Israel

Kurz gemeldet

US-Außenminister Mike Pompeo und der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu (r.) Foto: Flash 90

Besuch
Premierminister Benjamin Netanjahu hat sich am Sonntag mit dem neuen amerikanischen Außenminister Mike Pompeo getroffen, der zu einer offiziellen Visite in Israel ist. Pompeo sagte: »Israel ist ein äußerst wichtiger Partner, der auch in meinem Herzen einen besonderen Platz einnimmt.« Die beiden Politiker wollten vor allem die Aggression des Iran und das iranische Nuklearabkommen besprechen. In den nächsten Tagen wird diesbezüglich auch eine Entscheidung von US-Präsident Donald Trump erwartet. Pompeo betonte, Trump sei sehr deutlich, was das Abkommen angehe. Es sei fehlerhaft. »Er hat die Verwaltung angewiesen, es zu korrigieren. Und wenn es nicht korrigiert werden kann, werden sich die USA davon zurückziehen.« Pompeo sagte zudem, dass »die Amerikaner unglaublich stolz sind, am 14. Mai, weit vor dem ursprünglich geplanten Datum, die neue US-Botschaft in Jerusalem zu eröffnen«. Mit den Palästinensern will der Hardliner Pompeo während seines Besuchs nicht sprechen.

Angriff
Die syrische Armee hat bestätigt, dass am Sonntag »feindliche Raketenangriffe« gegen Militärbasen von Präsident Baschar al-Assad geflogen wurden. Das berichtete das staatliche Fernsehen des Landes am Montagmorgen. Verschiedene Medien vermuten hinter den Angriffen die USA und England, andere Israel. 38 Militärangehörige sollen dabei getötet und mehr als 50 verletzt worden sein. Die meisten der Toten seien Iraner der Revolutionären Garde. In den Basen sollen Trainingseinheiten und Lager für Raketen untergebracht sein. Bislang hat kein westliches Land die Angriffe bestätigt. Derweil heißt es, Israel rechne mit einem Vergeltungsanschlag seitens Iran für die Bombardierung des Militärflughafens vor einigen Wochen.

Gaza
Drei Palästinenser, die dabei waren, den Grenzzaun nach Israel zu überqueren, sind von der israelischen Armee (IDF) am vergangenen Wochenende getötet worden. Angeblich hätten einige der Männer Molotowcocktails in Richtung der Soldaten geworfen. Zudem war es am Grenzzaun wieder zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen. Insgesamt vier Palästinenser wurden dabei von der IDF erschossen, darunter ein 15-jähriger Junge. Außerdem sollen um die 300 Menschen verletzt worden sein. Seit dem Ausbruch der Proteste, die von der Hamas angezettelt wurden, starben 47 Palästinenser. Laut Angaben der palästinensischen Gesundheitsbehörde sollen Tausende verletzt worden sein.

Rabbinerinnen
In wenigen Monaten wird der Knesset-Rabbiner Alexander Hochman in den Ruhestand gehen. Also braucht das israelische Parlament einen neuen Rabbiner – oder eine Rabbinerin. Denn in der öffentlichen Ausschreibung soll nach einem Kandidaten oder einer Kandidatin gesucht werden. Der ursprüngliche Text wurde von Frauenverbänden allerdings als diskriminierend kritisiert, da eine der Voraussetzung für den Job das Zertifikat des Oberrabbinats sein solle. Das aber vergibt keine Zertifikate an Frauen. Der Rechtsberater der Knesset stimmte zu und verkündete, dass eine neue Ausschreibung formuliert werde, auf die sich auch Frauen bewerben können. Zum ersten Mal in der Geschichte könnte damit eine Rabbinerin in der Knesset eingestellt werden. Der Job umfasst unter anderem die Überwachung der Kaschrut in den verschiedenen Küchen, den Synagogendienst und die Instandhaltung der Mesusot an den Türrahmen.

Kommentar

Warum es eine Brandmauer gegen die Linkspartei braucht

Wenn eine Brandmauer nur auf einer Seite steht, brennt es von der anderen rein. Über diese offene Seite müssen wir reden

von Nelly Eliasberg  20.09.2026 Aktualisiert

Berlin

Berliner Linke nennen Hamas-Massaker »Widerstand«

In einer Sitzung wurde die Forderung nach einer »vollen politischen und materiellen Unterstützung des palästinensischen Widerstands in all seinen Formen« erhoben. Und dies ist nur die Spitze des Eisbergs

 19.09.2026 Aktualisiert

Ranking

Das sind die 50 einflussreichsten Juden weltweit

von Michael Thaidigsmann  19.09.2026

Jerusalem

NGO Monitor: Umbenennungen sollen Sanktionen gegen Terror-Verbindungen umgehen

Betroffen sind vor allem Organisationen, denen Verbindungen zur Hamas oder zur PFLP vorgeworfen werden. Was bedeutet dies für die Wirksamkeit von Sanktionssystemen?

 18.09.2026

Social Media

Nach weltweiten viralen Song: Hasswelle gegen israelische Band Temper City

Der Song der israelischen Band wird zum Welthit – bis die Herkunft der Musiker bekannt wird. Dann beginnt im Netz der Boykott

von Sabine Brandes  18.09.2026

Luftfahrt

SAS streicht geplante Direktflüge zwischen Kopenhagen und Tel Aviv

Welche Begründung liefert die skandinawische Fluglinie für ihren Kurswechsel?

 18.09.2026

Terrorismus

Die Huthi bedrohen den Hafen von Eilat

Die Kontrolle über eine der wichtigsten Handelsrouten droht sich zu verschärfen – mit Folgen für Israels Seehandel, Versorgung und Lebenshaltungskosten

von Sabine Brandes  18.09.2026

Reaktion

»Wir dürfen nicht dulden, dass Ausländerkriminalität, Judenhass an der Tagesordnung sind«

Kanzler Merz sprach in Berlin über Migration und den grassierenden Judenhass im Land

 17.09.2026

Wuppertal

Brandanschlag auf Synagoge

Nach ersten Erkenntnissen handelte der polizeibekannte Mann mit afghanischer Staatsangehörigkeit allein

 18.09.2026 Aktualisiert