Wissenschaft

Kooperation im Nano-Bereich

Chef-Wissenschaftler Avi Hasson Foto: Flash 90

Wissenschaft

Kooperation im Nano-Bereich

Israel und Deutschland schließen Abkommen

von Sabine Brandes  21.11.2016 17:23 Uhr

Ob antibakterielle Unterhosen, winzige Roboter im Körper oder völlig neue Materialien: Nanotechnologie ist nicht mehr wegzudenken. Jetzt haben Deutschland und Israel ein Abkommen geschlossen, um Kooperationen in diesem Bereich zu fördern. Das deutsche Wissenschaftsministerium und die israelische Innovationsbehörde stellen dafür insgesamt 30 Millionen Euro zur Verfügung.

Unternehmen und akademische Nano-Institute sind eingeladen, ihre Vorschläge einzureichen, um finanzielle Förderung zu erhalten. Parallel werden deutsche sowie israelische Unternehmen und Universitäten dazu aufgefordert. Avi Hasson, der Chef-Wissenschaftler im israelische Wirtschaftsministerium, sagte: »Die eindrucksvollen Errungenschaften der Nanotechnologie in Forschung und Industrie sind unser großer Stolz in der ganzen Welt.«

budget Der Leiter der Abteilung technologische Infrastruktur innerhalb der Innovationsbehörde, Ilan Peled, betont, man wolle »als höchstentwickelte Innovationsagentur der Welt einen bedeutenden Beitrag in den Bereichen Wissenschaft sowie Industrie und Handel leisten«. Das Budget soll über eine Periode von drei Jahren verteilt werden.

Nanotechnologie wird als Industrie der Zukunft angesehen, und Israel ist einer der Hauptakteure auf diesem Feld. Während im letzten Jahrzehnt hauptsächlich geforscht wurde, sieht die nächste Dekade die Umsetzung der Forschungsergebnisse vor. Neben neuen Produkten setzt die Nanotechnologie darauf, die Eigenschaften von bestehenden Materialien zu verbessern.

start-up In Israel gibt es neben sechs Forschungseinrichtungen schätzungsweise 200 Start-up-Firmen, die sich mit Nanotechnik beschäftigen. Experten gehen davon aus, dass die Produkte, die in den kommenden Jahren auf den Markt strömen sollen, Milliarden von Dollar einbringen werden.

Peled ist überzeugt: »Dies ist eine vierfache Kooperation von Unternehmens- und Forschungsteams aus Israel und Deutschland, die gemeinsam Forschung und Entwicklung betreiben. Es ist gut für die Wirtschaft und fördert die Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern.«

Essay

Erinnerungen an Schawuot in Be’eri

Unsere Autorin ist in dem Kibbuz aufgewachsen, der durch das Massaker traurige Bekanntheit erlangte. Eines der prägendsten Feste ihrer Kindheit war das Wochenfest – wird jene Freude je wieder zurückkehren?

von Eshkar Eldan Cohen  21.05.2026

Wahlen

Arabisch-israelisches Zünglein an der Waage?

Der Aktivist Yoseph Haddad will den Sprung in die Politik wagen und könnte im festgefahrenen Rennen um die Knesset entscheidend sein

von Sabine Brandes  21.05.2026

Aschkelon

Israel schiebt Hunderte Flottillen-Aktivisten ab

Während die ausländischen Flottillenaktivisten vom Flughafen Ramon aus ausgeflogen werden, steht die israelische Teilnehmerin Zohar Regev in Aschkelon vor Gericht

 21.05.2026

Jerusalem

»Nicht das Gesicht Israels«: Sturm der Entrüstung gegen Ben-Gvir

Der rechtsextreme Politiker steht in der Kritik, weil er ein Video veröffentlichte, in dem Aktivisten der Gaza-Flotille gedemütigt werden. Auch Regierungschef Benjamin Netanjahu distanzierte sich von seinem Minister

von Sabine Brandes  21.05.2026

Tacheles-Preis

»Ihr prägt den Journalismus. Ihr prägt unser Land«

WELT-Chefredakteur Helge Fuhst hielt die Laudatio auf die Jüdische Allgemeine. Eine Dokumentation

von Helge Fuhst  21.05.2026

Dokumentation

»Mehr Mut zu unbequemen Wahrheiten!«

Die Jüdische Allgemeine ist mit dem Tacheles-Preis ausgezeichnet worden. Hier dokumentieren wir die Dankesrede von JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel

von Philipp Peyman Engel  21.05.2026

Meinung

Das entspricht nicht der Essenz unseres Landes!

Man muss keine Sympathie für die Aktivisten der Gaza-Flotille haben, um die Art abzulehnen, wie Itamar Ben-Gvir mit ihnen umgegangen ist. Der Minister hat dem Ansehen Israels geschadet

von Sarah Cohen-Fantl  21.05.2026

Herzliya

Israelische Studie: Sexy Profilbilder können Dating-Erfolg mindern

Eine Untersuchung der Reichman University zeigt: Stark sexualisierte Fotos in Dating-Profilen erzeugen zwar Aufmerksamkeit, schmälern aber die Chancen auf eine ernsthafte Beziehung

 21.05.2026

Würdigung

»Wo andere laut schweigen, lässt sie sich nicht unterkriegen«

Der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland würdigt in seiner Laudatio auf die Jüdische Allgemeine die Verdienste der Redaktion - und ihren Mut

von Abraham Lehrer  21.05.2026