Israel

Kurz gemeldet

Das Abwehrsystem »Iron Dome« im Zentrum von Israel Foto: Flash 90

Geschoss
Am Freitagmorgen sind drei Raketen aus dem Gazastreifen auf israelisches Territorium abgeschossen worden. Laut israelischer Armee gab es in den Gemeinden Shaar Hanegev und Sdot Negev sowie den Kibbuzim Alumim und Nachal Oz Alarm. Das Abwehrsystem »Iron Dome« fing zwei Geschosse ab. Die dritte Granate schlug in einem Gebäude von Shaar Hanegev ein und richtete Sachschaden an. Nach Angaben der Sicherheitskräfte wurde niemand verletzt. Die israelische Armee beschoss im Gegenzug zwei Stellungen der Hamas im nördlichen Gazastreifen mit Panzern und Kampfjets.

Gesetz
Das israelische Parlament hat kurz vor dem Schabbat das sogenannte Empfehlungsgesetz angenommen. Nach zwei Tage andauernden Debatten und scharfer Kritik der Opposition wurde die umstrittene Einbringung als neues Gesetz formuliert. In der zweiten und dritten Lesung stimmten 59 Parlamentarier dafür und 54 dagegen. Mithilfe dieses Gesetzes soll ein amtierender Regierungschef vor Strafverfolgung geschützt werden. Der Polizei soll es unter anderem untersagt werden, Empfehlungen für eine Anklage an den Staatsanwalt sowie Informationen und Untersuchungsergebnisse an die Medien weiterzugeben. Nach andauernden Protesten in der Bevölkerung ruderte die Regierung jedoch teilweise zurück und fügte einen Artikel hinzu, der festlegt, dass das Gesetz für den amtierenden Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu nicht gelten werde. Die Partei Jesch Atid von Yair Lapid und eine Nichtregierungsorganisation reichten noch am gleichen Tag eine Petition beim Obersten Gerichtshof ein, die das Gesetz revidieren soll.

Gebet

Die Sonne scheint, und es regnet kaum. Den fünften Winter in Folge gibt es in Israel zu wenige Niederschläge. Von September bis November kamen lediglich 45 Prozent der gewöhnlichen Menge zusammen. Um für Unterstützung von oben zu beten, versammelten sich am Donnerstag Tausende gläubiger Juden an der Kotel in Jerusalem. Landwirtschaftsminister Uri Ariel hatte gemeinsam mit den beiden Oberrabbinern und anderen prominenten Rabbis dazu aufgerufen. Einige Experten bezeichnen es als die schlimmste Dürre in vier Jahrzehnten. Während mehrere Politiker Ariel kritisierten und betonten, als Mitglied einer säkularen Regierungskoalition solle er von »Voodoo-Zauber« Abstand nehmen und stattdessen etwas gegen die globale Erderwärmung unternehmen, meinte der nur lapidar, es könne schließlich nicht schaden, um Hilfe zu bitten.

Israel

Knessetwahl: Soldaten können bereits abstimmen

In weniger als einer Woche wählt Israel ein neues Parlament. Bereits jetzt dürfen Soldaten die Wahlkabinen betreten - diese werden ihnen bis in den Libanon und nach Syrien gebracht

 21.10.2026

New York/Gaza

Frühere Lehrerin aus Gaza warnt vor Judenhass an UNRWA-Schulen

Die Pädagogin sagt, die ideologische Indoktrinierung palästinensischer Kinder könne den Nährboden für ein weiteres Massaker wie das vom 7. Oktober 2023 schaffen

 21.10.2026

Jerusalem

Netanjahu hält an Sturz des Teheraner Regimes fest

»Ich bin entschlossen, die Aufgabe zu Ende zu bringen«, sagt der israelische Regierungschef

 21.10.2026

Gaza

Israel tötet Hamas-Terroristen, der Shani Louk verschleppte

Tamer Mohammad Ibrahim al-Sabbagh war das letzte lebende Mitglied der Hamas-Zelle, die am 7. Oktober 2023 die deutsch-israelische Geisel entführte

 21.10.2026

Sicherheit

Nach Ausschreitungen: Israel rechnet mit vermehrter Einwanderung von Juden aus Frankreich

Die Hintergründe

 21.10.2026

Boykott?

Weitere Firma verweigert Jerusalemer Seilbahn-Projekt

Die israelische Regierung will per Seilbahn einen direkten Zugang zur hochsymbolischen Klagemauer in Jerusalem schaffen. Aber immer mehr ausländische Partner ziehen sich zurück

von Andrea Krogmann  20.10.2026

Wahlkampf

Netanjahu stellt sich hinter religiöse Wehrdienstverweigerer

Um an der Macht zu bleiben, braucht Israels Ministerpräsident die Unterstützung der ultraorthodoxen Juden. Wenige Tage vor der Wahl übt er den Schulterschluss mit Religiösen, die sich der Wehrpflicht entziehen

von Andrea Krogmann  20.10.2026

Vanessa Emde (Die Linke)

Berlin

Linken-Fraktion vorerst ohne Einigung im Streit um Emde

Eine Abgeordnete, die in ihrer Israel-Kritik immer wieder nachlegt, und eine Fraktionsspitze, die ein Problem mit ihr hat: Im Berliner Koalitionspoker bleibt der Streit um Vanessa Emde ungelöst

 20.10.2026

Hamas

Emiratische Blase in Gaza

Israel erlaubt den VAE Infrastrukturarbeiten nahe Rafah. Den Wiederaufbau der Enklave knüpft Israels Premier Netanjahu an die Entwaffnung der Terrororganisation

von Sabine Brandes  20.10.2026