Israel

Kurz gemeldet

Demonstration in Tel Aviv Foto: Flash 90

Schreiben
Die ersten Abschiebebescheide sind raus. Die Einwanderungsbehörde verschickte die Briefe an die ersten afrikanischen Migranten aus Eritrea und dem Sudan, die ihr Visum erneuerten. Nach Angaben der Behörden werden in dieser ersten Phase rund 20.000 alleinstehende Männer ohne Familien in den nächsten Wochen das Schreiben erhalten. Darin wird ihnen mitgeteilt, dass sie binnen zwei Monaten das Land verlassen müssen oder keine Arbeitserlaubnis mehr erhalten und auf unbestimmte Zeit inhaftiert werden können. Die israelische Regierung hat sich in einer umstrittenen Aktion zum Ziel gesetzt, einen Großteil der rund 39.000 Afrikaner auszuweisen. Sie sollen in Drittländer wie Uganda oder Ruanda geflogen werden, obwohl sich diese Länder nach eigener Auskunft weigern, die Menschen aufzunehmen. Regierungschef Benajmin Netanjahu attackierte derweil den Milliardär George Soros und beschuldigte ihn, für die Anti-Abschiebungs-Aktionen verantwortlich zu sein. Während Soros durch einen Sprecher erklären ließ, es sei falsch, »entsprechend der Flüchtlingskonvention von 1951 Asylsuchende zwangsweise in Länder zu schicken, in den sie verfolgt oder getötet werden«, dementierte er gleichzeitig, eine derartige Kampagne in Israel zu finanzieren.

Übung
Im Norden ist die Situation angespannt. Vor allem, seit bekannt wurde, dass der Iran im Nachbarland Libanon eine Fabrik für Präzisionswaffen baut. Um auf jedwede Situation vorbereitet zu sein, veranstaltet die Armee demnächst ihre größte Fallschirmspringer-Übung seit Jahren, die für Mitte des Jahres angesetzt ist. Derzeit bereiten sich die Teilnehmer darauf vor. Bei der Übung sollen alle Fallschirmspringer von Kampfeinheiten mit Ausrüstung, Waffen und Verpflegung für die Truppen im Feld abgeworfen werden. Zum ersten Mal wird dabei auch der neue amerikanische Fallschirm der Firma Airborne Systems getestet, der die alten israelischen Schirme ersetzt hat.

Kontrolle
Israel soll Mitglied der Koalition von 21 Staaten sein, die Informationen über Kämpfer des Islamischen Staates (IS) austauschen. Das berichtete »Der Spiegel« am Sonntag. Nach dem Zerfall der Terrororganisation wird befürchtet, dass Tausende von IS-Anhängern versuchen werden, unerkannt aus Syrien in ihre Heimatländer zurückzukehren. Auch Deutschland soll der Gruppe angehören, die sich darauf spezialisiert, Daten, Papiere, Fingerabdrücke und sonstige Informationen zu sammeln, auszuwerten und international zu teilen. Schätzungsweise 40.000 Menschen aus aller Welt, darunter auch Deutschland, hatten sich dem terroristischen Islamischen Staat angeschlossen, der 2014 in Syrien und dem Irak ein Kalifat ausgerufen hatte.

Jerusalem

Könnte eine Nicht-Israelin Miss Israel werden?

Melanie Shiraz, die Miss Israel von 2025, erhebt schwere Vorwürfe gegen die Organisatoren des Schönheitswettbewerbs. Dessen Glaubwürdigkeit steht ihr zufolge auf dem Spiel

 04.06.2026

Israel

Die Belarus-Connection

Der neue Mossad-Chef Roman Gofman wanderte mit seinen Eltern 1990 nach Israel aus. Er ist einer von vielen osteuropäischen Olim, die das Land geprägt haben

von Eugen El  04.06.2026

Libanon

Hisbollah lehnt Waffenruhe ab

Bisher konnte keine Waffenruhe im Libanon Ruhe zwischen Israel und der Hisbollah schaffen. Ein erneuter Anlauf wird von der Hisbollah zurückgewiesen

 04.06.2026

Wirtschaft

Keine Dollar, keine Euro mehr - »alles leer«

Der Ansturm auf Devisen bringt Geldwechsler in Israel in Bedrängnis – selbst Banken haben Schwierigkeiten beim Nachschub

von Sabine Brandes  04.06.2026

POWER LIST – Germany’s Top 50

Hape Kerkeling bekommt Sonderpreis für Zivilcourage

Auch die Ärztin und Bestsellerautorin Yael Adler, Bildungsministerin Karin Prien (CDU) sowie JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel wurden ausgezeichnet

von Imanuel Marcus  04.06.2026

Jerusalem

Netanjahu spielt Trumps Beschimpfungen herunter

Seine Beziehung zum amerikanischen Präsidenten sei weiterhin stabil, sagt Israels Ministerpräsident

 04.06.2026

Libanon

Ist die Bromance zwischen Bibi und Trump am Ende?

Wie Washington die Konflikte im Nahen Osten ordnen will und Israel dabei zunehmend in eine Zuschauerrolle drängt

von Sabine Brandes  04.06.2026

Alon Schvut

Charedim greifen Haus des Vizepräsidenten des Obersten Gerichts an

Dutzende Randalierer beschädigten Fenster, Fahrzeuge und weitere Teile des Grundstücks. Hintergrund ist der Protest gegen die Einziehung ultraorthodoxer Männer zum Militärdienst

 04.06.2026

Terroropfer

Sterbliche Überreste in Kfar Aza entdeckt: Familie eines Hamas-Opfers hofft auf Gewissheit

Angehörige des am 7. Oktober 2023 ermordeten Nirel Zini finden menschliche Knochen. Gehören sie zu ihm?

 04.06.2026