Israel

Kurz gemeldet

Hängt wahrscheinlich gerade in Tel Aviv rum: Bar Refaeli Foto: Flash90

Türkei
Israel und die Türkei nähern sich weiter an. Das berichteten israelische Medien am Freitagmorgen. Regierungsquellen ließen verlauten, dass die Grundlagen für ein Abkommen zur Versöhnung der beiden Staaten geschaffen seien. Am Mittwoch hatten sich Vermittler aus Jerusalem mit ihren türkischen Kollegen in Zürich getroffen, um die Prinzipien festzulegen. Die diplomatische Krise zwischen den einstigen Verbündeten war vor mehr als fünf Jahren ausgebrochen, als israelische Soldaten beim Entern einer Flottille in Richtung Gaza auf heftige Gegenwehr stießen und bei einem Gefecht neun türkische Staatsangehörige töteten. Israel hatte sich nach der Vermittlung der USA entschuldigt und den Familien Kompensation zugesagt. Eine Forderung aus Ankara bleibt jedoch nach wie vor offen: die Beendigung der Blockade des Gazastreifens. Es gäbe hierzu zwar Ideen, so die Vermittler, »doch es ist nicht einfach«.

Vorwurf
Der Druck auf Silvan Shalom wächst. Mittlerweile sollen sich sechs Frauen bei der Polizei gemeldet haben, die den amtierenden Innenminister sexueller Übergriffe beschuldigen. Eine Frau, die einst für Shalom gearbeitet hatte, erklärte, er habe sie mehrfach gegen ihren Willen an intimen Stellen berührt und versucht, seine Hand in ihre Unterwäsche zu stecken. Die Polizei und der Generalstaatsanwalt sind an der Aussage der Frau interessiert, doch sie weigert sich, Anzeige gegen den Politiker zu erstatten. Shalom erklärte, die Vorwürfe entbehrten jeglicher Grundlage. Außerdem sei in mindestens einem Fall die Verjährungsfrist abgelaufen. Mittlerweile jedoch meldeten sich noch weitere fünf Frauen, die den Minister beschuldigen. Verschiedene weibliche Knessetabgeordnete fordern jetzt von den Behörden, dass sie eine Untersuchung gegen Shalom einleiten, da dieser sich bereits vor einer Weile ähnlichen Vorwürfen ausgesetzt sah.

Steuern
Bar Refaeli darf das Land in den kommenden 180 Tagen ohne Erlaubnis nicht verlassen und musste ihren Pass abgeben. Das ordnete ein Gericht in Tel Aviv am Donnerstag an. Der Grund: Dem Model wird vorgeworfen, Steuern auf Einkommen aus dem Ausland nicht in Israel abgeführt zu haben. Die 30-Jährige, die erst kürzlich den Geschäftsmann Adi Ezra geheiratet hatte, hat offiziell keinen Wohnsitz in Israel. Jedoch soll sie in Wohnungen gelebt haben, die jeweils auf ihre Mutter und ihren Bruder registriert waren. Fast zwölf Stunden wurde sie von der Steuerbehörde zu ihren Finanzen befragt. Außerdem wird Refaeli vorgeworfen, Luxusautos nicht deklariert zu haben. Diese hatte sie offenbar für Fotoaufnahmen bekommen. Sollte Refaeli Israel verlassen wollen, muss sie laut israelischen Medienberichten zuvor 64.000 Dollar bei der Steuerbehörde hinterlegen.

Jom Kippur
Der höchste jüdische Feiertag ist nun auch bei den Vereinten Nationen (UN) ein offizieller Feiertag. Neben dem christlichen Weihnachtsfest, dem islamischen Opferfest oder Karfreitag werden bei der UN am Versöhnungstag keine Sitzungen auf dem Programm stehen. Jüdische UN-Mitarbeiter dürfen sich freinehmen. Die Initiative wurde bereits 2014 unter dem damaligen israelischen Botschafter bei der UN, Ron Prosor, ins Leben gerufen und nun umgesetzt.

Syrien

Israels Armee: Angriffe in Syrien zum Schutz dortiger Drusen

Nach neuer Gewalt im Süden greift Israels Armee Stellungen der syrischen Regierung an. Das israelische Militär will eigenen Angaben zufolge die drusische Minderheit verteidigen

 20.03.2026

Meinung

Siedlergewalt: Eine Schande für Israel

Generalstabschef Zamir und Rabbi Lichtenstein haben recht: Die Exzesse gegen Palästinenser im Westjordanland müssen gestoppt werden, bevor es zu spät ist

von Ayala Goldmann  20.03.2026

Sport

Wegen Fanverhaltens: FIFA bestraft Israel

Der Fußball-Weltverband FIFA hat Israels Verband mit einer Geldstrafe belegt. Zudem muss bei den nächsten Spielen der Nationalmannschaft im Stadion ein Transparent gezeigt werden

 20.03.2026

Jerusalem

Netanjahu: »Wir schützen die ganze Welt«

Am 20. Tag des Krieges gegen den Iran äußerte sich Israels Ministerpräsident auf einer Pressekonferenz ungewöhnlich ausführlich

von Imanuel Marcus  20.03.2026

Gefahr

Israel: Iran kann kein Uran mehr anreichern

Seit 20 Tagen attackieren Israel und die USA den Iran mit schweren Luftangriffen. Dem israelischen Ministerpräsidenten zufolge hat die gemeinsame militärische Operation bereits Ergebnisse gebracht

 19.03.2026

Alltag im Krieg

Mitgehört im Bunker ...

Schlaflos in Tel Aviv: Iranische Raketen halten in den Nächten die Israelis wach

von Sabine Brandes  19.03.2026 Aktualisiert

Krieg

Araghtschi droht mit Vergeltung für Angriffe auf Infrastruktur

Irans Außenminister droht mit massiver Vergeltung, sollte Israel erneut Öl- und Gasanlagen angreifen. Araghtschi stellt auch eine weitere Bedingung für ein Kriegsende

 19.03.2026

Westjordanland

Generalstabschef Zamir: »Bevor es zu spät ist«

Zwischen Warnung und Kontrollverlust: Israels Sicherheitselite schlägt Alarm wegen ausufernder Siedlergewalt

von Sabine Brandes  19.03.2026

Philosophie

Habermas, Israel und die Juden

Eine kritische Würdigung

von Frederek Musall  19.03.2026