Lied
Israel hat seinen Beitrag für den Eurovision Song Contest 2026 vorgestellt: Der Song »Michelle« wird von Noam Bettan performt, der das Land im Mai beim Wettbewerb in Wien vertreten soll. Er kombiniert Hebräisch, Französisch und Englisch und gilt als energiegeladener Pop-Titel – ein Stilwechsel nach eher balladenlastigen Beiträgen der vergangenen Jahre. Nach der Bekanntgabe ist Israel in den internationalen Wettquoten leicht abgerutscht und belegt nun Platz 5.
Indien
Narendra Modi ist zu seinem zweiten Besuch in Israel eingetroffen. Auf dem Programm des indischen Premiers stehen Gespräche mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Staatspräsident Isaac Herzog, eine Kranzniederlegung in Yad Vashem sowie ein Auftritt in der Knesset. Es wäre das erste Mal, dass ein indischer Premierminister im israelischen Parlament spricht. Mit dem Besuch soll auch eine Aufwertung des bilateralen Verhältnisses zu »besonderen strategischen Beziehungen« einhergehen. Neben den USA und Deutschland wäre Indien das dritte Land, das diesen Status erhielt. Erwartet werden zudem neue Initiativen zur Erleichterung des Handels sowie eine Vertiefung der bereits engen Zusammenarbeit in Rüstungs- und Sicherheitsfragen.
Ersparnisse
Ein Gericht hat die israelische Postbank angewiesen, die Bareinzahlung einer Kundin in Höhe von mehr als 200.000 Schekel anzunehmen. Die Bank hatte die Einzahlung zuvor mit dem Verweis auf Geldwäschebestimmungen abgelehnt. Die Frau, die eine psychische Behinderung hat, legte glaubhaft dar, dass sie das Geld über Jahre angespart habe, indem sie ihre monatliche Invalidenrente bar abhob und aus Angst vor Diebstahl zu Hause aufbewahrte. Das Gericht befand, dass diese Erklärung plausibel sei. Die Bank habe unangemessen gehandelt, indem sie die Einzahlung pauschal verweigerte, statt die Herkunft des Gelds individuell zu prüfen.
Steuern
Die Knesset hat eine Regelung gekippt, die mehr Online-Einkäufe aus dem Ausland von Steuern hätte befreien sollen. Mit 59 zu 25 Stimmen wurde eine Anordnung von Finanzminister Bezalel Smotrich zurückgenommen, die den Mehrwertsteuer-Freibetrag für private Importe von 75 auf 150 Dollar verdoppeln sollte. Die Maßnahme war darauf ausgelegt, die Lebenshaltungskosten zu senken und den Wettbewerb zu fördern. Sie stieß jedoch auf starken Widerstand – vor allem bei kleineren Händlern, die Nachteile für lokale Geschäfte befürchteten.
Schriftrolle
Eine rund 2100 Jahre alte Jesaja-Schriftrolle – das älteste nahezu vollständig erhaltene biblische Buch – wird in Jerusalem erstmals seit 1968 wieder komplett ausgestellt. Das etwa sieben Meter lange Dokument ist im Israel Museum in Jerusalem zu sehen, jedoch nur unter strengen Schutzbedingungen: Besucher müssen in kleinen Gruppen einen klimatisierten Raum betreten, in dem das empfindliche Pergament besonders geschützt wird. Normalerweise wird nur ein kleiner Abschnitt des Originals gezeigt, während der Rest im Depot bleibt. Die Sonderausstellung gilt daher als seltene Gelegenheit, die gesamte Schriftrolle zu sehen. Sie wurde 1947 in Qumran entdeckt und ist rund 1000 Jahre älter als zuvor bekannte hebräische Bibelhandschriften.