bonn und der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem.  dpa

Debatte

Wehret den Anfängen gilt rechts und links

Ein Offener Brief an Bischof Christian Stäblein vom Evangelischen Arbeitskreis der CDU Berlin/Brandenburg

von Cornelia Seibeld  22.09.2026

Reaktionen

Besorgnis in Israel nach Berlin-Wahl

Der Wahlsieg der Linken sorgt vor allem mit Blick auf Antisemitismus und das jüdische Leben in der deutschen Hauptstadt für Aufmerksamkeit in israelischen Medien

von Sabine Brandes  22.09.2026

Umfrage

Mehrheit sieht keine Chance für friedliche Zwei-Staaten-Lösung

Eine friedliche Koexistenz ist für eine Mehrheit der Israelis und eine noch größere Mehrheit der Palästinenser im Westjordanland und in Ostjerusalem derzeit nicht vorstellbar

 22.09.2026

Alei Zahav

Terroranschlag im Westjordanland: Vater rettet seinem Sohn das Leben und stirbt

»Papa, ich möchte dir für 16 gemeinsame Jahre danken. Danke, dass du mir zugerufen hast, als der Terrorist kam«, sagte der 16-Jährige Yoav bei der Beerdigung seines Vaters

 22.09.2026

Meinung

Berlin bekommt, was es verdient!

Ein Kommentar von Chefredakteur Philipp Peyman Engel zum Erdrutschsieg der Linkspartei in der Hauptstadt

von Philipp Peyman Engel  20.09.2026

Jerusalem

Ein toter Israeli bei Terroranschlag im Westjordanland

Kurz vor Beginn von Jom Kippur kommt es zu zwei Terroranschlägen im von Israel besetzten Westjordanland. Ein israelischer Zivilist und einer der angreifenden Palästinenser werden getötet

 20.09.2026

Jerusalem

Präsident Herzog begnadigt verurteilten Ex-Soldaten Elor Asaria

Israels Präsident lässt einen Strafregistereintrag des ehemaligen Soldaten löschen, der 2016 einen am Boden liegenden, palästinensischen Attentäter tötete. Die israelische Armee war laut Berichten dagegen

 20.09.2026

Kommentar

Wo ist mein Berlin, in dem es keinen Hass auf Juden mehr geben sollte?

Unsere Gastautorin Dorothea Schupelius warnt vor der unheiligen Allianz der Linkspartei mit radikalen Muslimen - und vermisst das Berlin, in dem sie aufgewachsen ist

von Dorothea Schupelius  20.09.2026

Es braucht eine Brandmauer gegen die Linkspartei

Wenn Rassismus von rechts für Regierungsverantwortung disqualifiziert – warum sollte Antisemitismus von links weniger schwer wiegen?

von Nelly Eliasberg  20.09.2026 Aktualisiert