Äthiopien

Leiche von junger Israelin gefunden

In der Wüste hätten Temperaturen um 50 Grad geherrscht. Foto: dpa

Eine junge Israelin hat sich in der äthiopischen Danakil-Wüste verirrt und ist dort gestorben. Die Studentin der Technion-Universität sei offenbar abgestürzt und habe sich dabei tödlich verletzt, teilte das israelische Außenministerium in Jerusalem am Sonntag mit.

Suche Bei der intensiven Suche nach der jungen Frau seien Drohnen und ein Hubschrauber eingesetzt worden. Ihre Leiche solle nach Israel überführt werden.

Israelische Medien berichteten, die 21-Jährige sei am Samstag bei einem Ausflug mit einer Studentendelegation verloren gegangen. In der Wüste hätten Temperaturen um 50 Grad geherrscht. Die junge Frau stamme aus dem arabischen Ort Arraba im Norden Israels.

Warnung Die unwirtliche Danakil-Senke in Äthiopien gilt als einer der heißesten Orte der Welt. Das Auswärtige Amt rät Touristen davon ab, die Gegend an der Grenze zu Eritrea ohne Begleitung äthiopischer Sicherheitskräfte zu besuchen.

Im Dezember 2017 wurde am Vulkan Erta Ale ein Deutscher bei einem Überfall getötet. Der etwa 600 Meter hohe Vulkan in der Danakil-Wüste zieht Touristen an, weil man dort vom Kraterrand aus einen brodelnden Lavasee beobachten kann.  dpa

Kommentar

»Eigentlich habe ich noch nie mit einem Juden gesprochen«

Als Antisemitismusbeauftragter jüdisch zu sein ist kein Manko. Im Gegenteil: Es braucht an deutschen Universitäten mehr jüdische Beauftragte

von Guy Katz  30.06.2026

Archäologie

Höhle der Menschheitsgeschichte

Funde in einer Hunderttausende von Jahren verschlossenen Höhle südlich von Haifa könnten eines der größten Rätsel über die Vorgeschichte des Homo sapiens lösen

von Sabine Brandes  30.06.2026

Folgen des 7. Oktober

Israel tötet Peiniger von Rom Braslavski

Rund zwei Jahre lang wurde der Deutsch-Israeli von Terroristen des Islamischen Dschihad gequält. Als er von der Tötung »Abu Yusufs« hört, bricht er in Tränen

 30.06.2026

Meinung

Georg Restle, die Jüdische Allgemeine und der berüchtigte Scheck aus Jerusalem

Früher hätte man Journalisten wie Restle, die Juden unterstellen, sie seien nur Sprachrohr einer Regierung in Israel, die Eignung als Politik-Redakteure beim Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk abgesprochen. Zu Recht

von Michael Thaidigsmann  30.06.2026

Internationales Rotes Kreuz

Knesset lehnt Gesetz zum Besuchsverbot für Häftlinge ab

Sicherheitsminister Ben-Gvir wollte den Zugang zu palästinensischen Sicherheitsgefangenen verwehren, doch der Gesetzentwurf scheitert an Stimmen der eigenen Koalition

von Sabine Brandes  30.06.2026

Bnei Brak

Rabbiner verflucht Israels Armeechef Eyal Zamir

Ein israelischer Soldat wurde wegen eines religiösen Aufnähers inhaftiert. Das und die geplante Einberufung von Charedim sorgt für Verärgerung bei den Ultraorthodoxen

 30.06.2026

Rüstungstechnologie

Israelische Raketenabwehr für Katar

Fotos beweisen, dass in katarischen Regierungsmaschinen Militärtechnologie von Elbit verbaut wurde. Dabei pflegen Israel und Katar nicht einmal diplomatische Beziehungen

 29.06.2026

Reaktionen

»Erster Schritt zum Frieden«

Während Jerusalem und Beirut das Abkommen begrüßen, weist die Hisbollah es entschieden zurück

von Sabine Brandes  29.06.2026

Jerusalem

Israel erkennt den Völkermord an den Armeniern an

Die historische Entscheidung birgt diplomatische Sprengkraft. Außenminister Sa’ar bezeichnete die Anerkennung als »moralische Pflicht«

von Sabine Brandes  29.06.2026