Israel

Kurz gemeldet

Allein am Sonntag sind durch brennende Drachen an 20 verschiedenen Orten Feuer entstanden. Foto: Flash 90

Fußball
Sommer, Sonne, Fußball: Die Israelis freuen sich, dass sie bei dieser Weltmeisterschaft wieder beim Public Viewing am Strand, in Bars und Kneipen zuschauen können. Denn der öffentlich-rechtliche Sender Kan überträgt die WM 2018. Leider läuft dabei nicht alles glatt. Tausende von Fußballfans beschwerten sich jetzt, dass die Übertragung der Spiele »inakzeptabel und teilweise nicht anzuschauen« sei. Die Kameras seien viel zu weit vom Spielfeld entfernt, die Spieler dadurch nur schwer zu identifizieren, und der Ball sei oft gar nicht zu sehen. Kan protestierte daraufhin offiziell in einem Schreiben an die FIFA. Allerdings gab Kan an, dass es die Rechte gekauft habe, um in der neuen Technologie 4K zu übertragen. Und die führt zu einem weiteren Winkel. Aufgrund der Beschwerden zeigt der Sender die Spiele auf einigen seiner Sender jetzt wieder in der traditionellen HD-Technologie, die näher vom Spielfeld sendet.

Feuer
Die israelische Armee hat am Sonntag einen der Verantwortlichen für die brennenden Drachen in Gaza ins Visier genommen. »Unsere Kräfte haben einen Luftangriff auf das Fahrzeug eines der Anführers einer Zelle ausgeführt, die für die brennenden Drachen und Ballons verantwortlich ist«, heißt es in einer Stellungnahme der IDF. Ob es bei dem Angriff Verletzte oder Tote gab, teilte die Armee nicht mit, eine palästinensische Nachrichtenagentur schrieb jedoch, dass ein leeres Fahrzeug getroffen wurde. Allein am Sonntag sind durch die Drachen an 20 verschiedenen Orten Feuer entstanden. Landwirte in Grenznähe des Gazastreifens beklagten sich: »Das ist Terror«. Allerdings machten militärische Führungskräfte bei Sitzungen mit Politikern in Jerusalem deutlich, dass man ihrer Meinung nach die Hamas zur Verantwortung ziehen müsse, um das Problem anzugehen, und die Armee nicht auf jene zielen solle, die die Drachen losschicken.

Verbot
Ein neuer Gesetzesvorschlag stößt auf Widerstand. Demnach soll es untersagt werden, Soldaten während der Ausübung ihrer Dienstpflicht zu filmen. Jeder, der dagegen verstößt, soll mit Gefängnis bis zu fünf Jahren bestraft werden. Doch der Vorschlag der Partei Israel Beiteinu mit Unterstützung von Verteidigungsminister Avigdor Lieberman sei so nicht umsetzbar, erklärte Avichai Mandelblit. Trotz dessen Einwand hatte das ministeriale Gesetzgebungskomitee dem Gesetz zugestimmt. Es forderte jedoch Änderungen vor der ersten Lesung in der Knesset. Man geht davon aus, dass es nach der Änderung strafbar werden wird, sollte jemand in den Dienst von Soldaten eingreifen, dass es jedoch nicht generell verboten ist, militärische Aktionen zu filmen oder zu dokumentieren.

Räumung
Bei der Räumung einiger Häuser der jüdischen Siedlung Tapuach West im Westjordanland sind elf Sicherheitskräfte verletzt worden. Sie wurden von wütenden Jugendlichen der sogenannten Hilltop Youth (Hügel-Jugend) angegriffen, die sich der Räumung widersetzten. Die zehn Gebäude waren illegal auf privatem palästinensischen Land gebaut worden. Das Gericht hatte entschieden, dass diese zu räumen und abzureißen sind. Die Polizei gab an, sie sei auf »aktiven Widerstand« gestoßen, die Protestierenden hätten die Beamten mit Stöcken, Eiern und anderen Gegenständen beworfen. Um die 50 Aktivisten wurden vorläufig festgenommen.

Syrien

Grossi: Von Israel zerstörter Reaktor hätte atomwaffenfähiges Material produzieren können

2007 zerstörte Israel den Atomreaktor Deir ez-Zor. 19 Jahre später bestätigt Atom-Aufseher Rafael Grossi, dass die Anlage atomwaffenfähiges Material hätte produzieren können

 11.09.2026

Rosch Haschana

Israel wächst – doch immer mehr Menschen verlassen das Land

Zum jüdischen Neujahr veröffentlicht das Statistikamt neue Zahlen. Die Geburtenrate ist mehr als doppelt so hoch wie in der OECD

von Sabine Brandes  11.09.2026

Sachsen-Anhalt

Empörung über AfD-Spitzenmann Siegmund wegen Rüstungsaussage 

Siegmund: »Weil wir bei späteren Remigrations- und Abschiebeoffensive natürlich auch entsprechende Hilfsmittel brauchen«

 11.09.2026

Neujahr

Hopfen, Malz und Honig

Zu Rosch Haschana können die Israelis nun auch passendes Bier im Supermarkt kaufen. Stilecht in der blau-weißen Dose

von Sabine Brandes  11.09.2026

Tel Aviv

Magen David Adom leistet im Jahr 5786 fast 1,9 Millionen Einsätze

Besonders stark beansprucht wurde auch die Notrufzentrale 101: Mehr als zwei Millionen Anrufe gingen innerhalb eines Jahres ein

 11.09.2026

Großbritannien

Applaus für britischen Außenminister von der Hamas

Ein hochrangiger Funktionär der Terrorgruppe begrüßt die Sanktionen, mit denen das Vereinigte Königreich Israel belegt hat. Das sei ein »wichtiger Schritt in die richtige Richtung«

 11.09.2026

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  11.09.2026

Kommentar

Ja, du bist gemeint!

Im Leben gibt es Menschen, die erkennen, was vor sich geht, und andere, die einfach blind den Trends folgen. Warum ich an der Seite meiner jüdischen Freunde stehe

von Boy George  11.09.2026

Tel Aviv

Nach Unfall für tot erklärt - jetzt Mutter von drei Kindern

Eine Mutter in Israel, einst nach einem schweren Verkehrsunfall schon als verstorben gemeldet, bringt im Krankenhaus ihrer Rettung ihr drittes Kind zur Welt – mit Hilfe der eigenen Schwester

 11.09.2026