Ben Gurion Airport

Kurzer Abstrich am Gate?

Nur wenige Fluggäste verirrten sich in den letzten Woche an den Flughafen Ben-Gurion. Das soll sich bald ändern. Foto: Flash 90

Israel wird möglicherweise schon bald Auslandsreisenden am Flughafen in Tel Aviv einen Corona-Schnelltest anbieten. Das sagte ein Sprecher der Flughafenbehörde im israelischen Fernsehen. Es sei »sehr wahrscheinlich«, dass entweder die Regierung selbst oder ein privates Medizinlabor bald solche Tests anbieten werde, erklärte Ofer Lefler im Sender »Channel 12«.

Dies könnte Fluggästen im Zielland den Nachweis ermöglichen, dass sie gesund und nicht mit dem Coronavirus infiziert seien, sagte er. Eine obligatorische Quarantäne, die nach wie vor in vielen Ländern gefordert wird, könnte so vermieden werden.

ÖSTERREICH Der Abstrich und seine Überprüfung auf den Erreger im Labor könne in rund 45 Minuten durchgeführt werden, so Lefler. Österreich böte bereits einen solchen Service am Flughafen Wien an, sagte der Sprecher. Dort dauert es aber bis zu drei Stunden, bis ein Ergebnis vorliegt.

Auch in israelischen Krankenhäusern werden solche Corona-Tests bereits durchgeführt. Sie gelten im Gegensatz zu anderen Untersuchungen als zuverlässiger, sind aber mit 150 bis 200 Euro pro getesteter Person auch deutlich teurer.

Am Montag hatte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu angekündigt, dass Israel in den kommenden Wochen den Flugverkehr ins Ausland wiederaufnehmen werde. Seit Mitte März gelten wegen der weltweiten Corona-Pandemie strenge Ein- und Ausreiseregeln.

STATISTIK Im April kam der Reiseverkehr nach Israel fast ganz zum Erliegen. Laut Zahlen, die das Zentrale Statistikbüro Israels am Mittwoch veröffentlichte, reisten während des gesamten letzten Monats nur 1900 israelische Bürger ins Ausland (einige von ihnen mehrmals). Zwölf Monate zuvor waren es noch fast 800.000 gewesen.

Auch in der umgekehrten Richtung brach der Reiseverkehr fast komplett ein: Landeten im April 2019 noch 766.000 Israelis am Flughafen Ben-Gurion, waren es ein Jahr später nur 6100. Ausländische Gäste kamen im April sogar nur 600 nach Israel – ein Rückgang von 99,9 Prozent im Vergleich zum selben Monat im letzten Jahr. mth

Israel

Die Stimme, der man traut: Oren Nahari ist tot

Mit nur 70 Jahren ist der beliebte Journalist Oren Nahari gestorben. Wenige Tage nach seiner letzten Radiosendung

 13.08.2026

Wien

Vermisste Israelinnen: Gerüchte sorgen für Aktiensturz

Im Fall der vermissten Mutter und Tochter in Österreich haben Gerüchte in den sozialen Medien zu einem Kurssturz bei der israelischen Bank geführt, bei der eine der Frauen arbeitet

 13.08.2026

Nahost

Ex-Botschafter Seibert fordert »klare europäische Position« zu Israel

Bis vor kurzem war er das Gesicht deutscher Diplomatie in Israel: Steffen Seibert. In einem Interview äußert er sich zu Grenzen der Staatsräson, Siedlungen, dem Terror der Hamas und gegen Boykotte

 13.08.2026

Militär

Gefährlicher Schwarm

Experte Danny Orbach über neue Technologie in der Kriegsführung, Herausforderungen beim Zivilschutz und den Drohnenfund in Leipzig

von Sabine Brandes  13.08.2026

Nachrichten

Warnung, Netzwerke, Jahrzeit

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  13.08.2026

Washington D.C./Jerusalem

USA weisen Katz wegen Aussagen zu israelischer Präsenz im Südlibanon zurecht

Der israelische Verteidigungsminister hatte angekündigt, die Armee werde auf absehbare Zeit im Südlibanon bleiben

 13.08.2026

Jerusalem

Huckabee verurteilt Angriffe auf palästinensisch-amerikanische Familie im Westjordanland

»Die Handlungen derjenigen, die dies dem Haus dieser Familie antun, sind kriminell«, erklärt der US-Botschafter

 13.08.2026

Die iranische Atomanlage Fordo vor den amerikanischen Angriffen

Iranisches Atomprogramm

Fordo: Der Mossad war da

Yossi Cohen leitete den israelischen Auslandsgeheimdienst von 2015 bis 2021. Unter seiner Ära hätten israelische Spione die iranische Atomanlage Fordo mehrmals in Augenschein genommen

 12.08.2026

Israel

Tel Aviv bekommt offiziell einen »Geiselplatz«

Der Platz vor dem Kunstmuseum der israelischen Metropole wurde zum Sammelort für alle, die ihre Solidarität mit den Geiseln in Gaza ausdrücken wollten. An diese dramatische Zeit soll nun seine offizielle Umbenennung erinnern

von Andrea Krogmann  12.08.2026